Nachhaltig bauen, anders denken
Shownotes
In der heutigen Folge sprechen wir mit Andy Keel. Andy ist Unternehmer und Gründer. In der Bau- bzw. Holzbauwelt ist er vor allem mit Openly in Erscheinung getreten. Openly ist sowohl ein Unternehmen bzw. Bausystem, als auch ein Gebäude. Hier haben wir auch Andy getroffen und waren sofort angetan vom guten Raumklima und der anspruchsvollen, besonderen Architektur und Einrichtung.
Im Gespräch mit Andy beleuchten wir die Entstehungsgeschichte des außergewöhnlichen Gebäudes und dessen Besonderheiten. Natürlich lernen wir auch Andy und seinen Werdegang vom Bänker zum nachhaltigen Bau näher kennen. Diese auf den ersten Blick ungewohnte Verbindung von Finanz- und Bauwelt bringt uns auch zu unserem zweiten Gesprächsschwerpunkt: Den CO2-Zertifikaten mit bzw. aus nachhaltig geplant und erstellten Gebäuden. Andy erklärt uns Zusammenhänge, Fallstricke und Ambivalenz dieses Marktes und zeigt Alternativen auf.
Das trägt uns schließlich dann doch noch zu den ganz großen Themen: Klimawandel, Eigendynamiken von Systemen und die Rolle des Holzbaus bei all dem.
Ein vielseitiges Gespräch, das weite Bögen spannt und von nachhaltigen Holzgebäuden bis grünen Banken komplexe Themen miteinander in Beziehung setzt und dazu einlädt unerschrocken zu denken.
Viel Spaß beim Hören!
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00:00:05: Willkommen zu Auf Holzbauen, dem Holzbau-Podcast der gleichnamigen Bildungsoffensive in Kooperation mit der Ingenieurkammer Baden-Württemberg.
00:00:13: Wir sind Jonathan und
00:00:14: Witold
00:00:14: und sprechen hier einmal im Monat über unsere Leidenschaft, den Holzbau.
00:00:19: In der heutigen Folge sprechen wir mit Andi Kehl.
00:00:22: Andi ist Unternehmer und Gründer.
00:00:23: In der Bau- beziehungsweise in der Holzbauwelt ist er vor allem mit OpenD in Erscheinung getreten.
00:00:28: OpenD ist sowohl ein Unternehmen beziehungsweise ein Bausystem als auch ein Gebäude.
00:00:33: Hier haben wir auch Andy getroffen und waren sofort angetan von einem guten Raumklima und der anspruchsvollen, besonderen Architektur und Einrichtung.
00:00:41: Im Gespräch mit Andy beleuchten wir die Entstehungsgeschichte des außergewöhnlichen Gebäudes und dessen Besonderheiten.
00:00:47: Natürlich lernen wir auch Andy und sein Werdegang vom Banker zum nachhaltigen Bauen näher kennen.
00:00:53: Dieser auf den ersten Blick ungewohnte Verbindung von Finanz- und Bauwelt bringt uns auch zu unserem zweiten
00:01:00: Gesprächsschwerpunkt,
00:01:01: den CO-Zertifikaten mit bzw.
00:01:05: ausnachhaltig geplant unterstellten Gebäuden.
00:01:09: Andy erklärt uns Zusammenhänge, Fallstrecke und Ambivalenz dieses Marktes und zeigt Alternativen auf.
00:01:16: Das trägt unschließlich dann doch noch zu den ganz großen
00:01:19: Themen.
00:01:20: Klimawandel,
00:01:21: Eigendynamiken
00:01:22: von Systemen und die Rolle des Holzbaus bei all dem.
00:01:26: Ein vielseitiges Gespräch, das beide Bögen spannt und von nachhaltigen Holzgebäuden bis grünen Banken komplexe Themen miteinander in Beziehung setzt und dazu einlädt, ohne schockend zu denken.
00:01:37: Viel Spaß beim Anhören.
00:01:43: Cool, ja.
00:01:44: Schön, dass wir hier sein dürfen, Andi.
00:01:46: Wir sind jetzt im, das Gebäude heißt auch Openly?
00:01:49: Openly Valley Weed Now, ja.
00:01:53: Mhm.
00:01:54: Warum sind wir ausgerechnet?
00:01:55: Oder warum befindet sich das Gebäude aus Renatir?
00:01:58: Also, ich bin mehrfach Unternehmer, habe tatsächlich ein Baugewerbe und habe eigentlich während Covid für mich beschlossen, dass das einzige relevante Thema für unsere Gesellschaft oder auch für mein Kind, der Klimawandel ist.
00:02:17: und habe auch realisiert, wie viel ZR II-Ausstoß von der Bauwirtschaft kommt und habe mich eigentlich vor vier Jahren auf den Weg gemacht, zu beweisen, dass es möglich ist, Netto Null zu bauen.
00:02:35: Um zu bauen, braucht man ein Grundstück.
00:02:37: Ich habe Grundstücke gesucht, Investoren gesucht.
00:02:41: Die Interesse, wie es grundsätzlich da ist, sagt, niemand interessiert mich nicht, netto null zu bauen.
00:02:47: Aber dass jemand einen Grundstück oder zehn Millionen in die Hand gibt, ein Pilotprojekt zu machen, das dann doch nicht.
00:02:54: Und schlussendlich habe ich eine Erbengemeinschaft gefunden, den das Grundstück hier gehört hat.
00:03:00: Und die hatten vom Vater vor über dreißig Jahren einen Auftrag erhalten.
00:03:05: Sie dürfen das Grundstück nicht kommerziell überbauen, sondern müssen nicht das Sinnvolle damit tun.
00:03:11: Und das ist eigentlich der Grund, warum hier in der Org-Artskernlage so ein Filetstück noch frei war.
00:03:18: Und so ist das Projekt entstanden und das hat mich natürlich auch geholfen zu finanzieren, weil die Erben haben erst nach Bauverländung ihre Kaufpreise bekommen.
00:03:28: Okay, das ist auch eine einzigartige Geschichte irgendwie schon.
00:03:34: Ja, es ist eine gute Geschichte, aber eben es ist auch... Ich habe das ganze Projekt hier, also die erste etab bis die zweite etab, wo man die Visiere schon sehen zum Fenster raus, sind noch mal sechs, sieben Millionen, also total sind es zwanzig Millionen.
00:03:50: Und ich habe das alles mit Null Euro gemacht, also nur mit Null Euro Eigenkapital, sondern einfach das Projekt so finanzieren können und dann logischerweise auch mit einem Bank.
00:04:03: im Hintergrund und wir haben hier in dem Gebäude neunzehn Wohnungen stockwerkregend umgemacht und haben neunzehn Wohnungen verkauft.
00:04:11: Und schlussendlich, das war so auf dem Projekt, wenn man es gut macht, dann kriegt man fünfzehn Prozent Rendite raus.
00:04:19: Das wären auf dreizehn Millionen während es etwa zwei Millionen.
00:04:22: und die zwei Millionen habe ich genommen und investiert im Bauteil Entwickler.
00:04:27: Das heißt mit anderen Worten, ich habe es vier Jahre gearbeitet.
00:04:31: und nach zwei Millionen ausgegeben für Innovation.
00:04:37: Ja, und kannst du kurz das Gebäude beschreiben?
00:04:40: Was ist das hier, das ist ein gesonderes Gebäude?
00:04:44: Genau, also das Obenlie-Bilo-Projekt hier in Widenau hat mehrere Bauteilinnovationen.
00:04:52: Das heißt, wir haben die Bauteile immer noch sehr zwei Intensität angeschaut.
00:04:56: Der Tiefgeschoss mit der Riesenparkgarage.
00:05:00: gesetzlich vorgeschrieben, haben wir mit Pflanzenkohlebeton gemacht.
00:05:04: Das ist eine der größten Pflanzenkohlebeton-Etappen, auch wegen dem Grundwasser.
00:05:12: Dann der Holzbau ist ein klassischer Holzbau, wobei wir dort auf das Prinzip gesteckt oder geschraubt gesetzt haben.
00:05:21: Sprich, wir haben die Hohlkassendecken in Stahlträger eingespannt, also eingesteckt.
00:05:30: Das erlaubt uns eine flächenbündige Architektur, was oft im Holzbau mit Unter- oder Überzeugen schwierig ist.
00:05:41: Es hat dazu geführt, dass wir eines der größten Rios-Projekte der Schweiz geworden sind, weil wir alle Stallträger aus Second Use, also die waren schon mal eingebaut, wir haben sie nie wiederverwendet.
00:05:52: Und ich glaube, die grösste Innovation ist die ganze Handdämmung, also die ganze Außendämmung, um von vierzig Zentimeter sind der Hanfkalk.
00:06:03: Und das macht das Haus zum größten Hamfgebäude in Europa.
00:06:09: Und wir haben es dann noch zum Exzess getrieben und alle Innenwände, also die Wände, die ihr seht, das sind alles Hamfziegel.
00:06:16: Also statt Trockenbau, wie gibt's?
00:06:19: haben wir hier ein Haftziegel, wenn die aufgemaut und mit Kalk verputzt werden.
00:06:26: Und so ist eigentlich das ganze Materialisierung zustande gekommen.
00:06:31: Und schlussendlich sind fast nur biogenische Materialien zum Einsatz gekommen.
00:06:38: Was war zuerst das Grundstück oder die Idee vom Gebäude?
00:06:43: Die Idee war zuerst, oder?
00:06:44: Also die Idee, die Mission steht überall, also das war zuerst das Grundstück, hat sich dann ergeben.
00:06:51: Ja, aber war die Idee abstrakt, oder wusstest du schon, Hanf?
00:06:55: Nein, nein, nein, nein.
00:06:56: Ich habe vor vier Jahren, obwohl ich selber eine Betonmanufaktur habe, ich vor vier Jahren nicht gewusst, dass es ein Hanf kalt ist oder ein Hanf betonert.
00:07:03: Also das Ziel war eben dieses, dieses, nochmal ein abstrakteres Level, ähm ...
00:07:12: Genau, ja.
00:07:13: Und wir haben dann ein Team aufgebaut, um Bauteile zu analysieren, wo es steckt eigentlich CR-II drin.
00:07:22: Und was sind Alternativen?
00:07:24: Und der Punkt ist natürlich, das Gebäude hier ist keine Philanthropie, sprich wir haben kostenneutrale Alternativen gebraucht.
00:07:35: Und das hat uns dann einfach auch zu Bauteil-Innovationen geführt.
00:07:39: Also die Decke sind mit Lehm-Schüttung, oder?
00:07:44: Also eine Holkassendecke mit Lehm drin.
00:07:46: Das heißt, wir haben hier vierhunderttausend Kilogramm Lehm.
00:07:49: Und ich habe für eine Decke einfach dreihundert Franken Budget.
00:07:54: Und dann musst du halt einen Weg suchen, wie du eine Lehm-Holkassendecke für dreihundert Euro realisierst.
00:08:02: Das war immer, oder Design to cost, das war immer der Funktion, der einfach überall steht, aber dann Design to cost.
00:08:10: Ich
00:08:11: habe eine Frage beteut.
00:08:14: Und ich finde auch, es ist ein sehr angenehmes Raumklima, ich habe schon gesagt, als wir gerade reingekommen sind, man riecht, man spürt und sieht auch sehr schön aus.
00:08:22: Und hier ist die Zentrale auch von deiner Firma an die Openly.
00:08:28: Genau, aber das ist dann auch entstanden, oder?
00:08:32: Ich habe einen Team aufgebaut, um das Projekt zu realisieren.
00:08:36: Das Team ist immer mehr gewachsen, weil du auf einmal Holzbauingenieure brauchst, die anders denken.
00:08:44: Dann entlässt du die ersten zwei Mal oder der dritte Kanz.
00:08:48: Beim Brandschutzplan musst du vier entlassen und der fünfte Kanz.
00:08:52: So hat sich dann einfach ein Team herauskristallisiert, wo du ... wo du alle Disziplinen abdeckst, vom Bauphysik, Brandschutz und so weiter.
00:09:05: Und das Projekt hat
00:09:06: die Firma quasi geboren?
00:09:07: Ja, genau.
00:09:09: Also so sind die Leute entstanden.
00:09:11: und dann der Baubewilligungsprozess.
00:09:14: Ich glaube, in Deutschland seid der Nachärmer dran.
00:09:17: Aber auch hier, oder?
00:09:18: Es hat natürlich niemand darauf gewartet, eine Bauteilinnovation zu machen.
00:09:23: Also mittlere Höhe, Wohnbau mittlere Höhe, oder?
00:09:27: Vier Geschosse.
00:09:29: Also da wartet niemand drauf, dir eine Brandschutzbewilligung zu geben für ein brennbares Material-Hampfer, offiziell brennbares Material.
00:09:39: Also eben, das war der Hintergrund.
00:09:42: Und das hat uns dann eigentlich zum Namen Openly geführt.
00:09:46: Weil ich irgendwann gesagt habe, jetzt haben wir so viel gelernt, eigentlich müssen wir das der Gesellschaft der Welt zur Verfügung
00:09:54: stellen.
00:09:56: Und openly übersetzt heißt transparent, aber eigentlich richtig übersetzt heißt brutally honest.
00:10:03: Also die nackte Wahrheit.
00:10:06: Und das versuchen wir auch auf der Homepage so zu kommunizieren.
00:10:11: Teilen wir das ganze Wissen, also wir dokumentieren und publizieren es und auf der anderen Seite zeigen wir auch IST-Daten beispielsweise.
00:10:20: Also Verbrauchstaten und so weiter.
00:10:22: Ah, okay.
00:10:22: Ja, transparent.
00:10:24: Ja,
00:10:24: okay.
00:10:25: Und jetzt ist die Firma ja noch relativ jung.
00:10:27: Aber
00:10:28: du hast quasi diese Vision gehabt.
00:10:30: Ich möchte mir erstmal beweisen, mit einem Projekt, das das Geht-Klima-Nutrat zu bauen, hat geklappt.
00:10:37: Ja, also je nach Rechnungslogik und also DGMB in Deutschland rechnen ein bisschen anders als die SCA.
00:10:45: und dann ist immer das Thema von den biogenen Z-Teilen, die da gespeichert sind im Haus oder Romani, die zurechnen die nicht, oder?
00:10:55: Aber und dann noch mit der Dronitifgarage, oder?
00:10:59: Und wenn du so richtig spartliche Rechnisse, dann kommst du auf Null, oder?
00:11:04: Aber ich hab auch gemerkt...
00:11:05: Bist du zufrieden damit?
00:11:07: Ja, also wir haben das Ziel erreicht.
00:11:10: Ich hab auf der Reise eigentlich gemerkt, dass Netto Null bauen ist eigentlich gar nicht erzielführend.
00:11:20: Sondern wir müssen hinkommen... Also
00:11:23: frei nach Michael Bronk hat nicht weniger schlecht, sondern gut.
00:11:28: Ja, das Hauptthema ist Erweiden.
00:11:31: Wir müssen Zier-Zwei-Emissionen vermeiden.
00:11:34: Und wir sollten Zier-Zwei-intensive Bauteile mit Zier-Zwei-Armen oder Effizienten und möglichst Nachwachsenteilen ersetzen.
00:11:43: Das ist eigentlich die Disziplin.
00:11:46: Und ob ich dann am Schluss Zwei-Kilo, Null-Kilo, Zwei-Kilo, Vier-Kilo, Sechs-Kilo, Zier-Zwei pro Buttergeschossfläche habe, Das ist am Schluss noch die Kürer, oder?
00:12:00: Und Dänemark führte jetzt, zwanzig, neunundzwanzig, sechs Kilo ein als Zielwert.
00:12:06: Das ist extrem sportlich, erreichen wir hier natürlich.
00:12:09: Es ist extrem sportlich.
00:12:12: Aber, ob sie sechs die richtige Zahl ist, oder sieben oder vier Komma fünf oder drei, das ist eigentlich eine müßige Diskussion.
00:12:20: Ja, und aber du hast irgendwann, gab es einen Punkt, wo ihr gemerkt habt, okay, ich kann das Ziel erreichen.
00:12:26: Und was jetzt?
00:12:27: Wusstest du schon, also wie geht es jetzt weiter?
00:12:30: Was ist jetzt Openly?
00:12:32: Was ist auch das Geschäftsmodell rausgeworden?
00:12:34: Kommt jetzt einfach das nächste Gebäude?
00:12:36: Ja, ich mein, oder wir haben vor zweieinhalb Jahren die Baueingabe gemacht, oder müssen wir das mal vorstellen?
00:12:45: Ich habe immer gesagt, wir gehen zur Tote Fros.
00:12:48: Alle, die mitmachen wollen.
00:12:50: Und ich sage, um wir gewinnen das Gesamtklassement, wir gewinnen die Zeitfahren und die Bergeankünfte.
00:12:57: Und wer mitmachen will, kann mitmachen und die anderen nicht.
00:13:00: Aber
00:13:01: der Nachseite kaputt.
00:13:02: Ja logisch, ja.
00:13:04: Und wir haben in siebzehn Monaten geplant um Bau bewilligt und elf Monate gebaut.
00:13:09: Da müssen wir das mal vorstellen.
00:13:11: Da sind zwanzig Wohnungen auf der Grünen Wiese neu entworfen in achtundzwanzig Monaten.
00:13:20: Also das ist Hochleistungssport.
00:13:22: Und ich habe natürlich vor drei Jahren schon gewusst, dass wir nicht der Null erreichen mit der Baueingabe, weil wir die Volumen und alles gerechnet haben.
00:13:32: Das Teil hat einen Fokus verloren, was aber einen Fokus gewonnen hat, ist das Wissen zu teilen, was wir hier machen.
00:13:42: Wir machen Beratung, wir machen Ausbildung hier, ein monatlicher Lapp.
00:13:48: Und wir versuchen vor allem, Investoren davon zu überzeugen, so zu bauen.
00:13:52: Und dort wird es dann ganz lustig.
00:14:01: Nein, oder?
00:14:02: Weil die Gretchenfrage ist immer, und übrigens ist egal, ob du in Baden-Württemberg oder in Vorarlberg oder in der Schweiz unterwegs bist, oder?
00:14:09: Die erste Frage lautet immer, muss ich?
00:14:13: Die Antwort ist nein.
00:14:15: Ist es günstiger?
00:14:17: Die Antwort ist nein.
00:14:19: Ist das Baurisiko höher?
00:14:23: Vermutlich ja.
00:14:25: Und dann, warum soll ich es tun?
00:14:28: Und das heißt, wenn ich mit Ihnen ist, dann stelle ich immer die drei Fragen und sagen, wollen Sie noch weiter reden oder nicht?
00:14:35: Weil sonst können Sie sich die restlichen fünf und fünfzig Minuten sparen und ich auch.
00:14:42: Und das finde ich übrigens auch in der deutschen Politik, da die Frau Geivitz oder die Verpasta ist einfach.
00:14:47: Du musst das Kind einfach beim Namen nennen.
00:14:52: Oder du musst sagen, Klimawandel hat einen Preis.
00:14:58: Und entweder wir bauen anders oder wir zahlen den Preis in Form von Überschwemmungen oder das für die Infrastrukturen.
00:15:07: Die aufgestellte Frage ist ja, was kostet es?
00:15:10: Was kostet es das jetzt nicht zu tun?
00:15:13: Aber die Frage ist natürlich sowohl auf Einzelobjektbasis, was ein Investment ist, wie auf grösserer Basis, wenn du an Immobilienfonds bist oder eine Pensionskasse in Immobilien und noch grösserer auf staatlicher Ebene.
00:15:30: Und sogar auf staatlicher Ebene geht das ja, funktioniert das gar nicht, oder?
00:15:36: Weil die Schweizer sagen natürlich, souverän oder ein neues Klimagesetz, ein Drittel der Kompensation und kann im Ausland gemacht werden, oder?
00:15:44: Also das heißt, du siehst nicht mal auf Länder oder auf Politik Ebene eine Übernahme, die er verantwortet.
00:15:53: Und wie hoch ist die Absprungquote dann, wenn du diese drei Fragen gestellt hast?
00:15:58: Ja, die ist neunundneinzig Prozent.
00:16:00: Tatsächlich.
00:16:02: Aber
00:16:02: der Punkt ist ja...
00:16:04: Ja, also auch wenn du sagst, wenn du... du tust diese Fragen provokant zu Beginn des Gesprächs stellen und dann sagen wir, die mit dem neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun-
00:16:14: neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun.
00:16:17: Dann sparen wir uns die Zeit.
00:16:18: Genau.
00:16:18: Aber was natürlich passiert, es ist ein Denkprozess.
00:16:19: Oder was dann in den Stand setzt.
00:16:21: Oder es ist ein Denkprozess.
00:16:23: Und oft beobachte ich dann, dass die in drei, vier Monaten auf einmal sich bei uns ans Lab anmelden, an die Schulung kommen.
00:16:32: Oder dass wir dann einen Auftrag kriegen für ein Projektstudie.
00:16:36: Also, let it sink in.
00:16:38: Also du musst ja zuerst selbst zur... zur Konkursion kommen, dass du etwas anderes tun musst.
00:16:46: Ja.
00:16:48: Und was eben auch spannend ist, ist auf der...
00:16:52: Genau, also wenn man zurück zu den Fragen kann, möchtest du, nein, es wird günstiger, nee, wird es nicht, aber dann ist ja die Frage, aber willst du es trotzdem?
00:17:03: Und wenn die mit Ja beantwortet ist, oder?
00:17:05: Dann fangen wir an... konkret in den Bau zu kommen.
00:17:09: Ja, genau.
00:17:10: Und was natürlich auch immer in den Raumstellen ist, das ist noch das perverse, das Gebäude hier ist besser als ein konventionelles Gebäude, weil du hast atmungsaktive Wände, du hast der Passivität in den Lehmdecken, du hast ein anderes Raumklima, du spürst es in drei Minuten, das heißt, du herzielst höhere Mieten.
00:17:34: Weil das Objekt mehr wert ist oder wird auch mehr Miete bezahlt.
00:17:38: Du hast einen höheren Langzeitrendit, also die Leute mieten länger als weniger Kündigungen.
00:17:43: oder warum soll ich hier ausziehen, wenn das Ganze passt und oben rauf nach massiv geringeren Nebenkosten.
00:17:52: Also wir haben hier Heizkosten, Abrechnung für vier Zimmerwohnungen im Monat von fünfundzwanzig Euro.
00:18:00: Also mit anderen Worten, mit drei Hundert Euro hast du warm, wasser und geheizt für vier Zimmer, wo noch hundert Quadratmeter.
00:18:08: Und das lässt sich natürlich die Rendite explodieren.
00:18:11: Und die Zahlen können wir jetzt zeigen, oder?
00:18:13: Ja, das ist ja konkret sein, aber dazu kommen ja noch die Sachen, die wir nicht so greifen
00:18:17: können.
00:18:17: Die Inbautprozess,
00:18:18: das ist eine andere Arbeitsumgebung für Menschen, wir sagen ja Fachkräftemangel.
00:18:23: Und wenn wir ein Gebäude so bauen, dass das ja viel attraktiver war.
00:18:26: auf so einem Gebäude zu stehen und beispielsweise elektrik zu machen, als im Winter in einem Betongebäude.
00:18:33: Ja, aber
00:18:34: das interessiert auch wieder niemand, oder?
00:18:35: Du hast einen Bau, oder?
00:18:37: Alle verdienen nix, zwei, drei Prozent Ebib Marsche, oder?
00:18:41: Oder die nehmen einfach die Aufträge raus, oder?
00:18:43: Ich sehe das ja im Alltag, oder?
00:18:45: Ich bin selber zwei Firmen am Bau, oder?
00:18:47: Du schaust nicht mal die Pläne an, oder?
00:18:49: Du fühlst das Deviant, drei Minuten die Pläne, enden, weg, oder?
00:18:53: Oder Auftragsverhandlungen, oder?
00:18:55: Du schaust nicht mal, wo das Grundstück ist, oder?
00:18:58: Dann sag ich, also da haben wir noch unglaublich weit weg vor uns, oder?
00:19:03: Und wenn du die Handwerke ansprichst, was ja ist, ist ja genau umgekehrt.
00:19:07: Du musst ja Handwerksbetriebe finden, die willig sind, mit dir das zu bauen und in dem Sinn das Risiko einzugehen.
00:19:17: Oder weil alles, was neu ist, ist Risiko.
00:19:21: Oder wir tun so beim Holzbauen, wie eine Holkastendecke eine neue Erfindung ist.
00:19:25: Es ist Bullshit.
00:19:29: Hier in der Region heißen die Decke sogar Appenzellerdecke.
00:19:34: Die haben vor zwei Hundert Jahren auch so gebaut.
00:19:38: Das ist ja nichts Neues, oder?
00:19:40: Nur das Thema ist natürlich, jetzt musst du lehm, oder?
00:19:43: Und dann kann man da lastwagenweise lehm, und dann hast du lehm beim Holzbauer in der Halle, oder?
00:19:48: Der sagt, und dann staubts, oder?
00:19:50: Wir haben kein Staub bei uns, oder?
00:19:54: Das sind die Gedankenbarierungen, oder?
00:19:56: Und da verlierst du auch ganz viele Unternehmer, und das ist immer das Gleiche.
00:20:00: Wenn du wenige Unternehmer hast, die anbieten, dann steigt der Preis.
00:20:07: Oder zurückzukommen auf den Business Case.
00:20:09: Das Hauptproblem an angeblichen Mehrkosten sind Sicherheitsmarschen und Marktabschöpfung der Holzbauer, Lieferanten oder der Handwerksbetriebe und ist nicht der Materialpreis.
00:20:27: Oder du kannst einen halben Tonne Lehm, einen Mega-Bag Lehm oder ein Tausend Liter für die Eureinkaufen.
00:20:37: Da kann man ja niemand mehr sagen, das ist zu teuer.
00:20:40: Das ist das günstigste, was du überhaupt kriegst an Schüttungen.
00:20:45: Aber das Problem dahinten ist natürlich, dass alle immer mit verdienen und dann noch ein Sicherheitsmarsch hinzu bringen.
00:20:54: Und wo, den kleinen Werbeblock an die, wo wir uns noch abschließen, wo steht denn Openly heute?
00:20:59: Also was ist passiert?
00:21:00: jetzt?
00:21:01: einfach mit der Firma, seit das Projekt finalisiert wurde und die Firma dann da war?
00:21:05: Und was ist das geschätzt von dir jetzt?
00:21:07: Ja, wir sind mittlerweile acht Leute.
00:21:11: Wir haben etwa dreihundert Wohnungen in der Ausführungsplanung, also in der Bewilligungsphase.
00:21:20: Das heißt, wir fangen unmittelbar in den nächsten Monaten wieder anzubauen.
00:21:24: Das sind die Historien, also das sind kommerzielle Projekte.
00:21:27: Ja,
00:21:27: also ihr seid Projektentwickler.
00:21:29: Genau, ja.
00:21:30: Und Projektbegleitung,
00:21:31: Projektentwickler.
00:21:32: Wir haben ein eigenes Architekturbüro gegründet, d.h.
00:21:35: Valley Architects, wo wir kleinere Objekte machen, so bis zwischen leuen und vierzig Wohnungen, also nicht.
00:21:45: Wir haben die Ausbildung als Einnahmequellen, also das wird man nicht reichen, aber es kommen doch ein paar Euros rein.
00:21:54: Und wir haben mit den Zeesenken.
00:21:57: Also die Zier-Zweizertifikate auch eine potenzielle Einnahmequelle.
00:22:02: Ja, da würde ich vielleicht auch gerne nochmal näher drauf eingehen.
00:22:07: Aber du hast ja vorhin schon angerissen, dass du auch mehrere Unternehmen hast.
00:22:13: Und ich habe in deinem Biografie gesehen, geguckt und gesehen, du kommst eigentlich aus dem Bereich Bank.
00:22:20: Also vom Banker zum Holzbauer oder Bauer oder nachhaltigen Bauer, wie Wie kommt so ein, Anführungszeichen, irrer Weg zustande?
00:22:32: Ja, ich meine, ich hab die klassische kapitalistische Ausbildung in St.
00:22:35: Gallen genossen und dann Bankkarriere.
00:22:37: Und ich bin einfach mit, mit der achtundzwanzig, neunundzwanzig, dann das erste Mal Vater geworden.
00:22:43: Und ich war auch schon in der Direktion und so.
00:22:45: Und hab Riesengeld verdient.
00:22:49: Und dann hab ich einfach keine Lust mehr gehabt.
00:22:51: Also, das war so.
00:22:52: Bin ja ausgestiegen und war da mit dem Baby zu Hause.
00:22:56: Geschwer gefallen in dem Moment?
00:22:58: Keine
00:22:58: Sekunden.
00:22:59: Also nachher ist mir schwer gefallen, weil einfach der Lohn nicht mehr kommt, oder?
00:23:05: Aber die Entschreitung war ... Nein,
00:23:07: das war überhaupt kein Problem.
00:23:09: Und eben, und dann hab ich zwei Handwerksbetriebe gegründet, weil mir das einfach Spaß macht, oder?
00:23:17: Also, physisch zu arbeiten und ... Also, so ist das eigentlich entstanden.
00:23:24: Was für ein Werksbetrieb, wann das dann?
00:23:25: Ja, das eine ist da in Dombien, haben wir den Co-Making Space.
00:23:30: Das ist eine riesige Halle, eineinhalb Tausend Quadratmeter, wo zehn Schreinereien unter unserem Dach arbeiten.
00:23:37: Und den Maschinenpark teilen und so die Fixkosten massiv reduzieren.
00:23:42: Und das andere ist Datides, eine Betonmanufaktur.
00:23:47: Da sind wir europaweit so führend für Küchen, Bäder.
00:23:52: in den Raum gestalten.
00:23:53: Ja, ansonsten setzen wir, oder?
00:23:54: Genau,
00:23:54: ja, das ist so ein...
00:23:56: Ja, ja.
00:23:57: Und wie bist du zu den Ideen gekommen?
00:23:59: Ja, also die Betonfirme sind standen, weil ich eine Betonbadewanne zu Hause haben wollte.
00:24:05: Und das wollte irgendwie niemand produzieren.
00:24:08: Das ist fünfzehn Jahre her.
00:24:10: Und dann haben wir das selbst gemacht und vorhin noch nie in der Garage.
00:24:13: Okay.
00:24:14: Und bis heute badest du immer in der Betonbadewanne?
00:24:16: Ja, ja,
00:24:16: jeden Tag.
00:24:20: Okay, und der Co-Working Space?
00:24:22: Ja,
00:24:22: der ist dann mit entstanden, weil wir dann auch Schreinarbeiten haben, mit anbieten wollen oder ganze Küchen.
00:24:31: Da haben wir Schreinerei gebraucht und das ist dann auch leicht ausgegartet.
00:24:34: Also eben nur sage ich, viele Dinge, die Anreißarten dann ein bisschen aus, oder?
00:24:40: In der Summe.
00:24:41: Ja.
00:24:41: Also auch mit OpenList war nie das Ziel, dass eine... Beratungsfirma oder ... Ich nenne das mittlerweile hier Bundesamt für Naturbaustoffe.
00:24:52: Das war nie die Idee.
00:24:55: Aber das Bedürfnis ist einfach da, oder?
00:24:57: Ja, und da hast du ja dann irgendwie die letzten zehn, zwölf Jahre gemacht.
00:25:01: Also Co-Working Space und Data.
00:25:04: Und dann kam eben irgendwann mit der Pandemie dieser Bruch.
00:25:09: War das dann auch so ein bestimmter Moment oder ... Oder war das auch irgendwie so eine Entwicklung über einen Zeitraum, dass du gemacht hast, nee, jetzt muss ich was machen und jetzt möchte ich auch mich verändern.
00:25:19: Und jetzt will ich das beweisen, dass es geht mit dem Bau.
00:25:24: Ja, ich habe in der Zwischenzeit, habe ich nochmal einen kapitalistischen Ausflug gemacht und eine Big Data Firma gegründet für die Immobilienachfrage.
00:25:33: Das heißt Real Match.
00:25:34: Das Ding ist hoch profitabel.
00:25:36: habe ich dann wieder verkauft oder meine Anteile weggegeben, weil ich einfach gemerkt habe, dass Geld verdienen oder das, oder so.
00:25:45: Einfach um das Cale, oder?
00:25:47: Die ganzen Start-up-Shit oder immer das Cale-Hockey-Stick und dann wirst du medienär und so.
00:25:52: Das interessiert mich alles gar nicht.
00:25:54: Wir interessiert das Tun, oder?
00:25:56: Ja.
00:25:57: Also das war so.
00:25:58: der eine Einfluss und das andere ist natürlich, wenn du die Manufaktur zugesperrt hast, oder?
00:26:05: Und zu Hause sitzt, dann kannst du alle drei Tage die Mitarbeiter anrufen, aber irgendwie kannst du es natürlich unendlich Zeit, die ich mit Themen zu beschäftigen, oder?
00:26:15: Und so ist das schon entstanden, oder?
00:26:17: Also in den Monaten zu Hause habe ich.
00:26:20: Wurde ich dann zum Nerd, oder?
00:26:22: Zum Bau Nerd,
00:26:24: oder?
00:26:24: Ja, das ist jetzt auch nicht das Thema Bauen und was damit dazukommt, Bauphysik, Baustoffe ist jetzt auch nicht das, ich meine, das ist ja nicht umsonst auch ... eine wissenschaftliche Ausbildung am Ende des Tages und eine komplexe Ausbildung häufig.
00:26:38: Deswegen, ich meine, das ist ja nicht so zugänglich zuerst.
00:26:41: Nein, das ist nicht zugänglich.
00:26:43: Oder das Spannende ist, wenn du selbst baust, oder?
00:26:45: Ich meine, ich habe irgendwie zwei Millionen in der Kasse gehabt, einen Entwicklungsgewinn.
00:26:50: Und dann hast du dann nochmal, wenn du die normalen Baukosten nimmst, nochmal irgendwie eineinhalb Millionen Hornerare, oder die das sowieso ausgeben kannst fürs Normalbauen.
00:26:59: Und wenn du das zusammen nimmst, dann kommt richtig eine geile Summe raus, oder?
00:27:03: Und dann kannst du dich natürlich ausbilden lassen, oder?
00:27:07: Also wenn du im Ingenieur irgendwie hundertfünfzig Euro die Stunde zahlst, oder?
00:27:11: Dann kannst du ihn natürlich auf die Eier gehen, Entschuldigung, meine Sprache, und sagen so, und ich hab's jetzt nicht verstanden, jetzt erklär's mir noch mal.
00:27:19: Wie funktioniert das genau, oder?
00:27:21: Und dann merkst du auf einmal, dass eben viele eben auch nicht intellektuell doch drungen haben, oder?
00:27:28: Und das ist, glaub ich, auch am Bau, das Hauptthema, oder?
00:27:35: Als zwei Gesichtspunkten immer denken, entweder Rendite sind die kommerziellen Bauträger, es ist nur Rendite, Rendite, Rendite, Nettogeschossfläche, Nettogeschossfläche.
00:27:45: Aber die haben noch vom Bauung keine Ahnung.
00:27:48: Es ist ihr, oder?
00:27:50: Und die planen das andersherum.
00:27:52: Ja, aber es ist natürlich klar, wenn ich das Bauprojekt mehr oder weniger im Powerpoint in dem Excel mache, dass es dann irgendwie nicht so geil wird.
00:28:01: Und das andere sind die Architekten, die fangen gleich an mit der Bergamentpapierrolle.
00:28:05: Und ich habe schon eine Idee.
00:28:08: Und denen fehlt jegliches systematisches Denken.
00:28:12: Also ich sage immer vom Großen ins Kleine, was sind eigentlich relevante Baustoffe, was sind relevante Themen, was sind relevante Gebäudekonzepte, oder?
00:28:21: Aber immer schon, ich habe schon eine Idee und da müssen wir und, oder?
00:28:26: Und das klappt natürlich zwei Welten aufeinander.
00:28:29: Und das Ecosystem in der Mitte sind Holzbauingenieure, sind Bauphysiker, sind Brandschutzingenieure, die Bedürfnisse in Befriedigung.
00:28:38: Oder die sind trainiert, Bedürfnisse zu befriedigen.
00:28:40: Aber freies Denken findet da nicht statt.
00:28:44: Oder sind immer super Auftragnehmer.
00:28:48: Und das ist eigentlich mein Hauptanliegen.
00:28:51: Wir müssen Gebäude aus einer Materialität herausdenken und aus einer Physikalität oder aus einer Physikrausdenken.
00:29:02: Und dann lösen wir ganz viele Themen.
00:29:04: Und das Spannende ist dann noch irgendwann landest du bei Holz und Lehm und Hamf, oder?
00:29:08: Weil das supereffiziente Baustoffe sind, oder die da niemand mehr in Abrede stellt.
00:29:15: Also das ist wie eine Kausalkette.
00:29:18: Aber nur, wenn du das aus einer Physik heraus betrachtest.
00:29:25: Ja.
00:29:26: Ja.
00:29:26: Man hat das jetzt so komplex wahrscheinlich, oder?
00:29:29: Aber es singe.
00:29:30: Ich kann
00:29:30: dir vorstellen.
00:29:30: Das ist einfach so im Alltag.
00:29:32: Ja, ich finde zu, aber das ist einfach im Alltag.
00:29:35: Oder ich sage immer, wenn man zum Architekt geht, oder da gibt es Zehntausend Architekten, oder?
00:29:42: Und gehst immer davon aus, dass Zehntausend Architekten Häuser bauen können.
00:29:46: Oder du gehst zu einem Zahnarzt, das Gefühl, dass der weiß, was er tut, oder?
00:29:50: Aber es ist einfach nicht so, oder?
00:29:52: Ja.
00:29:53: Die Bauwelt ist halt so speziell, oder?
00:29:57: Also, was ich wahrnehme jetzt auch aus dem Ding ist ja auch ganz viel Frust.
00:30:01: Ja, total.
00:30:03: Und das merke ich auch gerade, fast mit jedem in der Bauwelt, mit dem Besprechst, jeder trägt doch irgendeinen gewissen Frust in sich, weil manche Sachen so sind in der Bauwelt.
00:30:14: Und
00:30:15: wenn du mit Handwerken sprichst, die können Architekten nicht ausstehen, weil sie einfach immer wieder von vorne das Essenzielle nicht gemacht ist.
00:30:26: Oder über Schattenfuge diskutierst, aber gar nicht weiß, wie die Decke aufliegt.
00:30:31: Und du sagst, das ist dermaßen diskrepant, oder?
00:30:35: Und auf der anderen Seite, jetzt hab ich selber ein Architekturbüro, oder?
00:30:38: Wenn ich auf die Seite gehe, redest du dich über die Unternehmen auf.
00:30:42: Ich will das so, und jetzt mach das mal so, oder?
00:30:47: Und die Wahrheit ist logischerweise in der Mitte, oder?
00:30:50: Da hab ich mal eine Zwischenfrage an die, und zwar, also es klingt jetzt alles, wir haben jetzt gerade auch von dem Frust gesprochen, hast du so ein bisschen das Gefühl, Du kommst, du bist jetzt eigentlich ein Queransteiger, dann eigentlich in der Szene, oder?
00:31:04: Wenn du ursprünglich eine Bankierslaufbahn hattest, und dann sag ich mal in die Start-up, wo du es dich weitergebildet hast, du hast schon von der Babypause erzählt und so, hast du so ein bisschen das Gefühl, dass es auch damit zu tun hat, dass es eine Szene ist, die, sag ich mal, Akteure nur akzeptiert, wenn sie einen konventionellen Bildungsweg hatten oder...
00:31:26: Also... In der Handwerk-Investoren gibt es null Dinge.
00:31:31: Die einzigen, die die Karte spielen, sind Architekten.
00:31:36: Du bist ja kein Architekt, oder?
00:31:38: Aber die spielen die Karte nur, weil sie Degard Cod, oder?
00:31:44: Oder du musst es einfach sehen, in der Architekturausbildung, oder du kannst das Ganze entwurfen und ... Design und Kunst kannst du löschen, oder?
00:31:57: Ersalte, Kontroll, alte Elite, oder?
00:31:59: Und dafür muss der Projektmanagement, Excel und so weiter, Business Case, oder?
00:32:04: Das ist hundermal relevanter, oder?
00:32:07: Wir müssen sehen, der Architektur Job ist heute ein Projektleiter Job geworden.
00:32:14: Zwanzig Disziplinen ist eine Disziplin, ist Entwurf, eine Disziplin ist Materialität und Farbe.
00:32:22: Aber daneben gibt es noch achtzehn andere Disziplinen.
00:32:26: Und wir fokussieren uns immer auf das Thema.
00:32:29: Aber
00:32:29: können wir die Architekturschaffenden damit nicht ein bisschen entschuldigen, dass es eben so komplex ist und aus einem eh schon historisch komplizierten Beruf vielseitig im beruf das alles noch noch mehr ist weil sie am ende auch so wie die planung zu beschaffen ist viel verantworten müssen und dann detailwissen haben müssen zu x y verschiedenen normen und so weiter und eben diese ganz vielen verschiedenen disziplin abdecken müssen wohin gegen die fachplanen denn zumindest ihre eigens schublade haben?
00:33:00: nur
00:33:01: ja aber weißt du sie ist ein kuchen thema oder die markkuchen?
00:33:06: Nein, du musst dir vorstellen, als Architekt kriegst du einen Kuchen aus der Sachartarte und dann schneidest du einen Schnitz raus oder der geht zum Brandschutzplan.
00:33:16: Ein kleiner Schnitz zum Ingenieur oder ein großer Schnitz geht zum Baumenagement.
00:33:24: oder um deine Frage zu beantworten.
00:33:27: Die Konklusion ist, weil es so komplex geworden ist, dass du dich anders organisierst.
00:33:33: Also, dass du die Komplexität akzeptierst und dich anders organisierst.
00:33:38: Das heißt aber, der Kuchen wird klein.
00:33:41: Dein Stück vom Kuchen, oder?
00:33:43: Weil der Kunde gibt ja die ganze Torte, oder?
00:33:47: Als Generalplaner, oder?
00:33:49: Und das ist einfach das, was ich in der Praxis aufzehe, dass alle den Kuchen verteidigen wollen.
00:33:56: Ja,
00:33:57: ist ja auch nachvollziehbar, oder?
00:34:00: Ja, es ist doof.
00:34:02: Es kann es nicht anders sein.
00:34:06: Und es hat ja auch niemand gesagt, du musst hundert Architekten.
00:34:10: Also, ich weiß auch nicht, was die richtige Architekturgröße ist.
00:34:14: Oder so ein, zwei, drei, vier Frauen-Mann-Büro ist wahrscheinlich schwierig oder weil du gar nicht die Kompetenz oder die tiefe Aufbauung kannst.
00:34:24: Und die großen Firmen, die ich sehe, die sind auch wieder, oder zum sage ich, was ist auch die ideale Betriebsgröße für eine Architekturbüro?
00:34:35: spannende Thematik.
00:34:36: Aber eben, da bist du wieder in den Betriebswirtschaftsthemen, da diskutierst du über Prozesse, über Bauteile, über Dinge, oder?
00:34:42: Das sind alles Themen, die eigentlich in der klassischen Architektur nicht vorkommen.
00:34:47: Ja,
00:34:48: voll.
00:34:48: Und übrigens drum überlebe ich in der Architektur, oder?
00:34:52: Macht Sinn.
00:34:54: Das ist so.
00:34:55: Und zusätzlich die ästhetische Anspruch.
00:34:57: Ihr seht es auch hier drin.
00:34:58: Also wir haben im Ergeschoss drei Meter lichte Höhe, oder?
00:35:02: Mit einer fugenlosen, raum hohen Türe, oder?
00:35:06: Und einer Disco Cougar?
00:35:07: Ja, genau.
00:35:09: Und es wäre ja eigentlich ein Verbrechen, wenn du hier eine normale Tür reinmachst.
00:35:14: Also es ist schon geil, das muss so sein.
00:35:18: Krosset auch drei Euro so, aber ... Das ist eben Architektur.
00:35:24: Okay, dann lass doch jetzt den Bogenmachern hin.
00:35:28: zu dem Thema Zertifikat.
00:35:30: und also jetzt haben wir über die Planungswelt gesprochen, jetzt gehen wir zu der Finanzwelt.
00:35:35: Und das ist ja auch, dem sind wir auch ein bisschen auf der Spur und versuchen so ein bisschen auch diese Brücke zu bauen für die Menschen in der Planung.
00:35:46: Warum jetzt anfängt oder warum die Finanzwelt anfängt sich auch für nachhaltige Bauprodukte, wo jetzt auch ein Gebäude mit reinzuhelen kann, zu interessieren.
00:35:56: Wie beobachtest du das?
00:35:57: Ist es eine korrekte Beobachtung von mir, dass ich sage, okay, es beginnt so langsam?
00:36:02: Oder sind es nur auch ein paar Verrückte in der Finanzwelt, die da irgendwie die Ersten jetzt sind?
00:36:10: Und da gibt es noch keine Bewegungen der Breite.
00:36:13: Dass es jetzt beginnt, dass im Bau sich eine neue Klasse an an Finanzprodukten bildet?
00:36:24: Ja, wenn man die Finanzcommunity anschaut, dann kommen, glaube ich, zwei Einflussfaktoren.
00:36:33: Das eine ist, sind so die Labels oder auch die Gebäudetypen, wo du einfach, wenn du ein Portfolio hast, wirst du fast dazu gezwungen mit ISG und so weiter, dass du nachhaltige Gebäude machst.
00:36:50: Also da kommt ein gewisser Druck.
00:36:52: Was dann nachhaltig ist, das steht wieder auf einer anderen Papier, oder?
00:36:56: Aber das, ich glaube, das bringt, wir sind hier ja im Holzbau-Podcast, das bringt Marktwachstum in, oder der Marktanteil von Holzbau steigt durch das.
00:37:10: Dann das zweite, ist die Finanz-Community immer, wo kann man Geld verdienen?
00:37:16: Und logischerweise mit Handeln, ohne selber wirklich etwas zu tun.
00:37:21: Und da sind die ganzen ZR II-Zertifikate.
00:37:23: Und dort sind zwei Ernüchterungen, die einbreden.
00:37:28: Erstens.
00:37:30: Wir haben uns jetzt fünfzehn Jahre lang Erwäudens-Zertifikate für fünf ... fünf bis zehn Euro pro Tonne selbst verkauft, indem wir den Amazonas nicht abholzen und so weiter.
00:37:43: Also das ist eigentlich eine Erweidungszertifikat.
00:37:46: Da haben sich sehr viele sehr günstig quasi ein Nettonull-Bilanz verschafft.
00:37:51: Der Markt ist mehr oder weniger tot.
00:37:53: Also das Thema ist gegessen.
00:37:56: Und wenn man es macht, dann auf einer anderen Flughöhe, aber dann kostet es ein X-Fach von dem.
00:38:02: Und auf der anderen Seite sind die Packs & Decks, also das sind quasi die CR-II Staubsauger, also die die CR-II aus der Luft holen.
00:38:11: Ich möchte jetzt keine Namen nennen, aber dort ist die Ernüchterung riesig, weil die keine Removals zustande bringen.
00:38:21: Da gibt es Unternehmen, die in der Milliarde wert sind, sind seit fünfzehn Jahren dran und haben bis jetzt in fünfzehn Jahren tausend Tonnen eingespart.
00:38:31: Oder
00:38:31: auch
00:38:33: rausgesagt.
00:38:34: Aber einfach ein Beispiel, das Gebäude hier, wo wir drin sitzen, wir haben tausend Tonnen nicht emittiert.
00:38:40: Und da bist du wieder bei der spannenden philosophischen Diskussion, ist jetzt tausend Tonnen nicht emittieren.
00:38:47: wertvoller oder gleichwerbvoll wie tausend Tonnen wieder raus zu sein, wie immer das andere Klammern wirkt.
00:38:53: Aber ich sage einfach, die Finanzkommunik hat so zwei Themen, das eine ist das Erweudens.
00:38:57: Und auf der anderen Seite die hochgesteckten technischen Themen, die schlichen einfach nicht liefern.
00:39:04: Und das führt dazu, dass man sich Alternativen überlegt, wo kommen eigentlich?
00:39:11: removal ist zustande oder wo wird CR-II eingespeichert.
00:39:17: Und dann ist man wieder beim Wald, oder?
00:39:20: Wir können einen Wald besser bewirtschaften oder so.
00:39:23: Und schlussendlich bist du bei Pflanzen, oder?
00:39:26: Weil mit der Fotosynthese binst du CR-II, oder?
00:39:30: Very simple, oder?
00:39:30: Und das C in den Pflanzen ist dann gebundenes CR-II.
00:39:36: Und dann bist du beim Baumaterial.
00:39:39: Weil du logischerweise, wenn du ... Weißt du
00:39:41: noch etwas bei der Frage, was machst du jetzt mit?
00:39:42: Ja,
00:39:42: genau, weil wenn du Zähn speichert, also beim Hamf ist es krass, wenn du das ein Kilo Hamf hat, dann hat es einen Kilo Zähn und ein Zähn und ein Zähn.
00:39:51: Jetzt hast du quasi gebundenes Zähn und ein Zähn und ein Zähn vor dir.
00:39:55: Gratis.
00:39:56: Ja.
00:39:57: Ja, aber
00:39:58: das ist wieder frei wird, wenn hier irgendwo
00:40:01: etwas
00:40:01: biologisch...
00:40:02: Genau, dann wirft es in den Kompost oder aufs Feld raus, oder?
00:40:04: Dann ist es hier zweieinhalb von fünf, sechs, sieben Monaten wieder draußen, oder?
00:40:11: Das ist der natürliche Kohlenstoffkreislauf.
00:40:14: Und in dem Moment, wo du es natürlich mit Kalk misst, in eine Wand einbaust und ein Haus, das hundert Jahre steht, hast du natürlich eine temporäre Senke erzielt.
00:40:25: Und jetzt ist die große Frage, zählt die Senke?
00:40:30: Und was ist die Senke wert?
00:40:33: Und da, da, da die Diskussionen fangen jetzt gar dann in der Finanzgemeinde.
00:40:39: Okay.
00:40:40: Und wie spürst du deine Terrenz schon?
00:40:45: Weil das ist ja für uns, jetzt ist es ja nichts Neues, diese, dieser Mechanismus in der, in der Holzbauwelt.
00:40:53: Ja, die Holzbauwelt hat das ... immer schon gehabt, oder?
00:40:57: Aber was natürlich die Holzbauwelt verpasst hat, ist mit DGMB eine richtige Accounting-Logik zu entwickeln.
00:41:08: Oder weil in dem Moment, wo du die C-Sänke eben nicht in der Hauptbilanz A bis C drin hast, sondern das im Modul D ausweist als Informationsmodul, Oder wird es natürlich nicht reingezählt.
00:41:22: Oder wenn du eine Ökobilanz anschaust nach deutscher Rechtslegung, ist der C-Speicher nicht berücksichtigt.
00:41:33: Oder das heißt, wenn du natürlich Holz vergleichst ohne den C-Speicher mit Beton, dann hast du so eine ewige Diskussion.
00:41:42: oder teilweise liest du sogar in der Presse Beton ist besser, hat weniger CO² als Holz.
00:41:48: Und es ist inhaltlich falsch.
00:41:50: Und
00:41:51: was ist jetzt zu tun?
00:41:53: Wir haben auf europäischer Ebene, ist etwas Fantastisches passiert, am XXII.
00:42:01: an Weihnachten, Vierundzwanzig ist das CRCF Carbon Removal Framework auf europäischer Ebene in Kraft getreten.
00:42:12: Und das CRCF sagt nichts anderes als dass es in der EU ab sofort erlaubt ist, Zesenken, die mindestens fünfunddreißig Jahre vom Bestand haben, zu zählen, zu zertifizieren und zu verkaufen.
00:42:30: Und das bildet eigentlich ein rechtliches Framework, um jetzt lokale Gesetzgebungen etc.
00:42:38: zu überdenken oder auch Accounting-Logiken zu überdenken.
00:42:44: Und was eigentlich jetzt dringend notwendig wäre, ist, dass der DGNB anfängt, anders zu rechnen in den Ökobilizen.
00:42:53: Ja, ja.
00:42:55: Und in dem Moment hast du natürlich einen Riesen-Impact, weil du dann ganz viele Investoren bekommst, die sagen, ich möchte mit Holzbau bauen, weil der Foodprint tief riecht.
00:43:07: Weil die schon gar nicht auf den Baustoff, sondern schon auf ihre Tabellen.
00:43:12: Ja schon.
00:43:12: Ich bin interessiert, dass alles Null, die wollen einfach das Zertifikat, oder du willst das Zertifikat, oder Lead Gold in der Schweiz, SMBS Gold, oder wie das berechnet ist und was da draufsteht und wer es berechnet hat, they couldn't care less.
00:43:29: Das heißt, es muss in die Hauptdinge reinkommen.
00:43:34: Okay.
00:43:35: Das ist halt aus der Logik, das ist halt ein Marketing-Tool aus deren Sicht, sag ich mal, und so behandeln sie es halt auch.
00:43:42: Ja, aber das ist natürlich etwas, was die Holzbaubranche versucht hat, aber verpasst hat.
00:43:47: Und was wir uns schon nach immer vor Augen führen müssen, ist, wenn du Zement verkaufst, oder?
00:43:53: Das ist der ganze Flugverkehr, oder?
00:43:58: Mal drei ist Zement, einfach, dass wir uns das mal in Relation setzen, oder?
00:44:02: Und da werden hunderte Milliarden umgesetzt, oder?
00:44:05: Das muss ja nicht das Gefühl haben, die Zementindustrie hat keine Lobbyisten bezahlt, oder?
00:44:11: oder Schell und Pepe und so weiter, hat keine Lobisten bezahlt.
00:44:14: Das heißt, oder wir führen, oder, und dass die Lobisten auch nicht in der Essie assitzen, in der Schweiz oder im Ding.
00:44:21: Also wir sind da völlig naiv.
00:44:24: Oder umführen so Diskussionen, oder?
00:44:26: Und ich mache viele diese Diskussionen eigentlich bis du eigentlich von Holzin bezahlt.
00:44:33: Oder einfach um ein Raum zu schaffen, das überhaupt diskutierst.
00:44:35: Oder weil es wird immer auf ein intellektuelles Level dann gezogen.
00:44:40: Zum sagen, ja, aber der Baum in das Haus in hundert Jahren, wenn das abgebrochen wird, dann ist es ca.
00:44:47: zwei Jahre wieder draußen.
00:44:50: Und die simple Antwort dazu ist, heute ist es nicht draußen.
00:44:56: Zweitens, wenn ich mit Holz baue und nicht mit Beton habe, habe ich fünfzig Prozent eine Emission gespart.
00:45:02: Und drittens, wer weiß, was in hundert Jahren ist?
00:45:07: Ja, und wenn wir uns umgucken in unserem Gebäudebestand, wie lange nutzen wir Gebäude auch wirklich?
00:45:13: Also für ein Wohngebäude, ein gutes, robustes Wohngebäude hochwertiges, ist hundert Jahre wirklich eine realistische Annahme.
00:45:20: Wenn wir jetzt in unsere Innenstädte gucken, die sind vierhundert Jahre alt, fünfhundert Jahre alt.
00:45:25: Genau, aber das ist eine müßige Diskussion, oder?
00:45:29: Du hast in Deutschland sechzig Jahre Lebenszyklus vor einem Gebäude in Frankreich, sechsundfünfzig Jahre, oder?
00:45:35: Das kann da niemand, oder?
00:45:36: Der Faktor gibt es keinen Grund, heute erstellt das Gebäude in hundert Jahren abzureißen, also Stadies oder so.
00:45:45: Aber eben, das sind alles so Diskussionen, die da in die ZR II-Thematik reinspielen.
00:45:51: Und ich glaube, es greift einfach zu kurz, wenn wir einfach immer sagen, ja, was kommt wieder raus des ZR II?
00:46:03: Weil heute ist es gebunden.
00:46:05: Kannst du mir erklären, wie das funktioniert, so ein Zertifikat?
00:46:08: Wie kann man, kann ich mir so ein Zertifikat erstellen?
00:46:13: Ja, also es gibt jetzt einen Standard, der heißt von Carbon Standard International, der heißt Global Construction Seasing Standard.
00:46:22: Und anhand von diesem Standard kann man eigentlich bio, strukturell, biogengebundene Baumaterialien zertifizieren.
00:46:33: Also das heißt... Was du zertifizieren kannst, ist ein Tragwerk, ist eine Isolation, ein Maueraufbau.
00:46:39: Was du nicht zertifizieren kannst, ist zum Beispiel ein Holzfenster, was ein, was ein dreißig Jahre Laufzeit hat, ein Paket oder ein Küchen.
00:46:47: Also ich kann einzelne Produkte zertifizieren, oder ist es, geht es dann schon auf den, auf den Wandaufbau, den ich konkret in den Bauprojekt anwende?
00:46:56: Genau, beim Standard ist es so und das ist, also wir haben das intellektuelle erarbeitet.
00:47:02: Vielleicht ist es richtig, vielleicht ist es falsch, aber man kann... Es ist jetzt einfach so, im Standard ist das Gebäude der SeaSync.
00:47:10: Also das heißt, die Seesenke wird auf dem Gebäude zertifiziert und nicht auf dem Baustoff.
00:47:16: Das heißt, jeder Baustoff, der hier angekommen ist und hier verbaut, wird hier zertifiziert und entsprechend gehört der Carbon Credit auch dem Bauherr.
00:47:27: Mit einer simplen Logik, weil der Bauherr das Baumaterial bezahlt hat.
00:47:33: So.
00:47:34: Und was eben nicht erlaubt ist, nach der Accounting-Logik ist, dass irgendjemand die Senke schon jemand anderem verkauft.
00:47:41: Ja.
00:47:43: Vorgängig, oder?
00:47:44: Der Kurs überhaupt eingebaut
00:47:45: wird.
00:47:45: Das heißt ab dem Moment, wo man sagt, okay, jetzt hier ist ein Schlüsselübergabe, es ist ein Zug, das Gebäude kann genutzt werden, ab diesem Moment gilt dann dieses Zertifikat.
00:47:53: Genau, ja.
00:47:53: Und anhand von effektiven Mausmaß, also das heißt Openlist, ein sogenannte C-Sync-Manager.
00:48:00: Und unsere Rolle besteht eigentlich darin, eine Massebilanz am Hand von effektiv gebauten zu erstellen, lokal augenschein zu machen und zu zertifizieren, oder dass die Wände hier wirklich aus Hanfkalk sind, oder?
00:48:16: Und nicht nur eine Wand, sondern alle, oder?
00:48:19: Also dazu macht es Liefersteine, Einbauprotokolle, Baustellenbilder und so weiter.
00:48:24: Also die Dokumentation ist sehr umfassend.
00:48:28: Aber ich sage immer lieber konservativ und voll voll dokumentiert, als dass wir den nächsten Skandal haben.
00:48:36: Und am Ende davon, also ihr schaut euch jetzt hier bei dem Projekt habt ihr selbst gebaut, ihr schaut euch die sammelt, die macht diese ganze Dokumentation, ihr sammelt es und am Ende sagt ihr beispielsweise auf einer Dynaphyl Seite, dieses Gebäude hat X-Ton CO-Zwei eingespart oder, nee, zu dem gespeichert.
00:48:54: Gespeichert,
00:48:55: ja.
00:48:55: So,
00:48:55: hier wie wir Bauherr... Wie ist das symbolisch?
00:48:58: Du hast jetzt diesen
00:49:01: Zertifikat.
00:49:02: Das Zertifikat ist im C Registry.
00:49:05: GlobalBind ist durch C Registry.org, ist eingetragen.
00:49:09: Das ist eigentlich wie eine Blockchain.
00:49:11: Das Publik.
00:49:12: Und da kannst du raufgehen und kannst zum Beispiel ein Adresse eingeben oder ein paar Zellen um, oder was auch immer und siehst, wie viel Zesenke auf dem Gebäude, auf der paar Zelle zertifiziert ist.
00:49:23: Und was kann der Bauherr heute mit diesem Zertifikat machen?
00:49:27: Das ist jetzt das große Thema, oder?
00:49:33: Wenn das ein kommerzeller Bau her ist, dann kann er die Senke für sich selber stilllegen.
00:49:38: Retired heißt das dann in der Fachsprache.
00:49:41: Und kann das in seine CO²-Bilanz einrechnen, oder?
00:49:45: Also, wenn das Beispiel...
00:49:47: oder gilt die Kanadie jedes Jahr?
00:49:49: Nein, nur in dem Jahr, wo die Senke erzielt wurde, für das aktuelle Jahr, wo auch Emissionen gehabt haben.
00:49:56: Wir haben z.B.
00:49:57: Chemiekonzern Böhringer Ingelheim hier gehabt.
00:50:01: Die überlegen sich, jetzt ein Bürogebäude aus Holz zu bauen auf dem Werksgelände.
00:50:06: Und die könnten dann im Errichtungsjahr die C-Senke an ihre operatifizierten Zwei-Bilanz anrechnen.
00:50:13: Okay.
00:50:14: Die sind
00:50:14: schocker, dann.
00:50:15: Ja, genau.
00:50:16: Also Insetting ist das Fachwort dazu.
00:50:22: Und die Alternative dazu ist, dass man den Carbon Removal auf den Markt bringt.
00:50:27: Und dann kommt die Finanzgemeinde dazu.
00:50:30: Und irgendjemand den Removal kauft.
00:50:34: Der muss irgendwie seine Pilanz polieren aus irgendeinem Grund.
00:50:37: Und der sagt, da möchte ich, würde mir gut tun, jetzt hier, wenn hier irgendwo minus tausend noch steht, in der Summe.
00:50:45: Ja, muss einfach sehen, wenn du eine Firma bist, die CO² verursacht.
00:50:52: Dann ist es heute ein Riesenschritt, wenn du sagst, ich bekenne mich zu netto null, weil du das nicht musst.
00:51:00: Und dann hast du zwei Zutaten, das eine ist, wie kriegst du CO² aus deinem Produkten raus, aus deiner Produktion, aus... aus deiner Wert, plus auch deine Lieferanten, wie kriegst du es sehr zweit heraus, oder?
00:51:12: Das ist avoidens.
00:51:13: Also wie reduzierst du den Fußabdruck?
00:51:16: Und was machst du mit dem übrigen Fußabdruck?
00:51:19: Also wie kompensierst du den?
00:51:23: Das heißt, ich kann alle meine Düsselfahrzeuge werden abgegeben und die müssen jetzt alle mit Fahrrad fahren oder laufen.
00:51:31: Ja,
00:51:31: und das ist da einsteht zum Beispiel.
00:51:33: Also es sind interne Massnahmen, aber wenn du dann den Schritt machst und sagst, okay, ich möchte Netto Null sein, oder?
00:51:39: Und dann stellst du vor der Frage, oder?
00:51:43: Pflanzibäume.
00:51:45: Die Schweizer Boster z.B.
00:51:46: in Thüringen Wald gekauft, oder?
00:51:48: Und pflanzt dort jetzt Bäume, oder?
00:51:50: Okay.
00:51:51: Das ist kein Scherz, oder?
00:51:52: Also Pflanzibäume, oder?
00:51:55: Oder Zahle dafür, dass der Amazonus nicht abgeholzt wird, oder?
00:52:00: Oder kauf ich irgendwie für tausend Euro pro Tonne irgendeinen Deck, also Direct Air Capture, oder?
00:52:08: Oder was mache ich damit da?
00:52:10: Oder also wo investiere ich?
00:52:13: Und jetzt ist jetzt eben eine neue Möglichkeit dazu gekommen, mit die Auswechsel so ein Zertifikat
00:52:18: zu kommen.
00:52:19: Genau, und dort, oder was einfach extrem spannend ist, ist, wenn du eben so ein Removal kaufst, oder?
00:52:26: von einem Gebäude, dann hast du auf einer Seite eine Offsetting-Komponente, aber auf der anderen Seite hast du auch wieder dazu Baugetragen, dass nicht das Beton gebaut wurde.
00:52:38: Oder wir sagen eigentlich mit jeder Tonne, die du brauchst, dass noch einmal eine Tonne eingespart.
00:52:43: Ja, aber es geht ja um Impact.
00:52:46: Also am Schluss ist es gleiche, wie wenn du als Familienstiftung sagst, ich gebe jedes Jahr zehn Millionen Philanthropie gibt jedes Jahr zehn Millionen aus.
00:52:55: Wo hab ich den besten Impact, oder?
00:52:58: Also wo heil ich die meisten Kinder?
00:53:01: Wo hab ich die?
00:53:03: Und es geht um Impact.
00:53:04: Also wo jetzt ist so Impact, oder?
00:53:07: Und der Impact von Gebäuden ist schon dramatisch, weil du eben die Emissionen um forty
00:53:13: Prozent
00:53:13: runterkriegst.
00:53:14: Da werden wir halt eben diese bekannten forty Prozent CO-Zweier mithört oder sechzig Prozent vom Müll und so weiter.
00:53:20: Und wir nennen das Baukosten förderum.
00:53:23: Weil es eigentlich ein Zuschuss ist an deine Baukosten, an deine Baukosten.
00:53:28: Den du aber erst bekommst, wenn du abgeschlossen hast.
00:53:31: Ja
00:53:31: klar, du musst fertig gebaut haben und einen Re-Mobile verkaufen und auf der anderen Seite muss jemand den Re-Mobile kaufen.
00:53:37: Und ich glaube, die Argumentation greift einfach zu kurz, wenn man sagt, oder ablasst Handel oder die sind nach wie vor dreckig.
00:53:47: tun sich dann reinwaschen.
00:53:48: Ich glaube, für sehr viele Unternehmen ist das uncool, wenn wir das tun.
00:53:54: Weil die wirklich dahinter sind, ihre Zier-Zwei-Bilanz zu verbessern.
00:54:01: Oder, wo ich selber lachen muss, ist, wenn du natürlich Starbucks hast, die jedes Jahr, jeden Tag zehn Millionen Pappbecher in den Müll werfen und dann sagen und ich bin jetzt nicht da Null, da wird es so ein bisschen witzlos.
00:54:16: Ja.
00:54:17: Aber wenn du ein Unternehmen hast oder das wirklich daran ist, zum sagen, jetzt werfe ich die Gasheizung raus und mache Sonnenkollektoren und Wärmepumpe und das sind meine Beiträge, aber ich möchte nicht nur null sein und ich investiere hier noch.
00:54:33: Und ich glaube, die Carbon Credits muss man unter dem Gesichtspunkt sehen oder es ist eine Investition in unsere Klimazukunft.
00:54:43: Ja.
00:54:45: Wieder vorher kritisch angemerkt ist, dass der Banker dazwischen interessiert, dass wieder keine Sekunde.
00:54:49: Oder der sagt, für wie viel kann ich es kaufen und für wie viel kann ich es verkaufen?
00:54:54: Aber hinten, die Klimaprojekte, die interessiert es schon.
00:54:58: Und die gibt es ja auch.
00:55:00: Ja, aber in kleinster Anzahl.
00:55:04: Das ist so spannend.
00:55:10: Also es gibt ... Hass-Kommentare in der NCZ, wenn du wieder so ein CO-Zweihartikel hast.
00:55:18: Also online drunter.
00:55:20: Also Spaltenhunde oder purer Hass.
00:55:24: Wir haben nach hier im Gebäude Graffiti-Krab, CO-Zweischweine, haben sie uns ins Treppenhaus gegeben, oder?
00:55:32: Also da löst du eine Kontroverse, ihr nehmt mir mein Diesel weg, ihr nehmt mein Ding weg, oder?
00:55:37: Also da löst du eine völlige Kontroverse aus.
00:55:39: Nur da hinten, wenn du mal schaust, wer wirklich ZR II Credits entwickelt, das sind brutal wenige.
00:55:47: Es sind ganz wenige.
00:55:49: Und wenn du die besuchst, dann merkst du, die sind ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ... die ...
00:56:00: die ... Was hältst du von solchen nachhaltigen Banken an, wo es so Richtlinien gibt, nur nachhaltige Projekte zu investieren und so weiter, die diese ganzen Richtlinien haben?
00:56:09: Als ich das Projekt angefangen habe, habe ich natürlich zuerst die kontaktiert und habe mir gedacht, okay, das ist jetzt ein Freistoß oder sogar ein Elfmeter.
00:56:22: Aber das ist nicht der Fall, oder?
00:56:23: Das
00:56:23: ist nicht der Fall.
00:56:24: Das ist nicht der Fall, oder?
00:56:25: Weil schlussendlich folgen die eigentlich genau der gleichen Logik in Investitionslogik und Risikobiodeilungslogik.
00:56:33: Ja.
00:56:34: Also ist jetzt meine Beobachtung von Schweizer Markt, da gibt es auch nicht so wahnsinnig viel.
00:56:40: Oder wo schon ein großer Markt entsteht, ist Sustainable Investing, Sustainable Finance Impact.
00:56:46: Also es gibt mittlerweile so viele Begriffe, aber ... Da kommt wirklich Geld in die Richtung, auch in die Richtung von Bauindustrie, wo Geld zur Verfügung gestellt wird, dass nicht teurer ist als kommuniziertes Kapital.
00:57:02: Und zweckgebunden.
00:57:04: Und das ist natürlich super.
00:57:06: Und wie ist jetzt der Stand bei den CO-Zweizertifikaten-Stand heute?
00:57:12: Gibt es jetzt schon einen Markt?
00:57:13: Gibt es schon neben dem Zertifikat, dass das Gebäude hat?
00:57:17: Gibt es schon weitere?
00:57:20: Ja.
00:57:20: Was habt ihr damit gemacht?
00:57:21: Wir haben gestern den ersten Eintrag gemacht im Carbon Registry.
00:57:27: Und wir haben jetzt im September, die ersten Removals, die eingetragen werden und die gehandelt werden.
00:57:36: Wir haben auch einen Non-Profit-Partner gefunden, der die ersten Removals kauft.
00:57:44: Also der sich da finanziell engagiert.
00:57:46: Ich kann den Namen noch nicht nennen, weil ich ... unterschrieben habe.
00:57:50: Aber ja, also eben, das ist keine Idee mehr.
00:57:54: Das ist kein Konzept mehr, sondern ist Realität.
00:57:58: Ich bin auch gespannt, was jetzt die EU macht.
00:58:00: Das ist der Herr Christian Holzleitner und sein Team von der EU in Brüssel, die eigentlich dem ganzen Markt, also dem CRCF, jetzt ein bisschen Brennstoff geben müssen.
00:58:13: Also es braucht jetzt Liquidität in dem Markt.
00:58:16: Ja.
00:58:18: Okay, aber es gibt jetzt noch so die, also ihr seid ganz progressiv damit dabei.
00:58:25: Also wir sind First
00:58:26: Over, wir sind eigentlich, glaubt die ersten, ja.
00:58:28: Ja,
00:58:29: okay, also es steckt noch ganz in den Kinderschuhen und das heißt erst mal abwarten, was da... Und
00:58:33: vor allem umfassend, oder?
00:58:34: Wir gehen auf alle, also du kannst auch eine Zehn Zentimeter Kroktenplatte, die wir in der Tiefgarage haben, oder die kannst du zertifizieren, oder?
00:58:43: Da kannst du zelloloose Dämmung im Klassenkonventionellen Holzbau zertifizieren, oder?
00:58:48: Ja.
00:58:50: Also das ist schon umfassend.
00:58:51: Also alles,
00:58:52: was biogen ist?
00:58:52: Genau,
00:58:53: und die Kohle oder Biokohle in der Untringung.
00:58:56: Und wie aufwendig?
00:58:59: oder wie teuer ist es so was zu machen?
00:59:01: und ich kann das jetzt auch.
00:59:02: wenn ich jetzt zum Beispiel angenommen, ich hätte ein paar Immobilien in meinem Portfolio, könnte jetzt hergehen und sagen, hey, das gehen wir da durch und ich möchte ein paar Zertifikate erstellen.
00:59:14: Ist es überhaupt möglich oder geht es nur bei einem Neubau?
00:59:19: Also wichtig ist, dass der, also technisch ist es so, dass wir eigentlich während der Bauphase schon eine Testzertifizierung machen müssen, also eine erste Indikation auch, was es an Förderung gibt.
00:59:38: Technisch wegen der Aditionalität, oder?
00:59:41: Dass das zählt.
00:59:42: Und inhaltlich wird zertifizieren nur Gebäude, die dieses Jahr, respektiv, zwanzig, vierundzwanzig fertiggestellt wurden.
00:59:53: Also wir gehen nicht weiter zurück.
00:59:54: Kann
00:59:56: man das theoretisch?
00:59:58: Ja, aber dann wird es wieder... oder mit dem Klima.
01:00:01: Wir müssen einfach verstehen.
01:00:03: Alles, was wir heute Morgen mit dem Zitel herumgefahren sind, ist schon egal.
01:00:10: Die Emission ist schon gemacht oder es zählt nur heute vorwärts.
01:00:13: Ja, verstehe.
01:00:14: Und darum stellen wir uns auch auf den Standpunkt, dass nur Gebäude, die jetzt fertiggestellt werden, vorwärts zählen.
01:00:20: Logischweise nehmen wir unseren Riesenmarkt weg.
01:00:22: Wenn wir im Investmentbank geredet, das war die erste Frage.
01:00:27: Kannst du ja zehn Jahre zurückgehen.
01:00:28: Also ja, so was vor zehn Jahren gebaut wurde, zählt leider nicht.
01:00:32: Also so funktioniert die Klima-Debatte.
01:00:35: Das ist einfach jetzt vorwärts, oder?
01:00:37: Und inhaltlich ist es so wie sagen ab fünf, sechs Wohneinheiten, weil der Aufwand doch enorm ist, oder die Zertifizierungsaufwandung stundengebühren, oder?
01:00:49: Ab fünf, sechs Wohneinheiten.
01:00:52: Rechnet sich das oder fängt das Zertifikat an?
01:00:54: Genau, das heißt ein Einfamilienhaus oder so ist viel zu aufwendig zu zertifizieren.
01:01:00: Das heißt, du hast quasi mehrere Arbeitsaufwand, als du an einen Trag generierst.
01:01:07: Und wir sind in Deutschland auch mit Moritz Beut, der Fahrt, Deutsche Fertigteilhaus dran, oder?
01:01:13: Dort ist natürlich im SRP drin die Daten und wenn die drei Tausend Häuser im Jahr bauen, dann ist die Zertifizierung einfacher, weil du, weil dann die ganze, oder du hast dann für jeder so Objektend Lieverschein und den Dingen, oder da kannst du über, über eine IT-Lösung zertifizieren, oder?
01:01:30: Das ist dann einfacher.
01:01:32: Spannend.
01:01:34: Aber irgendwie auch kompliziert.
01:01:35: Wieder in dieser Komplexitätsblase Bauwelt.
01:01:39: Mhm.
01:01:40: Deswegen würde es voll gut finden, wenn, wenn Andi jetzt so, uns so ein bisschen so was skizzieren könnte, so ... Wie eher sich die Zukunft ein bisschen vorstellt, so Hebel, an denen gerüttelt werden müsste, stellschrauben.
01:01:53: Weißt du, wenn es nicht kompliziert wäre, dann wäre es schon längst gelöst, oder?
01:01:56: Ja,
01:01:57: das stimmt.
01:01:58: Und ich glaube, in der Menschheitsgeschichte, oder, wir sind doch immer an so Punkten gestanden, wo wir die Lösung noch nicht kannten oder wo wir eine Technologie hatten, aber wir noch nicht wussten, was damit zu tun, oder?
01:02:10: Ich glaube, es ist einfach auch, wir müssen hier Demut walten lassen.
01:02:14: Und dann sagen wir, es ist komplex, aber wir finden einen Weg, oder?
01:02:19: Und beispielsweise das CRCF von der EU, das ist ein großer Wurf, oder?
01:02:24: Aber es redet niemand darüber.
01:02:26: Du findest keinen Artikel drüber, du findest keine Journalisten drüber, auf die wirk drüber schreiben, oder?
01:02:32: Und das ist einfach, weil du da, weil das so spezifisch ist, oder?
01:02:39: Und das ist jetzt die Aufgabe von euch im Podcast von uns.
01:02:43: das runterzubrechen auf greifbare, auf einfache Massnahmen.
01:02:47: Und wir sagen zum Beispiel, wenn du so ein Holzbauhaus oder dann pro brutto geschossene Quadratmeter bindet etwa Null, zwei Tonnen Zier zwei.
01:03:02: Das kapiert dann wieder jener.
01:03:04: Kannst du sagen, okay, ich habe ein Haus mit tausend Quadratmeter mal Null, zwei Tonnen.
01:03:12: Da gibt meine Fünfzig Tonnen CO².
01:03:16: Können
01:03:16: wir dem schon den Euro-Wert geben heute, die Fünfzig Tonnen?
01:03:20: Ja, wir haben das sogar auf der Homepage bei uns, eine Fünfundachtzig Euro, die Tonne.
01:03:27: Okay, ist das wert?
01:03:29: Ja.
01:03:31: Und wenn ich drunterbreche, zurück zu deiner Frage, was wir tun sollten oder was wir als Gesellschaft erkennen müssen, ist das Bauen.
01:03:43: für einen Viertel der CR-Zwei-Emissionen verantwortlich ist.
01:03:47: Das heißt, wenn wir Klimawandel wirklich ernst nehmen, dann müssen wir anfangen, anders zu bauen.
01:03:53: Ich mache ein Rechenbeispiel.
01:03:55: Die gesamte Schifffahrt, also alle Schiffe, die da herumfahren, Kreuzfahrtsschiffe, Containerschiffe und so weiter, lösen nicht der drei bis vier Prozent CR-Zwei-Emissionenhaus, oder?
01:04:06: Bauen und nur das Bauen ohne im Betrieb der Gebäude ist vierundzwanzig, fünfundzwanzig Prozent.
01:04:12: Also, so kann man sich das vorstellen, achtmal die ganze Schifffahrt.
01:04:17: Ja.
01:04:18: Aber diese Logik ist ja so bestechend.
01:04:21: Da müssten sich doch die Banker jetzt drauf stürzen, weil das riecht doch nach Geld.
01:04:26: Wenn man da eine Lösung findet, dann ...
01:04:30: Aber nicht für den early adapt.
01:04:31: Nein, das ist eben kein Business Case oder der spannende oder.
01:04:35: ich glaube der Hauptgrund, warum die Bauindustrie in Ruhe gelassen wurde, die letzten zwanzig Jahre, ist, dass so im Wellersprechtung von links nach rechts wahrscheinlich das einzige Thema ist, wo ein Konsens herrscht.
01:04:49: Weil links oder sagt oder wir brauchen viel Wohnraum, Kalierwaffen, Wohnraum, günstigen Wohnraum.
01:04:57: Oder in Deutschland sollten fünfhunderttausend Wohnungen gebaut werden, also nicht reingreifen.
01:05:03: Oder Finger weg oder andere, die können bauen nicht.
01:05:07: Und auf der ganz rechten Beckschum sagst du natürlich nichts regulieren, nichts Ding, der macht wir zu richten oder ja nicht.
01:05:15: Schreibt mir ja nicht vor, wieviel Zier II das ich zu melden habe vor Dinger.
01:05:19: Und dahinter ist immer die Angst der Baukosten.
01:05:22: Also, dass du höhere Baukosten hast, die früher in den Hören mieten.
01:05:26: Oder das ist das Narrativ.
01:05:32: Ja, aber ironischerweise, weil wir überall Gasthermen eingebaut haben und der Gaspreis explodiert ist, oder?
01:05:39: Ich meine, äh
01:05:40: ... Unter anderem, ja.
01:05:43: Aber eben, du sagst ja, das Thema ist wirklich komplex, oder?
01:05:46: Und das ist auch ... Wenn wir jetzt das jetzt so ganz noch weiter hochheben, hochhiefen wollen auf so eine Strukturtheoretische Ebene, können sich so Strukturen, die an sich ja funktionieren, destruktiv funktionieren, aber irgendwie laufen, können die sich es überhaupt selber wirklich komplett neu erfinden?
01:06:03: Oder musst du was nicht immer von außen kommen?
01:06:07: Ja, es muss schon von außen kommen, aber was wir halt in der Bauindustrie auch nicht verstehen, ist am Schluss endlich, ist es ein Logistik-Game, oder du brauchst... Morgen in der Früh Bodenplatte betonieren.
01:06:21: Das heißt, du brauchst hundert Kubiker.
01:06:23: Also das heißt, irgendwo gibt es einen Betonwerk und ein Mischautor und eine Firma, die dir morgen in der Früh hundert Kubik liefern kann.
01:06:32: Oder und so funktioniert die ganze Bauindustrie.
01:06:34: Das heißt, um die Masse überhaupt zu bauen, oder brauchst du eigentlich wieder das ganze Ecosystem?
01:06:41: Und ein Ecosystem für nachhaltiges Bauen ist heute schlicht und einfach nicht da.
01:06:47: Oder du kannst solche Häuser wie hier völlig problemlos realisieren.
01:06:50: Es gibt bis genügend Material.
01:06:52: Aber in dem Moment, wo du in die Skalierung kommst, brauchst du eben das Ecosystem.
01:06:58: Und ich glaube, was der Aufgabe der Politik ist, ist, in zehn Jahren Themen zu denken.
01:07:05: Oder was braucht man in zehn Jahren?
01:07:08: Und die Stellschrauben heute zu stellen, dass wir in zehn Jahren dort ankommen.
01:07:14: Und die Konklusion ist relativ einfach, aber momentan funktioniert der Markt nicht.
01:07:20: Und dann habe ich als Politik zwei Möglichkeiten.
01:07:23: Entweder Verbot oder Steuer, oder ich bepreise es, oder Subvention.
01:07:32: Oder ich subventioniere Holzbau, ich subventioniere Hampfkalk.
01:07:37: Also unterrede ich nicht von Millionen, sondern von Milliarden.
01:07:42: Aber den Entscheid muss man mal treffen, oder?
01:07:44: Und de facto haben wir beides nicht heute.
01:07:49: Okay, also ist schon mal ein wichtiger, wichtiger Stellschrauber, eigentlich, dass es zu wenig politischen Willen gibt, wirklich das System anzufassen.
01:08:00: Das kannst du ja fast über jene debattieren.
01:08:03: Ja schon, aber
01:08:05: was wir natürlich verpassen, oder ist, dass die Gebäude besser sind?
01:08:11: Oder wir schaffen bessere Gebäude.
01:08:14: Also die Bauqualität ist besser, die Wohnqualität ist besser, du hast weniger Emissionen, du brauchst nicht mal mehr einen Lack oder einen Lämput, sondern Kalkputz muss nicht mehr mehr Diskussion drauf streichen.
01:08:28: Also es gibt so viele Vorteile, oder?
01:08:31: Aber wir verstecken uns halt immer hinter den Nachteilen, der eine Hauptnachteil ist, ist nichts skalierbar und ist teurer.
01:08:39: Was stimmt dich optimistisch für die Zukunft?
01:08:41: Nja, wenig.
01:08:45: Oder hier tauchen Leute auf ein Projekt in Zürich, zum Beispiel Filmfonen, die das einfach verinnerlicht haben und die wollen das tun.
01:08:57: Und das ist super, oder?
01:08:59: Und wenn das noch hundert machen, dann heißt auf einmal hundert OpenLiz und irgendwann stehen tausende, also du kommst dann schon irgendwann in die Thematik, aber wenn da die da Hard Facts heute anschaust du, also völlig nüchter.
01:09:17: Dann hast du weder Kapital, das im großen Stil reinfließt.
01:09:20: Du hast in keinem europäischen Land vielleicht außer Tänemark, ein bisschen Frankreich, eine wirkliche Tendenz zu dem Thema.
01:09:30: Du hast keinen einzigen Baustoffkonzern, der sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt.
01:09:37: Ich möchte keine Namen nennen.
01:09:39: Und du hast aus Nutzerperspektive auch keine Rebellion.
01:09:45: Weil du könntest ja auch als Mieter sagen, ich ziehe dich in so einem Plattenbau ein oder wo du aus dem XPS und XPS dran klebt ist und um Plastikfenster und du kannst kaum atmen.
01:09:59: Das findet ja auch nicht statt.
01:10:01: Also die Revolution vom Mieter oder die Emanzipation vom Mieter.
01:10:06: Dann sage ich, es ist ein unangenehmer Cocktail, den wir da haben.
01:10:11: Ja, das heißt einfach, weitermachen und mit Alipay example, oder?
01:10:18: Ja, ich meine, wir machen einfach weiter, oder?
01:10:20: Machen weiter, oder?
01:10:22: Machen weiter, bis es vorbei ist, oder?
01:10:24: Dann kann niemand anderes weitermachen, oder?
01:10:26: Aber ich höre jetzt da nicht mehr auf, oder?
01:10:30: Aber es wird wahrscheinlich einfach länger dauern.
01:10:33: Wir werden das Thema nicht in zehn Jahren lösen.
01:10:36: Und wo siehst du denn jetzt dein Weg?
01:10:38: Du hast jetzt in deinem Leben schon sehr viele Haken, sag ich mal, auch geschlagen.
01:10:41: Das sind verschiedene Berufe, verschiedene Professionen.
01:10:44: Wo zieht es dich jetzt hin von der Weiterentwicklung?
01:10:49: Also ich habe hier schon eine Heimat gefunden, oder?
01:10:53: Also für mich als Person rede ich nicht vom Gebäude, sondern vom Thema, oder?
01:11:00: oder ich möchte eigentlich auf dem Thema bleibt bleiben.
01:11:06: Und das Spannende ist ja am Bauen.
01:11:09: Es ist nicht immer so negativ, negativ, aber das, was wir in der ganzen Branche gemeinsam haben, ist das Erschaffen.
01:11:17: Es ist einfach jedes Mal super, wenn du ein Installateur bist, du schraubst die Armatur hin und es kommt Wasser, oder?
01:11:24: Das ist einfach... Und wir unterschätzen das oft, oder die Büro-Jobs, oder liefern es dein Powerpoint ab oder senden es nicht mehr.
01:11:31: Das ist weg.
01:11:32: Das
01:11:33: macht schon eine Unterschiede hervor.
01:11:34: Das Erschaffen, das Erbauen, das Beziehen, das ist einfach fantastisch.
01:11:42: Und Architektur ist eigentlich der schönste Job auf der Welt.
01:11:49: Es gab doch mal so einen Architekt, den Namen habe ich vergessen, der nie Urlaub, also es gibt so ein Aektor, das er nie Urlaub gemacht hat, so einen Pfürzig-Hahn.
01:11:55: Ein Amerikaner.
01:11:56: und dann hat er gefragt, warum nicht?
01:11:58: Und dann hat er auch das gesagt, was du gerade gesagt hast und hat das geschlossen mit diesem Satz, when you can build buildings, then why sit on the beach?
01:12:10: Also die Gebäude sind schon extrem relevant da.
01:12:15: Und jeder... Kennt das ja, oder?
01:12:17: Jeder hat die Erfahrung, jeder weiß, jeder wund irgendwo.
01:12:20: Ja, und du benutzt es jeden Tag, oder?
01:12:23: Ja.
01:12:24: Oder wenn du eine Nische geplant hast, wo du Ikea-Krassen nicht reinpasst, oder dann regst du dich jeden Tag auf, jeden einzelnen Tag, oder?
01:12:32: Ja.
01:12:32: Oder die Arschgeschehene, die andere...
01:12:34: Moment, es gibt auch Leute, die haben das nicht so.
01:12:37: Ich kenne das, was du hast, gingen wir genauso, aber es gibt auch Leute, die haben beispielsweise ein Laptop von two-thousand-ein.
01:12:43: Bald nicht mehr.
01:12:50: Und vielleicht auch noch, was auch ein Thema ist, ist, ich sehe das verstärkt in Deutschland, so Allgäu und Ding, oder?
01:13:01: Jeder Holzbauer erfindet wieder irgendetwas, oder?
01:13:04: Ich habe das Naturhaus und ich habe das Haus und die Wand sowieso und die Decke sowieso und so.
01:13:10: Oder wir tun uns da als Industrie im Währenddienst, oder?
01:13:14: Weil der Konsument, oder?
01:13:16: Einfach... beeinträchtigt wird.
01:13:19: Dann sagt der einer, das ist besser, mein ist besser und das geht nicht.
01:13:23: Und wir müssen einfach sehen, wir reden über zehn Prozent Machtanteil im Rediteobjektbereich.
01:13:30: Und wenn wir die sehen, die willig sind, Holzbauten zu machen, damit ... beeinflussen und sagen, aber mein Wanderfrau ist besser als der von da drüben.
01:13:41: Das ist nicht so ... nicht so super.
01:13:47: Oder und das ist natürlich auch das Faszinierende von Beton.
01:13:50: Das ist einfach Beton.
01:13:51: Kannst du in den Fünfzehn, zwanzig, fünfundzwanzig oder vierzig Zentimeter machen.
01:13:55: Das ist einfach das Beton.
01:13:57: Aber es fragt ja auch niemand, ist es ein guter Beton, den du für einen Mischwerk kriegst oder so.
01:14:03: Das Mischwerk, die fünf Kilometer weiternehmen.
01:14:14: Der Podcast auf Holz bauen ist eine Produktion der Ingenieurkammer Baden-Württemberg in Kooperation mit der Holzbeoffensive Baden-Württemberg.
01:14:22: Bei Fragen, Hinweisen oder Anregungen können Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, uns unter der Adresse podcastadaufholzbauen.de ganz einfach erreichen.
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