V-Cast: Moderner Holzbau – wo stehen wir heute? Fachdiskussion mit Andreas Hofer, Boris Peter und Jan Bulmer
Shownotes
In der heutigen Folge von „Auf Holz bauen" haben wir etwas vollkommen anderes für euch: Wir haben einige unserer liebsten Holzbauexperten zu einem Gespräch eingeladen. Gemeinsam blicken wir auf die letzten Jahre der aufregenden Entwicklung im Holzbau zurück. Wir besprechen, was war, analysieren wo wir jetzt stehen und entwerfen Leitvisionen für die Zukunft.
Dazu gibt's Anekdoten, Witziges, Nachdenkliches und jede Menge interessanter Erkenntnisse aus drei verschiedenen „Holzbau-Biografien". Und das Beste: Diesmal haben wir eine Videokamera aufgestellt und mitlaufen lassen, also jetzt schnell Video einschalten und euch selbst wie Gesprächsteilnehmer fühlen.
Viel Spaß beim Hören!
Transkript anzeigen
00:00:07: Ja schön, dass ihr alle da seid.
00:00:11: Das ist jetzt nicht unser übliches Format heute bei was wir machen.
00:00:15: Wir haben uns irgendwie vorgenommen, dass wir mal etwas Neues ausprobieren und was anderes machen möchten.
00:00:20: Und dann war auch die Idee das Format oder das Medium ein bisschen auszuloten.
00:00:26: Deswegen machen wir heute nicht
00:00:27: mit Podcast sondern auch mit Video
00:00:29: Das heißt wir haben zwei Kameras hier und wir könnten noch mal was anderes tun.
00:00:36: Zu dem, was wir anders machen könnten des unser Thema heute ist es soll so ein Rückblick und Ausblick sein.
00:00:43: Und das kam weil ich am jungen Forum Bio-Ekonomie habe ich einen kleinen Vortrag gehalten über Holzbau.
00:00:50: der war an Schülerinnen adressiert und hatte irgendwie so ein bisschen das Ziel die Intention junge Menschen für das Thema zu begeistern und ihnen auch aufzuzeigen warum das relevant ist.
00:01:00: und da hab ich den in meinem Vortakt drüber erzählt warum Holzbau so toll ist Und wie vorteilhaft es ist.
00:01:07: und die Logik ist ja so bestechend, also auch in der Herleitung mit dem Klimarelevanz des Bausektors usw.
00:01:16: Die Logik is ja so bestechend eigentlich ökologisch zu bauen, dass man jetzt zur Frage kommt warum machen wir das nicht die ganze Zeit überall?
00:01:28: Dann habe ich mich selbst gefragt und hab dann mal geguckt, aber ja gut.
00:01:34: Ich bin da auch in der Blase ein bisschen... Aber wie hat sich das jetzt eigentlich entwickelt über die letzten Jahre?
00:01:43: Also ich habe selbst im Jahr zeigend elf angefangen heulsbar zu studieren und in diese Welt ein bisschen einzutauchen Und habe mir mal angeschaut okay wir haben sich jetzt Zahlen eigentlich entwickelt.
00:01:51: und wo stehen wir heute?
00:01:55: Ich habe jetzt nicht so viele Zahlen gefunden, habe auch nicht ewig dazu recherchiert.
00:01:58: Aber das was ich jetzt gefunden hab die aktuellsten Zahlen von Holzbord Deutschland, dass wir im Wohnbau einen Anteil haben an Holzgebäuden von neununddreißig Prozent in Baden-Württemberg, was ja total ordentlich ist und es ist ja über die vergangenen zehn, fünfzehn Jahre hat sich wirklich ganz arg viel getan in eine gute Richtung wie ich finde.
00:02:22: Das hat so ein bisschen die Frage jetzt nicht beantwortet, warum wir es nicht die ganze Zeit ökologisch bauen überall.
00:02:28: Aber das hat so'n bisschen das abgemildert der Frust, der vielleicht da in die Zeit wieder aufkommen könnte und deswegen habe ich mir gedacht, dass wäre doch mal eigentlich ein entspannendes Thema gerade auch zum Jahreswechsel.
00:02:41: Wir nehmen jetzt kurz vor Weihnachten auf damit euch gemeinsam zurück zu blicken was jetzt so die letzten zehn, fünfzehn, mein Liebling auch zwanzig Jahre so passiert ist.
00:02:52: Und deswegen haben wir euch auch eingeladen.
00:02:54: Drei Menschen mit drei unterschiedlichen Perspektiven, ihr könnt euch gleich vielleicht selbst noch vorstellen.
00:02:58: aber wenn mir jemand vom Ministerium von der Holzbauoffensive, der sich tief mit der Holzbauwirtschaft auseinandersetzt und kennt den Jan, den Boris ein Bauingenieur, der tief im ökologischen nachhaltigen Bauen und in der Tragwerksbahnung insbesondere ist und Andreas Hofer von der IBA als Architekt Also ich freue mich auf das Gespräch und bin gespannt auf eure Perspektiven.
00:03:23: Und auch, ob wir irgendwo Widersprüche entdecken... ...und dann interessiert mich natürlich auch der Blick nach vorne was euch aktuell beschäftigt,... ...und was ihr so ein bisschen antizipiert für die nächsten wenigen Jahre.
00:03:39: Was vielleicht getan werden muss aus eurer Sicht.
00:03:42: Wie toll!
00:03:42: Ich glaube du kannst auch als ganz Außenstehender es bestimmt auch interessant wie du das... einordnest und wahrnehmst.
00:03:49: Weil du bist jetzt auch nicht ganz neu in der Baubrosche, aber als ist es einen ganz anderen Hintergrund.
00:03:55: Da bin ich auch gespannt ob du das nochmal anders einordnet als wir jetzt in unserer Plase und in unserer Fachsicht.
00:04:04: Genau!
00:04:05: Vielleicht fangen wir kurz mit einer Vorstellung an?
00:04:07: Ich würde bei Andreas anfangen...
00:04:17: Wirklich von Anfang meiner Karriere immer wieder mit Holz zu tun gehabt.
00:04:21: Das war das erste Haus, das wir gebaut haben noch in den achtziger Jahren damals sehr exotisch und jetzt natürlich in der IBA mit diesen Themen Nachhaltigkeit Zukunftsfähigkeit an allen Fronten beschäftigt auch.
00:04:36: Wir sind in einer sehr schwierigen bauwirtschaftlichen Zeit Mit den Widerständen die einen dann begegnen wenn man das ganze auf die Baustelle bringen will.
00:04:43: also
00:04:45: Es ist bestimmt auch interessant nochmal den Blick auf die IBA zu richten, eben in einem zeitgeschichtlichen Kontext.
00:04:50: Die IBA ist glaube ich im Jahr zehntzehn gestattet, wenn ich mich täusche?
00:04:53: In dem Siebzehn wurde der GmbH gegründet und es gab noch so einen Vorlauf, will man das überhaupt?
00:05:00: wie könnte es aussehen?
00:05:01: machte Sinn.
00:05:02: in einer sehr reichen Region war eine Riesendebatte damals auch lustig.
00:05:08: wir wurden sowas Luxusprojekt Weil IBAS häufig also auf Krisen reagieren, ein besseres Beispiel im AMSCHER Park Rohrgebiet und hier war so die leicht verrückte These können wir nicht dann wenn es uns noch gut geht.
00:05:24: Uns auch die Zukunft vorbereiten, sie haben das brandtiefen Strukturwandel genannt.
00:05:29: ich fand das immer ein bisschen wirklich lustig.
00:05:32: Und jetzt sind wir natürlich über diese acht Jahre seitlich hier bin von prämtiefen ins intensive geraten, um es mal so zu sagen und wir haben ja hundert Jahre Weißenhof.
00:05:44: Das ist unser Ausstellungsjahr auf das wir uns vorbereiten und wir versuchen jetzt möglichst viel trotz aller Widerstände an den Start und in den Bau zu bringen damit dann der Welt etwas zeigen kann.
00:05:55: Intensive Kontakte mit allem hier auch weil das Thema natürlich überall
00:06:01: auftauchten.
00:06:03: wurde
00:06:06: schon gesagt, ich bin Bauingenieur.
00:06:07: Ich habe in Stuttgart studiert mit dem im Lebenfach Architektur also schon immer.
00:06:12: die Interdisziplinarität war immer ein wichtiger Part auch deswegen weil mein Vater hat den Bauingenührbüro in Reutlingen und meine Brudersarchitektin.
00:06:23: Insofern hat das schon früh immer eine Rolle gespielt.
00:06:27: Und mein erster Holzbau war glaube ich zwei Tausend Sechs an der Ostsee einen kleinen Predsperrholzblatt darauf stützen gestellt damals noch mit Carlo Weber eins seiner letzten Projekte, die er selber noch gezeichnet hatte.
00:06:42: Genau und jetzt habe ich ein kleines Startup sage ich immer, im Jahr zwanzig Gründer C-For-Engineers mit dem Fokus auf nachhaltiges Bauen und das bringt automatisch fast schon den Fokus aus Holzbau.
00:06:58: Das macht Riesenspaß.
00:07:00: also auch das was man vielleicht nebenbei immer vergisst, also der Holzbau.
00:07:05: Für mich als Ingenieur hatte er noch mal eine andere Freude wieder auch an Baustellen vor allem gebracht die ja im Betonbaum manchmal etwas raunen Ton haben.
00:07:17: das ist im Holzbau anders da trifft man andere Menschen und hat durch die Vorfertigung natürlich auch weniger Stress auf der Baustelle wenn es alles in der Werkstatt schon passiert.
00:07:32: Ja, Jan Bullmer.
00:07:33: Ich arbeite im Ministerium für Ernährung ländlichen Raummotorbaucherschutz in der Landesforstverwaltung und bin da für die Holzbauoffensive als Koordinator tätig.
00:07:43: Seit jetzt sechsundhalb Jahren.
00:07:46: Die Hausbeo offensiver wird ja zwanzig achtzehn ins Leben gerufen.
00:07:51: Und ich habe von Hause aus Zimmermann gelernt, hab damals die Ausbildung vermutlich deswegen angefangen weil ich die Hosen so cool fand Da stehe
00:08:01: ich gut.
00:08:03: War damals wirklich großartig, ja?
00:08:08: Ich glaube das ist eine Besonderheit von Zimmerern.
00:08:12: die lieben einfach hier Material und da bin ich eben an dem Material hingeblieben.
00:08:19: Nach meiner Ausbildung habe ich dann ein Forstetag studiert, wollte da einfach noch tiefer ins Material reinkommen Und habe dann gegen Ende von meinem Forstwirtschaftsstudium festgestellt, zwischen dem was der Zimmerer als Fichtivierkant verarbeitet und was der Förster als Rundholz produziert.
00:08:36: Da ist sehr viel was ich nicht verstehe und bin dann eben noch nach Salzburg gegangen gehabt da als Technologien-Holzwirtschaft studiert.
00:08:42: Bin dann wieder so ein bisschen zurück in die Baurechtung gegangen mehr regionalen Netzwerke aufgebaut, zum Thema Bauen und Baukultur.
00:08:53: Da ging es viel um Architektenschulungen, Internetschulungen weil eigentlich schon immer klar war dass wir hier einen sehr verwurzelten Baustoff haben und das wir aber so ein bisschen vergessen haben in der Planung und in der Architektor.
00:09:07: wie geht man richtig damit um?
00:09:09: Und das begleitet mich eigentlich jetzt seit meiner ganzen Karriere.
00:09:13: Deswegen haben wir auch die Architektenkammer und der Ingenieurkammer, die Bildungsoffensive ins Leben gerufen um einfach diese Planungskultur, diese besondere Planung Skulptur und Baukultur, die das Material einfach von der Struktur und von den Materialeigenschaften her gibt, die eben zu vermitteln.
00:09:32: Jetzt über die letzten acht Jahre hat sie natürlich extrem viel entwickelt.
00:09:38: Es war ein spannender Achtjahre, hat sehr viel Spaß gemacht.
00:09:40: Wir haben viel bewegt und jetzt bin ich froh heute hier zu sein und da auch noch mal ein bisschen eine Deep Dive zu geben.
00:09:49: Auch mit einem anderen Blick ja wie gesagt, ich bin ein Förster eigentlich ausgewöhneter.
00:09:56: Und Holz ist dann natürlich nochmal besonders weil es eben keine Kiesgrub ist.
00:10:01: also Holz wird nicht abgebaut sondern Holz wird bewirtschaftet.
00:10:04: Wälder werden gemanagt Das heißt, die Strukturen im Hintergrund laufen ein bisschen anders als bei anderen Rohstoffen.
00:10:15: Andreas, du weißt jetzt die am weitesten zurückliegende Zahl genannt mit den Achtzigonn?
00:10:21: Warum habt ihr den Aachzigon schon mit Holz gebaut?
00:10:23: und wie habt ihr damals gebaut?
00:10:26: Das war wirklich der Einfluss von Vorarlberg, was die da gemacht haben in dieser Mischung auch von sozialem Denken.
00:10:35: Von gemeinschaftlichem Bauern – das waren so diese Pionierzeiten damals.
00:10:41: Das hat uns beeinflusst an der ETH.
00:10:43: Wir sind auch hingefahren und haben uns das angeschaut.
00:10:46: Und so eine frühe Nachhaltigkeitsgedanken.
00:10:50: Also auch was die in den USA gemacht haben, die Charles Moore... Da gab es so eine Bewegung aus der hippie Generation vermutlich Die sich neu mit wohnen Bauern selbstbau auseinander gesetzt haben und das schien mir irgendwie passend.
00:11:10: Das wurde dann so in meiner Karriere skaliert.
00:11:13: also wir haben wirklich relativ klein begonnen relativ exotisch.
00:11:16: Und über diese ganzen, wir haben vorher darüber gesprochen.
00:11:20: Diese Krisenhaftigkeit die wir in der Deindustrialisierung in der Schweiz erlebt haben sehr hart.
00:11:26: auch als junger Architekt wurde das dann so zu einer Bewegung, die im genossenschaftlichen ihren Ausdruck gefunden hat mit sehr großen Projekten, die ich leiten durfte wo Holz häufig ein Thema war Und das war natürlich dann auch der Grund, weshalb ich hier bei der IBA gelandet bin.
00:11:46: Also diese permanente Auseinandersetzung mit relativ großen Projekten die aber einen sehr ambitionierten sozialen und technologischen Anspruch hatten.
00:11:57: Und du hast es eigentlich über deine Berufsaufwand aus, glaube ich, die Entwicklung von modernen Holzbordern ganz nah begleiten können oder?
00:12:06: Wie hast Du das wahrgenommen?
00:12:09: Meine Beobachtung oder meine Zeitrechnungen, von modernen Holzbau fängt es irgendwie mit der Ende der Neunziger an.
00:12:16: Mit der Entwicklung von Brettsperrholz und so weiter was das alles ausgelöst hat.
00:12:20: Wie hast du das wahrgenommen?
00:12:21: Es gab in der Schweizer Architektur natürlich auch schon ältere Traditionen also die Moderne zum Beispiel.
00:12:28: Die hatte sich auch schon mit Holzbauer auseinandergesetzt gerade in der Schweiz sehr schöne filigrane Bauten, dann ist das in der Hochkonjunktur und nach dem Zweiten Weltkrieg war das kein Thema mehr.
00:12:41: Dann kam diese Welle aus Vorarlberg Nachhaltigkeitsthematik Und dann diese Skalierung.
00:12:50: Also die Frage, wie hoch kann ich?
00:12:52: Wie groß darf ich?
00:12:55: Total lustig!
00:12:56: Das letzte große Projekt, das sich in Zürich begleiten durfte mehr auswohnen – das war so der erste fünfgeschossige reine Holzbau in der Schweiz, den wir da noch mit Sondergenehmigungen machten.
00:13:10: Das ist zehn Jahre her.
00:13:11: Heute stecken wir schon an einem völlig anderen Punkt und ... Ich frage mich jetzt, das hat vielleicht auch etwas mit Erfahrung und Alter zu tun.
00:13:22: Ob dieses größer höher weiter wirklich der Weg ist oder ob wir da nicht teilweise... Ist natürlich spannend!
00:13:32: Auch kann ich den Nachhaltigkeitsstandard noch mal weitertreiben?
00:13:36: Haben wir dann nicht vielleicht...?
00:13:40: Die Masse verloren, die Leute mitzunehmen.
00:13:43: So muss man sagen.
00:13:45: Der Gap zwischen was wir können und wissen und tun ist dramatisch.
00:13:53: Gerade in der jetzigen Zeit, wo wir hier mit großen Projekten in die Baustelle gehen ... stellen wir fest, dass an vielen Orten man eingenickt.
00:14:04: ganz am Schluss nachdem wahnsinnig viel gearbeitet und detailliert und gezahlt nicht wurde kommt halt der Massivbauer daher und sagt ich mach's zwanzig Prozent günstiger.
00:14:16: Und dann knicken die ein.
00:14:17: also das ist schon eine dramatische Erfahrung die wir im Moment um vielen Stellen machen.
00:14:21: Da kann
00:14:24: vielleicht noch mal hingehen Boris, du hast die zweit entfernteste Zahl genannt.
00:14:31: Wie war das für dich plötzlich mit Holz zu bauen dann als du angefangen hast?
00:14:36: War es schon damals so für dich furchtbar anders oder...
00:14:40: Das erste Projekt war noch nicht so furchтbar anders außer dass jetzt eine kreuzweisverleimte Brettsperrungsplatte war wo man ein bisschen anders übers Material als bei einer Betonplatte drüber nachdenken muss und auch die Zweiaxigkeit eben nicht ganz so leicht zu erzielen ist.
00:14:56: Ich glaube der wesentliche Unterschied kam ein bisschen später, vielleicht drei vier Jahre später wo wir in einer anderen Größe dann die Holzbauprojekte schon geplant haben.
00:15:06: und ehrlich gesagt das was der Andreas gerade sagte kann ich absolut bestätigen.
00:15:12: Ich habe es so erlebt dass man plant den Holz und dann waren oft in dem Team relativ wenige manchmal nur einer der Holzbau erfahren war und dann hat man das relativ weit geplant Mit vielen, meiner Meinung nach auch Anforderungen konfrontiert die in anderen Materialien so nicht gestellt werden.
00:15:34: Also beispielsweise Fugendicht zu bauen im Starbeton-Fertigteilbau spielt das keine Rolle, fragt dich keiner danach.
00:15:42: im Holzbau muss man das ja nachweisen sogar und auch sehr aufwendig betreiben.
00:15:47: Und ich glaube der Schlüssel oder in der Zeit, wo man dann eben noch diese Teams die etwas unerfahren waren.
00:15:55: Die Regelungen auch noch nicht ganz so klar waren da hat sich das oft umgekehrt.
00:16:00: was Andreas sagte dass man doch ein Starbetonbau machen musste am Ende ich sage auch musste weil wenn es auch als musste empfunden hat wirklich mal wollte das andere umsetzen und der große Turnaround kam für mich ganz klar als Baden-Württemberg entschieden hat, wir wollen in Holzbauen und werden wenn möglich jedes Gebäude von uns in Holz bauen.
00:16:24: Das war ein Turnaround, weil damit klar war Wir können und wir wollen das.
00:16:30: es wurde in der Landesbauordnung dann auch entsprechend umgesetzt bis in die Gebäudeklasse V was schon für Deutschland aber ich glaube ja auch für Österreich die Schweiz noch mal einen Schritt war dass man sagt wir machen das Und dadurch ist eigentlich in der Szene Architekten vor allem, die haben gesagt, sie haben das sehr dankend aufgenommen und haben das auch mit viel Unterstützung aus der Holzbauindustrie.
00:16:59: Die ja auch sehr gut beraten immer noch sehr gut brät eigentlich in jedem Projekt dann immer mehr und mehr hinbekommen.
00:17:08: Heute ist es bei mir so dass wir eigentlich jedes Projekt durch bekommen wenn der Wille auch da ist, das hinzubekommen.
00:17:18: Ich sage das deswegen weil manchmal es ist auf den vornherein der Willi gar nicht so wirklich da sondern wir untersuchen das.
00:17:26: aber eigentlich wollen wir uns nicht unbedingt oder nur wenns alles gleichwertig gut ist.
00:17:31: und ich finde einen anderen Punkt Andreas sagte höher weiter schneller ist für mich auch die Frage ehrlich gesagt ob das in der heutigen Zeit überhaupt noch die Rolle spielen darf?
00:17:41: Ob wir wirklich immer diese superlative suchen müssen also Beispiel Spannweite.
00:17:47: Also früher haben wir irgendwie Spannarbeiten nach den Autos, drei Stellplätze im Keller war acht Meter zehn im Bürogebäude entwickelt und eigentlich total irrsinnig weil keiner in seinem Bürogebäude, in seinem Wohngebäud diese Spanweiten braucht.
00:18:03: man hat dann zwischendurch noch größere Spanneiten gebaut bei meinem Starbetonbau mit Vorspannung oder mit anderen Technischen Methoden noch weiterbauen konnte, aber eigentlich hat man den Blick auf den Nutzen verloren.
00:18:18: Man hat einen Blick auf das was wir eigentlich brauchen und wie wir mit einer gewissen Bescheidenheit auch Materialien verwenden.
00:18:25: ich glaube dass wegen ist dieses Höhe weiterschneller.
00:18:28: Das kommt für mich so ein bisschen weil ich da in meiner Anfangs- meiner Berufslaufbahn viel große Spannweiten gemacht habe viel Stahlglaskonstruktion gemacht habe Da war es ja Vielleicht auch so ein bisschen aus diesem technoiden Architektur Gedanken dann mit Foster und meinem Lehrer Jörg Schleich auch heraus, da hatte das auch seine Berechtigung.
00:18:49: Aber man hat dann versucht die große Spannweiter effizienter zu machen indem man krümmt, indem man Materialien optimiert.
00:18:56: aber aus meiner Sicht ruft eigentlich die Zeit nach der Bescheidenheit nach einem zurückgehen zu dem was wir auch schon mal davor haben Fachwerkhäuser beispielsweise wo man sehr viel für den Holzbau ableiten kann, zumindest die in der Region noch stehen.
00:19:13: Weil die schlechten sind ja verschwunden eigentlich, weil sie halt dann nicht überlebt haben.
00:19:18: aber ich denke da kann man sehr viele ableiten und ich sehe auch oder habe große Freude an dem Zurückschauen und auch ein bisschen zu sich zu besinnen was brauchen wir?
00:19:30: wie bauen wir?
00:19:32: Wie wollen wir Nachhaltigkeit oder ökologisches Bauen verstehen.
00:19:38: Was heißt kreislauffähig zu denken?
00:19:41: Weil ich denke auch manchmal aus den siebziger, achtiere Jahren manche Materialien will ich im Kreislaufer und nicht mehr haben.
00:19:48: also eigentlich müssen wir ja auch aussortieren.
00:19:50: Wir müssen daran denken dass die Materialien, die wir verbauen so gut sind das wir es ja auch haben wollen.
00:19:56: später Ja und das war in meiner Entwicklung des Holzbaus kam ob das genau der Punkt ist.
00:20:05: Strategie in Baden-Württemberg war, weiß ich nicht.
00:20:08: Aber so ungefähr und das hat wirklich einen... Für mich war es ein Beschleuniger und plötzlich waren viel mehr Türen offen.
00:20:14: Ein kleines Plädoyer für staatliche Anreize hält sich gerade im Brot?
00:20:18: Ja absolut!
00:20:20: Also ich glaube vor allem in Wandelzeiten brauchen wir mehr Anreiz.
00:20:24: Wir brauchen jetzt nicht klar du machst es nur so, ne?
00:20:28: Das ist sicherlich falsch.
00:20:29: der Markt kann sehr gut das auch austarieren.
00:20:33: Aber die Anreize und auch das ein Stück weit den Fallen, den Willen zu formulieren.
00:20:40: Die Kultur ist so ein bisschen aktiv zu fahren?
00:20:42: Das ist es gleiche wie mit Recyclingbeton in Baden-Württemberg als die Landesregierung gesagt hat wir machen das jetzt.
00:20:50: Das war ja schon bekannt aus der Schweiz seit keine Ahnung, zwanzig, dreißig Jahren technisch absolut klar.
00:20:58: Und aber dann kam diese Entscheidung plötzlich ist der Preis gesunken.
00:21:02: Und das war immer das Hindernis, der Preis war zu hoch.
00:21:05: Warum ist er gesunken?
00:21:06: Weil ein Betonwerk die Bruchstücke den Abbruch des Abruchmaterial jetzt auf seinem Hof gelegt hat und es verfügbar war.
00:21:16: Davor hätte man sich irgendwo besorgen müssen einkaufen müssen.
00:21:20: So ist ein ganz benahler Mechanismus da entsteht einen Markt.
00:21:24: ich als Regierung sage Ich schaffe diesen
00:21:27: Markt
00:21:28: und der Markt reagiert darauf und ich glaube diese Impulse sind Besonders in Baden-Württemberg sehr hilfreich.
00:21:36: Jan, willst du eine Gegenrede halten gegen staatliche Förderung?
00:21:39: Vielleicht ein kurzer Eingriff da, apropos staatliche Förderungen.
00:21:43: Da
00:21:45: muss ich immer an anders Gremium oder eine andere Gruppe denken, in der ich manchmal war beim Strategiedialog.
00:21:53: Darum ging es auch immer darum was kann man denn noch machen um das... bauen, zu fördern hochzuskalieren und so weiter.
00:21:59: Und dann hat man auch immer ganz schnell der Start muss, der start muss, den Start muss.
00:22:03: Das ist ja eine einfache Antwort auch oder hier es muss Förderungen geben, Förderung in Förderungs- und das ist eine einfachere Antwort.
00:22:10: Dann muss einfach Geld irgendwo reinschmeißen, dann wird es schon.
00:22:14: Jan deswegen jetzt...
00:22:16: Aber es geht eigentlich nicht um Geld?
00:22:18: Ja genau.
00:22:19: Es geht auf die Wildensfrage, ne?
00:22:20: Ja, das zum einen aber zum anderen.
00:22:23: vielleicht kannst du jetzt ist jetzt ein guter Zeitpunkt die Holzbeoffensive zu erklären, weil in meiner Wahrnehmung ist sie eben nicht einfach die ganze Zeit Geld wo reinschmeißen sondern eher mit überschaubarem Mittel möglichst viel zu erreichen.
00:22:39: Aber genau vielleicht kannst du mal durchführen wie es die Holzbau-Affensive entstanden und was ist da die letzten Jahre passiert?
00:22:46: Und wuscht die Holzbauer Offensive heute?
00:22:49: Also ich möchte noch auf zwei Aspekte eingehen.
00:22:52: das erste ist etwas meine ganz persönlichen Erfahrungen raus wie ich damals in meiner Ausbildung angefangen habe Holzbau zu betreiben, mit welchen Materialien.
00:23:02: Also ich kann mich noch erinnern dass ich damals als Lehrling klatscht Nasse vom regionalen Seegewerk gesegtes Listen-Bauholz auf die Baustelle geschleppt hab und als Fischbfette eingebaut hat.
00:23:17: Und wir selber noch abgebunden haben.
00:23:19: Also bei uns auf dem Hof, eine kleine Zimmerreihe mit vier Leuten.
00:23:24: Das haben wir alle selber gemacht ja.
00:23:27: Heute ist das wirklich nicht der Ausnahmefall dass man selbst was abbindet also meistens noch kleine Carports oder sonst irgendwie klatschen, dass es Holz einbauen gibt's nicht mehr.
00:23:38: Ist alles KVH standardisiert, Brettschwerholz und so die Entwicklung und wie sich der Markt für die Produkte geändert hat in einer dramatisch kurzen Zeit.
00:23:52: Ich bin es nicht so alt, ich habe schon noch ein paar Falten aber wenn ich an meine Lehrzeit vor fünf und zwanzig Jahren zurückdenke.
00:24:00: ja das waren ganz andere Materialien, andere Prozesse und also da hat sich wahnsinnig viel getan, Fügetechnologie, Schrauben, Leiben und und und ja ist eine ganz andere Welt als vor fünfundzwanzig Jahre.
00:24:11: Also das ist vielleicht das eine, also das hat auch viel Potenzial geöffnet für größere Projekte.
00:24:17: Noch ein Wort zu den größeren Projekten.
00:24:20: Also ich glaube nicht, dass höher schneller weiter die Lösung sein wird für die nächsten Sechzig Jahre also das wir jetzt die nächsten sechzig jahre in holz so weitermachen wie wir die letzten sechszig Jahre konventionell gebaut haben.
00:24:33: Ich glaube nicht ,dass es funktioniert allein schon weil wir eine andere Baukultur brauchen.
00:24:38: also ich glaube da müssen wir gesellschaftlichen Sprung hinkriegen und diese Baukultur, die Art und Weise wie wir Gebäude behandeln müssen, wir ändern.
00:24:49: Da ist Holzen wahnsinnig gutes Material was da dazu passt.
00:24:52: aber in der Rückschau jetzt über die letzten fünfzehn Jahre und ich denke wir brauchen auch die kommenden Jahre noch mehr brauchen wir schon Leuchttürme die zeigen was wir mit dem Material anstellen können weil es nach wie vor extrem viele Vorbehalte gibt.
00:25:08: Also wenn wir einfach Leuchttürme zeigen können mit großen Spannenweiten, mit einer superguten Ästhetik auch mit vielen Geschossen.
00:25:17: Auch in Hybrid-Bauform können wir sehr viele Vorbehalte wegnehmen und ich glaube da haben wir im Baden-Württemberg mit unserem Förderprogramm, weil du vorher gesagt hast der effiziente Einsatz unserer Mittel ist überschaubar.
00:25:31: Wir haben keine hunderte Millionen das haben wir nicht im Topf drin Und wir versuchen das effizient einzusetzen und durch die Leuchtturmförderung haben wir die Grenzen des Machbaren in den letzten Jahren schon immer wieder verschoben.
00:25:41: Also wenn ich überlege, Descaio damals es war das erste Holzhochhaus in Deutschland was wir gefördert haben mit zehn Geschossen aktuell reden wie über vierundzwanzig Geschosse.
00:25:52: also da gab's schon Sprünge und das zeigt wie gesagt was das Material fähig ist.
00:25:58: aber jetzt ... hunderte Hochhäuser zu bauen mit... Ja, um es
00:26:04: kurz einzuordnen jetzt.
00:26:05: In der Zeit zu ist im Jahr zwei Tausend Sechs und Zwei Tausendszehn oder sowas da waren vielleicht mal fünf, sechs Geschosse außergewöhnlich.
00:26:11: Das ist ja also das.
00:26:12: ich glaube diese Geschossigkeit zeigt den Wandel vom modernen Holzbau in den letzten Jahren, glaub' ich ganz exemplarisch, der so in Zentral-Europa passiert ist.
00:26:20: Es sind vierundzwanzig Geschosse, da.
00:26:23: ich glaube jetzt ist es in Mannheim oder so was, aber dann klar zur Ruhe
00:26:28: Genau, Karlsruhe.
00:26:29: Das Landratsamt das Neue mit einem Invest von vierhundertzwanzig Millionen Holzebritbauweise hat zehn Jahren undenkbar.
00:26:35: also da hat sich schon extrem viel getan und da braucht man natürlich einmal das Wissen im Hintergrund wie vorher auch schon erwähnt.
00:26:42: ja wir brauchen die Leute das umsetzen wollen und wir setzen mit unserer Förderung ganz gezielt an Reize.
00:26:49: Und was wir eben die letzten Jahre immer wieder festgestellt haben ist dass die Planungen eigentlich oder die Planungskultur, wie ich es vorher beschrieben habe.
00:26:58: So ein bisschen der Hemmschuh ist ja.
00:27:00: Also viele Projekte werden auch dann unwirtschaftlich wenn man den Holzbau nicht versteht konventionell plant und nachher denkt dich werft jetzt einfach mal auf Holz um.
00:27:09: das funktioniert nicht in der Planung.
00:27:11: Skulptur nicht kann so viel besser beantworten als ich.
00:27:16: Und jetzt vielleicht kurz zum Hintergrund.
00:27:18: noch zur Holzbauer.
00:27:19: Offensive.
00:27:19: also wir haben im Baden-Württemberg Das Glück, dass wir quasi schon im Jahr two-tausend acht angefangen haben hier uns Gedanken zu machen.
00:27:32: Wie können wir dieses wichtige Cluster Forst und Holz unterstützen?
00:27:37: Also Baden-Württemberg hat ja immer schon Strukturpolitik gemacht.
00:27:41: Im Gegensatz zu anderen Bundesländern.
00:27:42: Die haben das in der Form nicht gemacht.
00:27:46: Und es war immer klar, dass dieses Cluster forst und holz ein wichtiger Teil dieses Landes ist und deswegen strukturell unterstützt werden muss.
00:27:55: Und im Jahr zwei Tausendneuen haben wir dann angefangen, hier eine Klasterstrategie zu machen.
00:28:02: Haben ein Cluster Manager eingesetzt.
00:28:03: und um diese Branche engen aneinanderzuführen weil wir natürlich immer abhängig sind von diesen Rohstoffflüssen Wir haben immer den Wald, der den Rohstoff liefert.
00:28:14: Wir haben eine sehr regionale Verarbeitung.
00:28:16: Wir habe regionale Unternehmen.
00:28:20: Das heißt, das war schon immer klar.
00:28:23: Wenn wir sozusagen den Holzbau auch unterstützen müssen, müssen wir die Wertschöpfungskette unterstützen und dadurch haben wir jetzt eine sehr breite Basis mit sehr gut vernetzten Unternehmen, die sehr innovativ sind und da konnten wir eben auch mit wenig Mitteln relativ viel erreichen.
00:28:39: Es ist auch eine sehr innovative Branche wie ich vorhin gesagt habe.
00:28:42: ja was das Material angeht.
00:28:44: Das heißt sich jeder auch für die Zukunft extrem viel Potenzial dass wir da mit wenig Mitteln relativ viel erreichen können.
00:28:52: Und die Holzbeoffensive ist dann, aus dieser Klasssinnitiative, mit entstanden.
00:29:00: Unser Ministerpräsident hat uns damals den Auftrag gegeben ein Konzept für die Holzbeeoffensive zu schreiben das mit in anderen Häusern abzustimmen die involviert sind.
00:29:11: Also alle Baurelevanten Ressorts sind involvirt bei uns, aktuell acht Stück an der Zahl wo wir uns auch interministrierell immer wieder austauschen.
00:29:18: was ist das strategische Programm der Holzveroffensive angeht und es hat so gut funktioniert weil wir eben diese Basis hatten.
00:29:28: und dann dieses breite Commitment von ganz oben von der Politik.
00:29:32: Wir wollen eine Transformation des Bausektors und der Holzbau ist ein ganz wichtiger Punkt davon.
00:29:38: Und da darauf aufbauen, haben wir jetzt die letzten Jahre gearbeitet.
00:29:42: Aber wenn man es natürlich nochmal in das Jahr zwanzig achtzehn zurückschaut... Ich erinnere mich noch wie damals Fridays for Future zu hunderttausenden durch Stuttgart gezogen sind und für den Klimaschutz demonstriert haben.
00:29:57: Gefühlt
00:29:57: sehr lange her!
00:29:58: So lang ist es noch nicht her?
00:30:00: Ja und alle bar verstaunt waren, wie viele junge Menschen sich da auch einmal von dem Klimaschutz einsetzen war natürlich politisch eine ganz andere Welt Ganz anderer Drive für den Klimaschutz.
00:30:10: Dann kam Corona, das ist alles abgeäppt und es war natürlich für uns auch schwierig.
00:30:18: dann wie ordnen wir die Holzbeoffensive ein?
00:30:21: Und wie machen wir weiter?
00:30:23: Wir hatten aber auch da das Glück sehr gute Partner hatten, strategische Partner mit denen wir dann zusammenarbeiten konnten.
00:30:31: Unter anderem eben Architektenkammer, Ingenieurkammer wo wir dann Dinge initiiert haben.
00:30:35: und das war auch schon immer das Ziel die Mittel möglichst effizient und gut einzusetzen.
00:30:39: und es heißt ein Verständnis für den Holzbau und Verständniss für die Transformation der Baukultur und die Klimarelevanz des Bausektors zu vermitteln.
00:30:49: und damit kriegen wir natürlich langfristig auch sagen mal einen kulturellen Wandel hin ... in der Bau- und Planekultur.
00:30:56: Also das war schon immer der Hintergrund.
00:30:58: Ja, jetzt ist die Heusbauer Offensive in meiner Wahl nämlich sehr omnipräsent... ...in Baden-Württemberg.
00:31:03: Vielleicht kannst du uns noch kurz sagen was ihr alles macht?
00:31:06: Und auch vielleicht ist es auch mal ein guter Moment zu sagen wie groß eigentlich euer Team ist.
00:31:14: Wir sind aktuell zu siebt und wir decken einen relativ breites Portfolio ab.
00:31:24: Also wir haben auf der einen Seite eben diese Bildungsschiene, wo wir informieren.
00:31:28: Was ganz wichtig ist, da unterstützen wir die akademische Lehre zum Beispiel also mit sechs Professuren eingerichtet an fünf unterschiedlichen Hochschulen im Land zu unterschiedlichen Themen Digitalisierung und Robotik in einer Verarbeitung.
00:31:42: Wir haben Kaislerfähigkeit im Baum Und die andere Themen Tragwerksplanung und so weiter, die wir abdecken über die akademische Lehre.
00:31:50: Also da haben wir sozusagen unterstützen wie die Ausbildung der künftigen Architekten, Ingenieure- und Fachplanerinnen, Fachplanern.
00:32:00: was das Bauen mit Holz angeht dann haben wir eine große Förderlinie Richtung Forschungen wo es zum Beispiel um das Thema Hybrides bauen geht bauen mit Laubholz.
00:32:10: Es ist ein wichtiges Thema, wenn wir einen Blick in den Wald werfen können wir vielleicht nachher auch nochmal kurz machen um da zu verstehen wie die Prozesse laufen weil das müssen wir immer mitdenken und wollen wir auch mit denken.
00:32:23: dann haben wir natürlich die konkrete Leuchtturmförderung wo wir Bauten unterstützen in der Baucostengruppe siebenhundert.
00:32:30: Wir bieten Fachberatungen an also für Kommunengemeinden.
00:32:34: wir machen viele Infoschriften eine Infoschrift zu Wettbewerben im Holzbau rausgebracht, was da darum geht.
00:32:41: Wie kann ich denn den Holzbau in Wett bewerben richtig implementieren?
00:32:46: Dass nachher auch das rauskommt, was ich mir wünsche.
00:32:48: Solche Schriften machen wir viel gegen einen Holzbaupreis.
00:32:52: Wir machen Veranstaltungen, Exkursionen also wirklich ein sehr breites Portfolio über ganz viele Bereiche die wir abdenken um einmal zu informieren und gleichzeitig die ganze Machtbahn zu verschieben Und natürlich auch, was jetzt die Baugesetzgebung angeht oder sowas.
00:33:11: Wir arbeiten mit den anderen Ressorts zusammen, geben da unsere Impulse rein und machen da auch wissenschaftliche Studien dazu.
00:33:16: Also wirklich auf ganz vielen Ebenen arbeiten wir da um den Holzbau insgesamt stärker zu unterstützen und zu implementieren.
00:33:24: Stört dich das eigentlich an, dass Holzbau in der öffentlichen Wahrnehmung eher immer noch so als eine... Öko-Art zu bauen als Holz, damit das Gebäude irgendwie Öko wird.
00:33:36: Also steigt es, dass es zu wenigstens eigenständige Baukultur wahrgenommen wird die einfach anders ist und nicht nur reserviert ist auf irgendwas mit Grünen?
00:33:49: Was heißt stört mich.
00:33:50: also ich glaube grundsätzlich wird der Holzbau als sehr positiv wahrgenommen Egal ob wir jetzt in ein Holzgebäude reingehen, wo drinnen eine schöne Holzverteflung drin ist oder so was.
00:34:04: Also man hält sich da gerne einen Räum auf.
00:34:06: Oder wenn ich dann auch die Leute sehe ... In meiner Heimatstadt in Esslingen, ja?
00:34:10: Wenn sie durch die Innenstadt laufen und die großen Fachwerkhäuser sehen, dann stehen die alle davor und wollen Bilder mitmachen.
00:34:18: Ich glaube, da so ein bisschen fehlt es die Verknüpfung, dass das auch modern sein
00:34:23: kann.".
00:34:23: Und das ist nicht nur diese Fachwerkhäuser sind, sondern dass wir eben sehr moderne Gebäude bauen können mittlerweile mit einer sehr hohen Qualität.
00:34:37: Also Stören tut es mich in dem Sinne nicht.
00:34:38: Ich glaube, es ist oftmals einfach Unwissen und wenn man die Leute dann mit den Leuten spricht ja und den Leuten auch zeigt was wir können, dann sind sie relativ schnell überzeugt, dass es etwas Gutes ist.
00:34:53: von dem er in die Stirn tut es mich nicht mehr.
00:34:55: Das finde ich
00:34:56: das erstaunlich manchmal, also ich habe eine Zeit lang Holzburg Grundlagen im Architekturstudiengang unterrichtet und hab die Studis immer gebeten zur ersten Vollesung ein Bild mitzubringen was Holzburg für sie bedeutet.
00:35:09: Die überwältigende Mehrheit der Studis hat mir Bilder von Alpine Blockkütteln mitgebracht.
00:35:17: Ja aber schön sind!
00:35:19: Wo ich auch gerne zu Skifahren hinfahren würde ja... Aber ist natürlich unter aktuellem Holzbau zu verstehen.
00:35:27: Andreas, die IBA?
00:35:29: Was hat sich da jetzt so verändert in den letzten Jahren?
00:35:31: und dann lasse ich euch mit der Vergangenheit in Ruhe.
00:35:33: okay aber ich finde das gerade diese beiden Bewegungen die Holzbaufensive und iBA können glaube ich schon ein bisschen so exemplarisch.
00:35:41: oder anhand eurer Geschichte kann man so ein bisschen nachvollziehen was die letzten Jahrzehnte die Baubrosche bewegt hat und wie fundamental sie es jetzt auch verändert hat.
00:35:49: die letzten Jahre.
00:35:51: weil Gut, jetzt haben wir seit Ende der Neunziger früh in zwei Tausendahm den Holzbauder explodiert.
00:35:57: Mit Produkten mit dem Gebäuden und so was.
00:36:01: Spätestens Mitte des letzten Jahrzehnts, seitdem geht ja fast alles!
00:36:06: Und in dem Moment sind eben diese beiden Bewegungen hervorgegangen.
00:36:12: IBA ist vielleicht ähnlich wie die Holzbauoffensive.
00:36:15: Das ist dieses kleine Plus, das dich dazu zwingt, dir Fragen zu stellen, die man... Wir haben es immer so gemacht, die aus diesem Modus rausholen und das haben wir natürlich sehr stark gemerkt also die Projektpartner, Kommunen, Projektentwickler Unternehmungen Die überlegen sich dann einfach, was macht denn mein Haus besonders?
00:36:42: Dass es iberwürdig ist.
00:36:44: Wir haben da relativ offen ... unsere Standards gesetzt.
00:36:49: Also niemals im Sinn einer Zertifizierung, sondern eher im Sinne von was macht heute Sinn?
00:36:55: In welche Richtung sollen wir gehen?
00:36:58: Wo versuchen wir vielleicht auch mal exemplarisch etwas, was wir bis jetzt noch nicht gemacht haben und dieses kleine Nudging dieser kleinen Anreize?
00:37:09: Wir sind ja auch nicht investiv unterwegs also wir finanzieren diese.
00:37:15: Wenn es dann richtig Experimente wird, haben wir ein kleines Budget.
00:37:19: Aber das ist eigentlich nicht der entscheidende Punkt.
00:37:23: Der hat die Leute an ganz vielen Stellen dazu gebraucht... sich teilweise auch fachlich zu verstärken.
00:37:31: Wir haben an vielen Orten Sofortstudien bezüglich CO₂-Neutralität.
00:37:38: geht das überhaupt, kriegen wir diese Nullenergiegebäude hin?
00:37:43: und da ist es dann schon häufig eingespurt Richtung ja Holz wäre eine Variante.
00:37:50: also bei der überwiegenden Anzahl der IBA Projekte sind wir so gestartet Und dann kommen diese Prozessfragen.
00:37:57: Es wurde vorher gesagt, man plant konventionell und will es auf Holz wechseln – das geht schlecht!
00:38:03: Das Umgekehrte geht aber fast noch schlechter.
00:38:07: Wir wollen in Holz planen.
00:38:08: Was bedeutet das?
00:38:10: Auf der Honorare muss ich wahnsinnig viele Detail-Fragen in einer sehr frühen Phase klären.
00:38:16: Es ist überhaupt nicht ein standardisierter Prozess wie ich die ausführenden Firmen dazu nehme.
00:38:25: habe ich selber schon, oder?
00:38:26: Also du zeigst nicht mal den Holzbau so wie du dir das als Architekt vorstellst.
00:38:30: Dann kommt der Regenieur, der Tragwerksplaner dazu, dass er eigentlich würde es ganz anders machen.
00:38:36: also mache man nochmal von vorne und dann verschreibst du das Ding aus und dann kommt die Ausführung in die Firma und sagt Das ist schön was ihr euch überlegt habt Passt jetzt gerade nicht in meine Abundhalle oder wie ich es machen würde.
00:38:50: und dann fängst du noch mal von vorne an.
00:38:52: Und auf dieser Strecke verlieren wir natürlich die Qualität und das Potenzial, dass der Holzbau – ich sage jetzt einmal auf der ökonomischen industriellen Ebene hätte.
00:39:05: Ich sage gerne, Holzbau wäre eigentlich intern serielles Bauen.
00:39:10: Wenn wir aber natürlich jedes Gebäude als Prototyp für das serielle Bauern entwickeln und dann passiert das was wir aus der Autoindustrie kennen also das erste Mockup kostet dann halt vielleicht eine Milliarde bei VE und so geht es uns ein bisschen beim Holzbau.
00:39:26: Also schwierige ganz schwierige Prozessfrage und natürlich auch eine schwierige Industrie.
00:39:32: Frage werden am Ende Die paar großen Firmen, die es im Moment gibt und in den Startlöchern stehen?
00:39:39: werden sie im Sinne eines... Vielleicht vergleichbar mit den Sechziger-Siebzigerjahren eines industriellen Großbaus, dem Markt von hinten aufrollen.
00:39:51: Was auf der einen Seite ja gar nicht so schlecht wäre, weil das wär vermutlich die einzige Chance unserer Wohnungs und unser auch Nachhaltigkeitsproblem in den Griff zu bekommen.
00:40:00: Auf der anderen Seite stellen sich da natürlich wirtschaftliche und baukulturelle Fragen, die ich überhaupt noch nicht überblicken kann.
00:40:06: Ja eins würde ich gerne bestätigen in meiner... doch immer wieder Kontakt zur IBA und verschiedene Projekte, die wir umgesetzt haben.
00:40:13: Aber auch jetzt planen ist das vielleicht auch der Schlüssel dieses Nichts zurückgehen und dann doch wieder konventionell werden?
00:40:21: Weil es ist ein IBA-Projekt und wir wollen das auch bleiben.
00:40:26: Ich glaube, dass ist schon wieder ein Impuls.
00:40:29: Also es ist weder
00:40:30: diese Auerung
00:40:31: sondern diese Impulse, die man braucht für die Projekten, um sozusagen diesen kleinen Schritt über die Schwelle
00:40:36: auszuschaffen Entscheidenden sagen, ich will jetzt.
00:40:42: Ja genau und das ist dieses Willen diesen Willen zu vielleicht auch zu fördern.
00:40:49: dafür braucht es
00:40:52: diese... Das ist leicht kompetitiv und wir sehen es ja jetzt, wenn man's dann schafft gegen alle Widerstände.
00:40:57: Dann ist man natürlich richtig stolz und das zu Recht also wie dieses Holzparkhaus in Wendlingen fast weltweit zu einem Vorbildprojekt geworden ist.
00:41:07: und die Kommune ist da richtig stolzt darauf dass sie uns hingekriegt haben zurecht.
00:41:11: aber auch da ist es wieder so was du gerade eben sagtest.
00:41:14: man macht es zum ersten mal Und dann wird über diese kleinen Problemchen, sage ich jetzt mal.
00:41:20: Fast mehr im Hintergrund gesprochen als über das was es eigentlich an den Holzbau vorangebracht hat und auch eine Kommune voran gebracht hat.
00:41:29: also in Wendlingen fährst du da dran vorbei und alle... Ich glaube jeder der auch nicht aus dem Bauwesen kommt sagt wow!
00:41:35: Was ist das?
00:41:37: Aber eins wollte ich noch darauf eingehen.
00:41:39: ein anderer Schlüssel warum es so ab dem Ende der vielleicht so Der Tournament auch kam für mich.
00:41:50: Wir sind sehr viel stärker vernetzt gewesen mit der Industrie, zwangsläufig weil wer mehr darüber gesprochen hat und die Art und Weise wie man heute auf Holzbau Firmen zugeht und wie man ausschreibt ist für mich ich mache das ganz anders als dass eigentlich vielleicht schulmäßig bei der öffentlichen Hand noch leider gelebt wird Also dieses stufenweise Firmen auch in ein Projekt führen.
00:42:17: Auch zum Beispiel die kleine Schulerweiterung oder die kleine Aufstockung nicht mit super viel Produkten auszustatten, die am Ende dann der Zimmerereinkauf relativ wenig Wertschöpfung hat.
00:42:33: Darauf zu achten.
00:42:34: wen will ich denn mit diesem Projekt ansprechen?
00:42:36: Wer wird denn in Zukunft sowas bauen wollen Und danach auch ein Stück weit die Bauweise ausrichten.
00:42:42: Das ist aus meiner Sicht der Schlüssel, dass es dann auch wirklich gelingt und ja auch innerhalb von Kosten gelingt.
00:42:48: Wir haben jetzt zum Beispiel eine kleine Schule erweitert.
00:42:51: in Ahlen da wir Holzbalken decken weil wir in der Gebäudeklasse drei sind war das auch relativ leicht umsetzbar und öffentliche Ausschreibung den Holzmarkt früh aktiviert in eher Gesprächen.
00:43:05: Wir haben am Ende zehn Angebote gehabt und die öffentliche Hand zeigt, wow das ist uns schon lange nicht mehr so passiert.
00:43:12: Parcos Wendling damals hatten wir glaube ich sieben oder acht Angebote, die alle relativ nah am Budget lagen.
00:43:19: also ich will damit sagen dass hat was mit auch ich sag Unternehmer Akquise zu tun also weniger Ausschreibung und der billigste kriegt es sondern eher wie akquiriere ich die richtigen Unternehmer für mein Projekt?
00:43:34: Das ist das eine und das zweite ist schon Planung.
00:43:36: Also die Planungstiefe, der Bauherr muss bereit sein in Planungen zu investieren.
00:43:41: also bei uns ist zum Beispiel ja die Detailplanung, Detailstatik ist eine besondere Leistung.
00:43:48: ganz viele Bauern sind nicht gewohnt sag ich mal dafür was auszugeben.
00:43:55: In Wendlingen.
00:43:55: damals haben wir jedes Detail gerechnet auch jedes gezeichnet und es war Teil der Ausschreibung.
00:44:03: Damit kann ich Vertrauen schaffen.
00:44:05: Damit kann der Unternehmer sehen, okay da ist jemand, der versteht das was wir da eigentlich üblicherweise im Holzbau alles zu bedenken haben.
00:44:13: Ja es ist ein also mehr kulturelles Thema und kein nicht weniger regulatorisches weil wir haben ja ganz viel jetzt über die Produkte gesprochen, die entwickelt wurden im Holzbohr.
00:44:25: Aber natürlich hat auch die Digitalisierung damit zu tun und die Art und Weise wie wir planen, wie wir Gebäude zeichnen in der Planung plus eben die regulatorische Seite was jetzt möglich ist mit oder ohne Normen und Einzelgenehmigung usw.
00:44:42: und immer höher und weiter und so weiter.
00:44:44: das hat ja das ausgelotet etwas möglich war, gehört es da auch rein?
00:44:48: Also weil diese Leistungsphasen, die jetzt das klassische Baukultur kennt.
00:44:53: Die passt ja überhaupt gar nicht zum Holzbau mit der Frühenplanung.
00:44:58: Ja aber wenn man ehrlich ist hat sie auch schon zum Betonbau nicht mehr gepasst.
00:45:02: Weil am Ende habe ich ausschreiben müssen nach der Leistungsphase drei und wenn ich das für den Stich machen will muss ich einfach viele Dinge schon...
00:45:09: Ich hab jetzt ganz wenig eigene Berührungspunkte mit diesem LPH-Zeug Nächstes Mal gehabt, aber in meiner Hinsicht oder bei der Wahrnehmung scheint es so ein starres Korsett zu sein und alles dreht sich immer noch darum.
00:45:25: Also
00:45:26: wie schlimm ist das?
00:45:27: Ich
00:45:27: glaube in der Honorierung ja, aber wir zum Beispiel schichten immer aus der Leistungsphase fünf Honorar nach vorne,
00:45:33: d.h.,
00:45:33: das Gesamte Honorar wird nicht mehr.
00:45:35: Aber wir erhöhen auch bei öffentlichen Vergaben die Leistungsphasen zwei an drei.
00:45:40: weil wir wissen, wir brauchen dort das Geld.
00:45:41: Ja
00:45:42: also es ist möglich dieses Korsett zu nehmen und so umzubauen, dass es so gestalten
00:45:48: kann, nachdem die HOU quasi als verbindliches Instrument ja quasi gefallen ist hat er's ja auch Vorteile ne?
00:45:55: Ich kann jetzt das jetzt gestalten.
00:45:58: Also es ist eine kulturelle Frage mehr und nicht ... Das ist ein regulatorisches Mögliche, sondern eher eine kulturelle Frage mit der wir die Auftrag geben, denn Und
00:46:06: ich stelle fest, dass die öffentliche Hand da überhaupt kein Problem mit hat.
00:46:10: Also solche Vorschläge gehen relativ schnell mit.
00:46:13: Ich glaube, da gab es auch viel Aufklärung schon dazu, dass man da was verändern muss.
00:46:19: Was schon ein Problem ist, das die Art und Weise wie die öffentlicher Hand ausschreibt oder ausschreiben muss, muss man ja auch sagen?
00:46:26: Da gibt's natürlich ganz andere Modelle also... In der Schweiz zum Beispiel, über den Kostendruck auch schon sehr früher Richtung Design to Cost-Modelle.
00:46:40: Als ich hier erfahren habe das Gehusteurerbau und als Einzelvergaben habe ich gefragt was macht ihr denn?
00:46:46: Also ich arbeite doch mit einer Generalunternehmung weil die Wissen reinbringt die man Gebäude günstiger macht und das geht dann bis zu völlig neuen Verfahren, die eher partnerschaftlich funktionieren.
00:46:57: Was machen wir beim Quetta Real?
00:46:59: Komplexer Umbau das kann ich gar nicht erfassen in einer klassischen Ausschreibung und bis jetzt läuft es sehr gut dass man wirklich wie du das auch gesagt hast über Sympathie ist vielleicht das falsche Wort, aber man sucht Leute mit denen Mann zusammen.
00:47:17: Das Vertrauen hat diese Aufgabe in einem definierten Kostenrahmen hinzukriegen.
00:47:22: Das führt zu einer völlig anderen Arbeitsweise und ich glaube wenn wir über Holzbau reden müssen wir auch über solche Dinge reden.
00:47:30: Es ist eine andere Kultur Also deine andere Stelle und wie man plant.
00:47:34: Und es ist nicht nur, wir haben jetzt die Regulatorik als Prozess beschrieben Es gibt natürlich auch noch die Hardcore-Regulatorik.
00:47:41: also in der Schweiz wurden im Jahr zwei Tausend vierzehn aufgrund des Holzbaus grundsätzlich mal die Brandschutzvorschriften überarbeitet.
00:47:50: dann hat man gesagt weshalb brauchen wir Gebäudeklasse eins zwei drei vier fünf?
00:47:54: Wir haben kleine Häuser bis zur Hochhausgrenze und Hochhäuser unglaublich viel verändern.
00:48:01: Also ich sehe jetzt bei IBA-Projekten, dass man auf einen Geschoss verzichtet und nicht in die nächste höhere Gebäudeklasse reinkommt.
00:48:09: Das ist ja ein Irrsinn der mir dann auch wieder sehr viele Fläche und sehr viel Ökonomie im gesamten Projekt raugt.
00:48:16: Weshalb ist dein Brandabschnitt vierhundert Quadratmeter groß?
00:48:21: Der kann auch neunhundert sein!
00:48:26: Das fällt dir natürlich bis an den Schluss.
00:48:28: Wir haben das erlebt auch im Projekt wirklich auf die Füße, wenn über die Prüfingenieure – das war für mich auch ein Learning oder was man das braucht – dann so etwas wie eine Hüterin der gesamten Regelwerksinsprojekt kommt und das führt natürlich dazu dass niemand niemand einen Schritt über dieses Regelwerk hinaus zu machen, sich getraut und das ist glaube ich der größte Innovationskiller.
00:48:58: Also diese gegenseitigen Kontrollmechanismen die wir eingebaut haben, die verhindern dass man eine aufgeklärte Beitragschaft zusammen mit kompetenten Fachplanen sagt Was machen wir jetzt, weil wir daran glauben?
00:49:15: Und das ist ein bisschen meine Hoffnung in den Gebäude Typ E. Weil der hat ja eigentlich diesen Hintergedanken oder dass wir kompetent darüber reden was wir eigentlich wollen und nicht einfach die die Summe des Aufgetürmten der letzten Jahrzehnte Die viel mit Angst und Haftung zu tun haben Dass wir die ein bisschen relativieren können.
00:49:38: Dazu gehört natürlich aber auch dass wir eine gewisse Fehlerkultur auch entwickeln.
00:49:43: Oftmals ist ja das Hindernis, dass man die vermeintlichen Fehler, an denen man begeht, wenn man was Innovatives, etwas Neues versucht zu tun dann später büsst.
00:49:57: und ich glaube dazu gehört auf allen Seiten, dass mit einer Fehlerkultur wirklich mit Problemen umgeht Wer hat den Fehler gemacht, sondern wie machen wir die Lösung?
00:50:10: Eigentlich sich darauf konzentriert.
00:50:12: Und und wie passiert diese Erziehungsarbeit Andreas Boris ist die Iber da ein Format um quasi... weil ich finde du Andreas Du hast jetzt ganz viel über sage ich mal fast schon wieso bewusstseins Transformation gesprochen.
00:50:25: so Bildungsarbeit Boris eigentlich auch.
00:50:28: aber wie kommt denn das an?
00:50:30: jetzt sag' ich mal auch in den behördlichen Stellen.
00:50:34: Also wenn mir ein Bauunternehmer sagt, dass er freiwillig noch weit über den gesetzlichen Standort hinausgeht weil der Einzelleigentum verkaufen will und er ganz genau weiß das dieser Käufer dann nochmal mit der ganzen Riege von Experten- und Fachplanen durch seine Wohnung durch geht.
00:50:51: Und irgendwo die Ecke sucht wo diese Dezibelwerte nicht erreicht sind da müssen wir doch sagen dass wir in einem Krankensystem leben.
00:50:59: so geht es nicht.
00:51:00: Und im Umkehrschluss, ich such mir die Leute mit denen ich diese Diskussion so nicht führen muss – das sind vermutlich Genossenschaften und ein paar.
00:51:11: leider gibt's von denen noch sehr wenige Projektentwickler oder auch Investmentgefäße, die an genau der Stelle ansetzen.
00:51:21: Die sagen wir unser Produkt ist intelligenter als die Summe Und ich glaube dann wird es richtig interessant.
00:51:31: Aber es ist auch jeden Tag eine Diskussion, will ich vielleicht nicht sagen aber viele Gespräche die man da führt und gerade wenn's um Vergaben geht wo dann Bauern glauben dass sie in einer ganz frühen Phase auf fünf Prozent genau direkt Angebote einholen können ohne einfach richtig zu planen vernünftig zu plan dann mit Holzbaufirmen auch rechtzeitig zu reden und zu schauen, wie aktiviere ich eigentlich den Markt richtig?
00:52:00: Und solche Gespräche oder dann auch tatsächlich leider muss man ja auch sagen haben Richtlinien und Normen so gut sie gemeint sind als Guide Line.
00:52:14: Haben Sie ja auch Probleme weil dann plötzlich ist das was ich vorher gemacht habe und was sich vorher immer für richtig hielt nicht mehr erlaubt.
00:52:21: möglicherweise oder ich muss es durch Zustimmung, Einzelfall oder dergleichen nochmal überprüfen lassen und belegen lassen weil es halt so nicht drin steht.
00:52:32: Das ist immer so.
00:52:32: ein aus meiner Sicht ich mag das schon gerne wenn es Guidelines gibt, weil dass dann natürlich die Breite auch aktivieren lässt.
00:52:39: auf der anderen Seite hat man dann oft die Diskussion warum muss man eine Stütze in einer Außenwand Holz außenwand steht plötzlich mit Promatkapseln?
00:52:52: Da gibt's keine vernünftige Aus meiner Sicht keine vernünftige Begründung dafür.
00:52:58: Es steht aber so drin oder ich muss dann nicht brennbare Dämmungen verwenden, wenn ich die zu einem fragenden Element mache und das sind die zwei Chancen, die ich habe nach der Richtlinie in der Schweiz oder auch in Österreich spielt das alles keine Rolle.
00:53:14: Und da darf ich ja auch... In Österreich bauen wir jetzt gerade das Haus der Jugend oder planen es In Wien, mitten in Wien ins siebengeschossiges Holzhaus.
00:53:24: Da darf ich alle Holzoberflächen sichtbar lassen und dann sage ich immer deswegen vorhin Es brennt wohl anders in Österreich und in der Schweiz.
00:53:33: da müssen wir glaube Ich auch mal ein bisschen unsere.
00:53:36: um weiterzukommen um wandel Und veränderung auch zuzulassen müssen wir auch mutiger werden und zwar in der bis in die obersten Ränge der Politik genauso wie bei Bauherren, genau so wie bei Planern.
00:53:50: Nicht immer sofort an die Versicherung denken sondern eher denken wir lösen Themen so dass wir ingenieurmäßig sagen das ist in Ordnung.
00:53:58: Das funktioniert.
00:53:59: Ja
00:54:02: ich finde es einen guten Ansatz um jetzt in Zukunft zu gehen aber machen vielleicht eine kurze Runde dazwischen.
00:54:08: Jeder bitte in wenigen Worten.
00:54:10: wo steht der Holzbau heute?
00:54:15: Ich glaube, der Holzbau hat es geschafft über die letzten Jahrzehnte sich zu positionieren.
00:54:27: Man sagt ja immer so gerne als wirtschaftliche Alternative.
00:54:33: Ich glaube wir sind fast schon an dem Punkt der Alternative vorbei und das ist teilweise auch schon Standard einfach.
00:54:38: Also ich glaube das haben wir geschafft.
00:54:42: Wir stehen auf einer sehr guten Position aktuell.
00:54:46: Wir haben es im Baden-Württemberg auch geschafft, viele gute Planer auszubildende über die letzten Jahre.
00:54:58: Das heißt ja eine sehr breite Wissensbasis.
00:54:59: Wir haben unglaublich gute Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette aber auch im Holzbau.
00:55:07: Wir sehen auch die Entwicklung dass sich viele große mineralische Unternehmen verstärkt für den Holzbau interessieren.
00:55:14: also Ich würde sagen, wir sind teilweise schon als eine Standardbauweise angekommen.
00:55:23: Wir haben wie du vorher schon gesagt hast, schon eine sehr hohe Holzbauquote.
00:55:28: Wenn man die ein bisschen aufsplittet und schaut wo haben wir die hohen Quoten?
00:55:33: Dann sind wir noch ein bisschen schwacher auf der Brust was mehr geschossiges Bauen angeht.
00:55:39: Da wünsche ich mir auf jeden Fall in den nächsten Jahren noch mehr Holzbauten zu sehen.
00:55:46: Gewerbe auch natürlich.
00:55:48: Ich sehe, dass wir für die zukunftsfähige Baukultur und für die Art und Weise wie wir in Zukunft bauen müssen sehr gute Lösungen haben im Holzbau und deswegen glaube ich würde sich ja auch zunehmend durchsetzen einmal was Vorfertigungen Geschwindigkeit angeht aber jetzt zum Beispiel auf das die Belastung der Umgebung angeht.
00:56:06: also durch das, dass ich eine sehr verminderte Logistik habe, dass die Baustellen schnell sind sauber sind usw.
00:56:13: leiser haben wir, glaube ich sehr gute Potenziale dann noch weiter durchzustarten.
00:56:21: Also das ist so der Status den ich gerade sehe auf dem wir gut aufbauen können über die nächsten Jahre.
00:56:28: Okay Boris jetzt im Drittel von den Bretons und dann Andreas in einem Satz?
00:56:33: Ich glaube du hast es vorhin gesagt, dass gibt natürlich auch die Holzbarblase.
00:56:36: Das darf man nicht vergessen.
00:56:38: Es gibt da auch gerade.
00:56:39: wenn man auch weiterhin Norden der Republik kommt dann stelle ich fest, dass der Holzbau eher die Nische immer noch ist.
00:56:47: Ich würde mir wünschen und deswegen bin ich also ein bisschen gegen dieses höher weiter schneller im Moment.
00:56:53: Ich werde mir wünschten, dass das mehr in die Breite kommt, dass es auch normaler wird beim Standort.
00:56:57: Das
00:56:57: ist die nächste Frage.
00:56:58: aber diese Frage ist dann wo stehen wir?
00:57:00: Und
00:57:00: wir sind – ich glaube wir sind gut aufgestellt, aber es gibt noch viel zu tun und viel zu entwickeln.
00:57:05: Ja, André ist jetzt in einem Satz
00:57:07: ganz kurz!
00:57:08: Wir können alles auszubauen
00:57:12: Und jetzt endlich.
00:57:14: Endlich Social
00:57:15: Media Dynamik, endlich kurze knackige Leinen!
00:57:19: Was muss getan werden?
00:57:21: Einerseits dieses höher-schneller weiter oder eben nicht mehr höher schneller weiter möglicherweise aber vielleicht doch um Leuchttürme zu machen und mehr geschossigen Baumachen.
00:57:33: Wo fangen wir an?
00:57:37: Es geht ja schon nahezu alles Aber es muss halt noch ganz viel getan werden.
00:57:42: Und wir haben diese baukulturellen Themen, also wo fangen jetzt am besten an?
00:57:46: Weil es gibt ja auch die Menschen eben wie in der Blas für uns alles selbstverständlich ist und die Logik ist bestechend
00:57:51: usw.,
00:57:51: aber dann eben wie Jan jetzt gesagt hat, fangen an langsamer sicher sich auch andere aus anderen Baubroschen, Bauzweigen jetzt aus massiv vor, zunehmend für Holzbord zu interessieren.
00:58:06: Die haben jetzt eine ganz breite Basis und einen ganz anderen Startpunkt, einen anderen Zugang.
00:58:12: Ich würde es gerne mal an der Stelle vom Holzbau wegziehen, weil ich meine wir verlieren uns da in einer selbst reflektierenden Eigenlogik.
00:58:24: Wir müssen uns doch überlegen was braucht unsere Gesellschaft für Gebäude und welcher Stelle?
00:58:30: Und dann haben wir zum Beispiel genau dieses Problem, dass jetzt eine Mehrheit der Einfamilienhäuser in Holz gebaut wird ist ja wunderschön.
00:58:39: Aber vermutlich sollten wir diese Einfaminehäuse nicht mehr bauen!
00:58:44: Wenn wir wirklich Wohnungsprobleme lösen wollen müssen wir über urbane Verdichtung reden.
00:58:53: Ihr seid jetzt ganz frisch in dieses Gebäude hier reingezogen.
00:58:56: Das ist eine Planung aus den neunzigern Jahren, heute würde man das zwei drei Geschosse höher bauen und da bin ich überzeugt also mit diesem großen Park hier draußen.
00:59:06: Also diese ganzen Fragen nach gesellschaftlicher Verantwortung, nach Bezahlbarkeit Quartieren, die funktionieren, weil sie eine gewisse soziale Dichte haben.
00:59:18: Damit sich da sowohl sozial wie marktwirtschaftlich eine Ökonomie aufbauen kann.
00:59:24: Diese Fragen müssen wir zuerst stellen und uns dann überlegen ob da Holzbau eine mögliche Strategie ist?
00:59:30: Ich würde sagen ja das geht dann vielleicht wieder Richtung industrielles und serielles Bauern an der einen oder anderen Stelle.
00:59:38: aber Über das Material sich in eine Logik hineinzwingen, das ist glaube ich immer der falsche Weg.
00:59:45: Das bringt mich dann auch wieder zum Ursprungspunkt wo wir gesagt haben weshalb hat man das früher gemacht?
00:59:51: Weil man arm war!
00:59:53: Weil es diese Ressourcen und diese Transportmöglichkeiten nicht gab weil Material unglaublich wertvoll teuer war, anstrengend.
01:00:03: Deshalb hat man diese intelligenten einfachen Konstruktionen als lokalen Ressourcen gebaut und da sind wir natürlich über die letzten hundert Jahre in gratis Energie völlig in die falsche Richtung abgebogen.
01:00:18: also ich würde da ansetzen und das ist dann auch die Begründung für das Bescheidene Wir müssen bescheiden werden, weil wir uns diesen Luxus nicht mehr leisten können, wenn wir überleben wollen aus Gesellschaft.
01:00:34: Am Ende ist es ja auch... warum ist das Bau so teuer geworden?
01:00:39: Warum ist das für uns alle die große Herausforderung, wenn mir einer sagt sozialen Wohnungsbau zu sehr bezahlbaren Preisen herzustellen?
01:00:52: Das liegt auch daran dass Bauen sehr komplex geworden ist, weil wir eben das, was Andreas sagte.
01:00:57: Wir haben ganz viel Energie in die Frage ob wir unsere Nachbarn hören stecken?
01:01:06: In Fragen wie wir ganz sicher sind dass ein Haus keine Menschen zu Schaden kommen wenn ein Haus brennt.
01:01:15: Wobei wenn man die Statistiken anschaut, dann gibt es ganz wenige Fälle wo Menschen verbrennen wirklich fast keine.
01:01:22: Vielleicht wo sie an Rauchvergiftung möglicherweise sterben.
01:01:28: Aber wir müssen schon da auch ein paar Dinge mal wieder zurückdrehen und den Bau generell unabhängig vom Material wirtschaftlicher machen.
01:01:36: das ist sicherlich ein wesentlicher Aspekt und im Moment fällt uns vor allem ein dass wir die Normen so ein bisschen über Bord werfen oder zumindest in Frage stellen dürfen.
01:01:49: Das glaube ich wäre schon sehr gut.
01:01:51: und das was wir vorhin sagten, dass man das auch eben nicht nur um Häkchen hinter Erfüllung der Norm zu machen sondern zu fragen wie kriege ich eine Performance eines Hauses?
01:02:05: Auch mit anderen Mitteln möglicherweise.
01:02:08: Oder wie kann ich den Geld sparen?
01:02:09: Geldsparen kann ich durch weglassen!
01:02:11: Vor allem Also wenn ich jetzt eine Holzdecke hab und da nichts mehr drunter hänge, dann habe ich einfach schon ein paar Schichten gespart.
01:02:18: Und möglicherweise brauche ich noch was für die Akustik?
01:02:20: Dann habe vielleicht einen Teppich der das auch leisten kann.
01:02:23: aber eben darüber zu reden wie würde ich es denn selber machen?
01:02:27: Wie würd' ich's denn bei mir zu Hause machen?
01:02:28: und mit was lebe ich eigentlich zuhause im Gründerzeithaus?
01:02:33: Da leben wir mit ganz anderen Pritschalsituationen als wir in unseren Häusern heute bauen selbst in dem Holzhaus massiven Holzhaus.
01:02:41: Wenn da oben einer Wir haben das oft getestet, der Kollege oben springt und man steht unten.
01:02:46: Da hört man wirklich wenig.
01:02:49: Und was ist so schlecht daran eigentlich den Nachbarn zu hören?
01:02:52: Also auch diese Frage... Aber ich glaube wir müssen wahrscheinlich dieses Kulturgesellschaft
01:02:58: diskutieren oder?
01:02:58: Weil es ist ja nicht, dass wir irgendwie so groß in einer breiten Gesellschaft diskutieren, oder?
01:03:02: Das ist ja alles jetzt von der Hausverbandung zur Planungsbaublase wo ganz viele dann auch industrielle Interessen womöglich mit drinstecken, aber jetzt die Menschen, die die Wohnungen brauchen.
01:03:15: Wie können wir die in die Diskussion einbeziehen?
01:03:18: Weil was die ja eigentlich oder was das Menschen verdient haben ist es ja erst mal überhaupt zu wohnen, aber dann eben vielleicht auch in Qualität zu wohnen.
01:03:32: Das ist ja wieder eine Materialitätsfrage und auch dieses...
01:03:35: Die Genossenschaftsentwicklung ist eine gute Entwicklung was das angeht, weil es wirklich der Verbraucher direkt.
01:03:41: Also nicht irgendein Projektentwickler dazwischen, der verkauft irgendwas und möchte dann alle Normen erfüllen, weil er später keinen Ärger haben will.
01:03:48: auf der anderen Seite möchte auch vielleicht auch maximal viel Geld verdienen.
01:03:53: damit die Genossenschaften, wir machen jetzt eine große Genossenschaft mit hundert Genossen in Konstanz auch ein mehr geschosse Gerholzbauten wo ich schon feststelle da sind zu sehr viel mehr bereit wenn man darüber spricht.
01:04:11: Das ist aus meiner Sicht eine gute Entwicklung für Wohnungsbau und in der Schweiz, glaube ich schon länger war auch ein Thema.
01:04:18: Man könnte das noch ein bisschen vorallgemeinern außer weshalb... hat der Reifheißen hier vor hundertfünfzig Jahren ein System, der Solidarität aufgebaut.
01:04:28: Das hatte etwas mit Mangel zu tun und etwas mit Dauerhaftigkeit Und da kommen Dinge zusammen die uns im Moment vielleicht wirklich einen Schlüssel geben.
01:04:37: Wenn wir über Kreislaufwirtschaft ernsthaft nachdenken wenn wir über Lebenstauern und Lebenszyklen ernsthaft Nachdenken dann wird dieser Irrsinn der Fokussierung auf den Erstellungspreis Den ich immer noch wahrnehme kann nichts fünf Prozent günstigerer stellen.
01:04:55: Unabhängig davon, wie lange das Ding nachher da steht und wie viel Unterhaltskosten es produziert – vielleicht auch wie viele Fluktuation ich im Wohnungsbau mir reinkaufe durch Lieblosigkeit in der Gestaltung.
01:05:10: Das sind unglaublich teure Effekte die ich da auslöse, Mobilität alle diese Dinge.
01:05:16: also wenn wir's wirklich mal aus der Nachhaltigkeitsperspektive uns anschauen als Einer!
01:05:22: Aus einer echten Nachhaltigkeitsperspektive, nicht aus einer.
01:05:27: ich verkaufe dir noch ein bisschen mehr vom Nachhaltighatsprodukt.
01:05:31: Dann sehen wir glaube ich einen Weg der dann uns teilweise wieder auf den Holzweg führt.
01:05:37: Teilweise sicher aber auch auf eine neue Art über Gebäude und Werte nachzudenken.
01:05:45: Wie sieht man ideales Gebäudes aus das wir heute bauen können?
01:05:51: Das ist vielleicht ja auch erstaunlich dass Die Architektur der Holzhäuser ja oftmals gar nicht, also bei Magischossigen großen Holzhäusern.
01:06:01: Gar nicht anders aussieht als wenn da dahinter Beton ist.
01:06:06: Das heißt ich glaube steckt eine riesen Chance noch drin und einen Riesenpotential für die Zukunft mal zu überlegen wie sieht denn eigentlich ein nachhaltiges Gebäude aus?
01:06:18: Wie ist die Gestaltung von so einem Haus und was ist die Materialität auch in der Hülle die ja sich eigentlich über jetzt viele Jahrzehnte schon wiederholt und sieht man auch hier in der Umgebung.
01:06:30: Das hat sicherlich viel Begründung oder Berechtigung, aber ich würde mir wünschen dass wir da ein bisschen kreativer mit dem Thema auch umgeht.
01:06:41: das wäre was in Zukunft wie es dann wirklich aussieht.
01:06:44: Wir haben das versucht damals mit dem Revemarkt mit so gestapelten Hölzern zu zeigen.
01:06:50: Wie kann man?
01:06:51: Was kann Kreislauf Fähigkeit und wie kann das reine Stapeln von Dingen?
01:06:57: Wie könnte sowas aussehen, das hat glücklicherweise ein potenter Bauer aufgenommen und in einer Musterbauordnung umgesetzt so vielleicht jetzt in Zukunft bauen.
01:07:06: Ich will damit aber auch sagen dass es natürlich ein sehr weites Feld einen sehr weiter Weg.
01:07:12: wie sieht das Gebäude der Zukunft aus?
01:07:14: ich würde mich vielmehr fragen wie sich die Kultur der Zukunft aussieht.
01:07:19: also wir müssen uns gesellschaftlich verändern.
01:07:24: Ich glaube auch, dass es direkter sein muss als wir müssen direkt damit den Menschen reden.
01:07:28: Wir müssen Direktor auch Angebot machen und die Menschen entscheiden selbst wie sie leben wollen.
01:07:35: Und wenn der... Du hast das vorhin gesagt ja am Ende der Holzbau ist er sehr positiv in eine Bevölkerung verankert.
01:07:43: Also jeder mag das eigentlich gerne also findet das jetzt mal schwäbisch gesagt gemütlich da drin zu sitzen.
01:07:51: Und der moderne Holzball ist ja viel mehr.
01:07:54: Der kann ja wirklich auch sehr modern sein, er kann ja auch Menschen ansprechen die üblicherweise eben nicht die Berghütte suchen und so.
01:08:03: und da sehe ich riesen Potenziale auch, die wir noch nicht ausschöpfen weil vielleicht auch ein bisschen wie das als die Kutsche infrage gestellt wurde in das Automobil erfunden wurde und das sah immer noch so aus wie die Kutsche.
01:08:22: Also diese Schritte müssen wir jetzt noch gehen und wir müssen die Häuser verändern, wir müssen uns auch glaube ich wirklich kulturell fragen was können wir uns noch leisten?
01:08:33: Also immer an dieser Klimawandelfrage wenn ich dann verzweifle, ich habe manchmal ein bisschen dran, wenn die Forschung mir sagt Wir brauchen jetzt zehn Jahre um das so hinzukriegen dass ihr es machen könnt.
01:08:48: Ich glaube wir müssen jetzt Wir müssen es jetzt bauen, wir müssen uns das machen und wir dürfen auch nicht klein beigeben.
01:08:54: Wir müssen als Ingenieure, als Planer politischer werden!
01:08:59: Wir müssen politisch sagen wenn wir was falsch finden.
01:09:04: Und meine Feststellung ist ich mache das seit ein paar Jahren sehr bewusst.
01:09:10: Das Bauherren sich da auch ändern also dass auch aufnehmen und sagen nein du hast ja recht.
01:09:19: sehr viel aus der Deckung auch kommen, wenn was angesprochen wird.
01:09:25: Und da ist die IBA und die Holzbeoffensive hat uns geholfen in der Planung.
01:09:32: Da bewegt sich im Land sehr viel in diese Richtung, dass wir das einfach zulassen und diskutieren mehr.
01:09:42: Manchmal sind es ja auch kleine Dinge.
01:09:45: Landbaden-Württemberg war dann leider oft das Problem, wir untersuchen das Dann haben wir es untersucht und dann sagt aber die oberste Stelle ist leider zu teuer, ne?
01:09:55: Drei bis fünf Prozent zu teurer.
01:09:58: Krankenhaus beispielsweise.
01:10:02: Damals erinnere ich mich noch in der Corona-Zeit habe ich dann gegessen mein Mikro auszumachen, hab gesagt das kann ich nicht akzeptieren.
01:10:09: Ja und dann kam aber glücklicherweise ein toller Amtsleiter, der gesagt hat ja völlig recht!
01:10:15: Das werden wir auch nicht akzipieren.
01:10:17: Dann gab's die Gespräche und dann wurde auch klar es geht um Verantwortung.
01:10:21: Wer trägt diese Verantwortung?
01:10:22: Und dann wurde das auch wirklich zum Pilotprojekt und damit wurden ja auch klar regeln.
01:10:27: Sind veränderbar.
01:10:28: Ja, aber Pilot heißt ja wir versuchen was Neues.
01:10:31: wenn es schief geht gibt's auch ein gewisse Rückhalt dass sowas ja auch schief gehen darf.
01:10:37: Das zeigt es ja offensichtlich dass wir hier etwas verändern müssen.
01:10:40: Dass wir die Fehlerkultur, dass wir dieses ausprobieren dass wir auch ein bisschen weniger Juristerei zulassen und mehr Lösungsorientiert sind.
01:10:53: Ich glaube, das sind all die kulturellen Baukulturellen Fragen.
01:10:56: Das könnte ja auch der nächste Schritt sein für zum Beispiel eine Holzbauoffensive also dass man das mal auf die höchste Ebene zieht und sagt, das ist ein Ziel für dieses Land.
01:11:08: Das hat sicher sehr viel geholfen.
01:11:10: ich glaube den nächsten Schritt und das ist nämlich das große Problem in der Bauwirtschaft wir haben keine angewandte Forschung, sage ich jetzt mal.
01:11:19: Also jedes Ding ist wahnsinnig teuer und muss eigentlich funktionieren.
01:11:24: Ich habe das mal diskutiert mit der Politik Gebt uns doch kein Fördergeld weil Förder Geld heißt ja immer auch dass sich noch nicht marktfähig bin umgekehrt aber übernehmt doch die Verantwortung wenn etwas nicht funktioniert.
01:11:39: also das finde ich spannende modelle dass man so in eine gegenseitige Pioniersituation sich hinein bewegt, weil diese Dringlichkeit die haben wir tatsächlich.
01:11:51: Wir haben schlichtweg nicht die Zeit über dieses ganz langsame Hineinmändeln Schrittchen für Schrittchen uns einem Systembruch anzunähern den wir glaube ich im Moment alle extrem spüren.
01:12:05: also Diese Umbruchzeit und da bin ich dann auch wieder natürlich leidig, wenn unsere Projekte scheitern oder sich verzögern an der einen oder anderen Stelle.
01:12:14: Und gleichzeitig ist das aber auch ein Zeichen dafür dass wir ganz grundsätzlich neu denken müssen.
01:12:22: Was tut es dich für die Holzpaaroffensive denn?
01:12:24: Dann wurde Frage aufgehört, was ist der Weg?
01:12:28: Ja also zumindest habe ich keine Angst, dass mir langweilig wird.
01:12:31: in den nächsten Jahren
01:12:33: Bist total spannende Zeit eigentlich, ich finde es.
01:12:36: Ja und also was für dieses transformative Moment angeht ja, was ich auch total wichtig find ist dass wir da natürlich abgesehen von rein vom Baum hier natürlich noch ein Potenzial liegen haben das glaube ich so in der Verknüpfung oft nicht gesehen wird.
01:13:03: Da kommt natürlich wieder der Förster aus mir raus, ja.
01:13:05: Also ich sehe natürlich die Dramatik des Klimawandels sehe ich im Wald und ein Wald ist ein langfristiges Ökosystem.
01:13:11: Ja also im Wald kann ich jetzt nicht sagen okay das funktioniert nicht mach nächstes aber was anderes funktioniert nicht im Wald sondern ich muss den Wald konstant anpassen Und wir sehen dass die Geschwindigkeit vom Klimawandel oft zu schnelles für den Wald.
01:13:26: Das heißt wir müssen den aktiv bewirtschaften.
01:13:29: Wir müssen dem Wald helfen sich einen klimawandel anzupassen Was wiederum bedeutet, dass wir eine sichere Rohstoffquelle haben für den nächsten Jahrzehnte.
01:13:40: Wir haben genug Holz und die letzten Jahrzehnente weniger geerntet als nachgewachsen ist.
01:13:46: Jetzt haben wir dieses Potenzial dastehen können das sukzessive gemanagt Ernten in eine Wertschöpfung hätte bringen, die sehr zukunftsfähig ist.
01:13:55: also wir haben super Ansätze dieses Material zum Beispiel zu digitalisieren.
01:13:59: Das heißt, ich habe nachher spannende Arbeitsplätze im ländlichen Raum.
01:14:02: Also wir haben gerade mit wahnsinnig starken wirtschaftlichem Problem zu kämpfen.
01:14:07: Hier liegt eine Zukunftsbranche ja?
01:14:09: Wir können hier nachwachsende Rohstoffe verwenden.
01:14:12: Wir sind hier... ...Rohstoffe
01:14:13: die vor der Haustür wachsen oder umweltfreundlichsten Bedingungen.
01:14:17: Unser Bestes ist, dass wir wahnsinn nicht gute Firmen im Land viele Weltmarktführer in der Verarbeitung da führen sind.
01:14:24: Wir können diese Wertschöpfungskette digitalisieren das heißt wir wissen was dann passiert oder wir wissen jetzt auch schon was passiert, aber wir können es natürlich dann besser abrufen digital unterstützt.
01:14:35: Das heißt, wir haben wahnsinnig coole Jobs die da entstehen können über den nächsten Jahrzehnte.
01:14:41: und dann haben wir immer noch dieses Riesenpotenzial um auf dem Klimawandel einzugehen und Kohlenstoff einfach direkt anzuspeichern.
01:14:50: also im Holz sind die Klimawandelfolgekosten schon eingepreist hier ein Carbon Removal Prozess anstoßen.
01:14:58: Das heißt, wenn ich meinen Holz aus dem Wald rausnehme und das Kohlenstoff gespeichert – ich kann es langfristig in den Gebäuden verbauen, wenn wir die Kreislaufwirtschaft dann noch weiterdenken – sind diese Materialien für hunderte Jahre hoffentlich im Einsatz ja?
01:15:11: Und speicher uns so lange Kohlenstoff!
01:15:12: Das heißt ... Wir bewegen uns gerade über... also bei der Eins Komma fünf Grad ist glaube ich klar, die schafft man nicht mehr und wir müssen schauen dass wir diesen Overshoot über diese eins Komma Fünf relativ kurz halten.
01:15:26: Und dafür haben wir relativ wenig Technologien.
01:15:28: und die Technologin, die gerade viel diskutiert werden.
01:15:31: Die sind Schweine teuer und funktionieren oftmals auch noch gar nicht.
01:15:35: Wir haben die Infrastruktur noch nicht.
01:15:37: Das heißt...
01:15:38: Sprichst du von grünem Wasserstoff?
01:15:40: Nein, grünen Wasserstoff nicht.
01:15:41: Carbon Capture?
01:15:42: Carbon Captur.
01:15:43: Direct Air Capture.
01:15:46: Es gibt es aktuell noch nicht.
01:15:48: Und viele reden jetzt gerade darüber, dass sie ihre Prozesse klimaneutral gestalten wollen.
01:15:53: aber wir brauchen eigentlich ein Minus und wir haben im Holzen Minus.
01:15:56: Wir können mit Holz-Minus generieren.
01:16:00: Das heißt das ist eine sichere und wirtschaftlich schon beherrschbare Carbon Removal Technologie die wir hier vor der Haustür sitzen haben mit einer sehr starken Infrastruktur also im Dachraum, Weltmarktführer für alles was Holzingenieurbau angeht.
01:16:17: Was Holzbau angehört?
01:16:18: Holzarchitektur angeht?
01:16:19: Holzverarbeitung angeht also mit einem riesen Potenzial und vergleichsweise wenige Investitionen auch von staatlicher Seite würden helfen das nochmal auf eine andere Skalierung zu bringen.
01:16:32: Das heißt wir haben wirklich viele, viele Aspekte die hier zusammenkommen die schlüssig sind abgesehen von der Transformation im Bausektor wo wir für die nächsten Jahrzehnte was Gutes schaffen können.
01:16:45: Und ich habe das Gefühl, dass dieser Sprung oft noch nicht gesehen wird.
01:16:49: Also diese klassische Frage haben wir genug Holz durchs Bauen?
01:17:00: Wir
01:17:00: haben zu viel ehrlich
01:17:01: gesagt.
01:17:02: Wir haben auf jeden Fall genug und wir können mehr ernten und wir müssen sogar ernten um den Wald zu unterstützen.
01:17:09: Auch für den Teil weiter werden
01:17:10: wir zur Ernte gezwungen, wenn jetzt die Caliumität kommt.
01:17:12: Genau!
01:17:12: Wir werden gezwogen...
01:17:14: Wir gehen mal saufen plötzlich in Rohstoff?
01:17:16: Genau und wenn wir das kontinuierlich aktiv managen ja haben wir da einmal Rohstoffseitig eine Sicherheit sozusagen diese Wellen auszugleichen.
01:17:24: Ja Und wie gesagt gleichzeitig eben durch das dass wir im Waldbau mittlerweile Wir versuchen, einen sehr stark durchmischten in verschiedenen Altern aufgebauten Wald aufzustellen.
01:17:39: Haben wir hier einfach auch eine sichere Rohstoffquelle her?
01:17:41: Also ich versuche es manchmal im Finanzbranche Sprache zu übersetzen.
01:17:46: also wir hatten in der Vergangenheit die Einzelaktie Fichte in einem Alter auf das wir gesetzt haben und wir bauen jetzt gerade den riesengroßen gemischten diversen ETF-Auf.
01:17:59: Der ist ja sicher läuft!
01:18:02: Also so kann man sich das ungefähr vorstellen und wir sind im Bahnen Württemberg haben das Glück, dass wir sehr früh angefangen haben.
01:18:07: Deswegen haben die letzten Jahre deutlich weniger Waldschäden gehabt als andere Länder.
01:18:12: Das heißt, wir sind auch hier Pionier.
01:18:14: Wir haben wahnsinnig großes Potenzial und können hier sehr effizient glaube ich was Gutes schaffen für die Zukunft.
01:18:22: Und dann natürlich mit diesen transformativen Gedanken mehr Bestandsnotzungen Mehr Nachverdichtung.
01:18:30: Wir müssen, glaube ich, die Klimaanpassungen.
01:18:32: Riesenthema was wir brauchen ja?
01:18:34: Wir brauchen lebenswerte Quartiere für die Zukunft.
01:18:37: Das können wir alles schaffen mit guten Planungen, mit einer hohen Qualität und guten Materialien.
01:18:44: Das kann Holz sein, sollte oft auch Holz sein.
01:18:48: In Kombination mit anderen Rohstoffen, Lehen findet gerade eine große Renaissance.
01:18:52: Leben und Holz passt wunderbar zusammen.
01:18:54: Auch Holzbeton verbunden ist oftmals ne gute Lösung Und ich glaube dass wir das dieses Potenzial oft noch gar nicht gesehen wird was wir im Land sitzen haben und es würde mir Aufgabe der Holzbeoffensive in den nächsten Jahrzehnten sein
01:19:10: Geil, dass du jetzt doch darauf zurück kommst Mega Herrgeleitung.
01:19:17: Ja, sonst wirst du doch nicht.
01:19:22: Ich merke das oft, dass dieses System Wald und Holz viel Erklärung erfordert und dass wir das klarstellen müssen weil wie ich vorhin schon gesagt habe so diese einfache Frage haben wir genug Holz.
01:19:35: Wald ist keine Kiesgrube.
01:19:36: es ist nicht einfach so, dass man mit dem Bagger da reinfährt ja man holt das raus dann ist die Kies grube leer dann macht man einen See draus Fertig, ja?
01:19:44: Sondern wir haben hier ein System in das wir eingreifen und das ist glaube ich der Unterschied den man verstehen muss.
01:19:53: Welche Fragen an euch gegenseitig haben sich für euch noch ergeben?
01:19:56: Gibt es noch Fragen?
01:19:59: Also mich würde Brent interessieren wie dann die IBA wirklich aussieht.
01:20:04: Weil da gibt's ja und dass... Ich habe mir mehr ein sehr schönes... Es hätte ein sehr schönes Projekt geben können im Stöckach, das ja aus verschiedensten Gründen mich realisiert wird.
01:20:21: Ich habe das Gefühl dass in der Stadt Stuttgart selber verhältnismäßig wenig im Vergleich zum Umland eigentlich wirklich passiert.
01:20:30: Das würde mich interessieren.
01:20:31: auch also ich den wenigen Eindrücken die ich habe.
01:20:35: da stelle ich fest, dass es da auch Widerstände gibt.
01:20:39: Ich glaube das hast du vorhin kurz gesagt wo man sich manchmal wünschen würde, das wäre schneller gehen, persönlich wünschen würde.
01:20:49: Trotz allem sehe ich in der Ibern allein durch das dass man was man verfolgt und was einem Wert in der öffentlichen Diskussion und in der fachlichen Diskussion ist.
01:21:01: Allein deswegen hat sich ja schon gelohnt und ich bin total gespannt auf die Ausstellung und was da passiert und was das vielleicht auch kulturell mit der Region tut.
01:21:13: aber Das würde mich interessieren.
01:21:16: Wie ist der Stand?
01:21:18: Also die Aussage, dass das Umland schneller und weiter ist als die Stadt Stuttgart hat sich ein bisschen gedreht muss man sagen weil wir natürlich viele sehr engagierte kleinere Kommunen hatten die wirklich dringende Probleme lösen wollten mit der IBA.
01:21:34: Und teilweise jetzt über die wirtschaftliche Entwicklung auch über ihre Verwaltungsstrukturen merken, dass es dann doch nicht so einfach ist wenn's in die Umsetzung geht wenn dann noch vielleicht Trittinvestoren gesucht werden müssen, das ist im Moment einfach sehr schwierig.
01:21:50: Da hat sich die Stadt Stuttgart ein bisschen als resilienterer Wiesen um es mal so zu sagen was ich mir häufig überlege.
01:21:59: man hat damals bei der Gründung gesagt ihr braucht kein Geld.
01:22:02: dass ist.
01:22:03: wir sind in dem mobilien boom.
01:22:06: die IBA soll nicht noch eine weitere diesen Boom nicht nach weiter anheizen.
01:22:10: das fand ich auch nachvollziehbar.
01:22:14: Aber heute würde ich sagen, man müsste genau solche Pionierprojekte definieren gemeinsam und die auch so sichern.
01:22:23: Dass man sie auf jeden Fall – weil es wird immer Schweinezügeln geben im Bau – dass man die auf jeden fall als Referenzobjekte erstellt.
01:22:30: So eines wird zum Beispiel auf dem Weißenhof das Besuch- und Informationszentrum des Weißnoforums sein ein... Holz-Lehm, Photovoltaikgebäude.
01:22:41: Also da gelingt es uns dann und das ist natürlich auch ein Beispiel dafür dass das wirklich eine kulturelle Investition ist die die Stadt Stuttgart trotz allen Schwierigkeiten die sie jetzt auch tätigt.
01:22:55: ich hätte gerne mir gezeigt auch baulich bin da vielleicht auch alter Mann der immer noch zu stark an die Gebäude denkt wir versuchen die Geschichte jetzt so zu erzählen Nicht Anleitung, aber auch Startpunkt für eine Zukunft sein kann.
01:23:14: Ich habe das auch schon bei anderen Pionierprojekten erlebt du kriegst in einer Generation nicht ein System gedreht weil aller Dringlichkeit.
01:23:24: Aber ich glaube wir haben genügend Material um die Richtung zu zeigen und viele dieser Ribaprojekte sind ja nicht jetzt weg auch den Stöckach, den du angesprochen hast.
01:23:36: Der wird irgendwann mal gebaut und dann hat man durch unsere Arbeit die Blaupause wie man das vielleicht sorgfältig gut kreislaufgerecht klimaataptiv tun kann.
01:23:51: Also es ist beides.
01:23:53: Der Rückblick auf das Erreichte und vielleicht auch doch eine Blaupause für die nächsten Schritte, die viel mit Wirtschaft zu tun haben werden – also das beschäftigt mich persönlich diese Fabrik der Zukunft dieses Wohnen- und Arbeiten zusammenbringen Gewerbegebiete als unglaubliche Ressourcen für die Entwicklung der Region.
01:24:16: Da sind wir vielleicht einen kleinen ersten Schritt gegangen, aber da werden noch Sprints folgen.
01:24:27: Das Thema auch Wohnen und Gewerbe – ist es so ein großer Widerspruch?
01:24:32: Muss es so eine große Widersprache sein
01:24:33: usw.?
01:24:36: Cool!
01:24:36: Ja das sind wir doch gespannt was noch auf uns zukommt.
01:24:40: Ich bin auch gespannt und freue mich drauf als dann die... ... die jungen Menschen, die jetzt in den Beruf kommen.
01:24:47: Was die noch bewegen werden... ...in den nächsten Jahrzehnten?
01:24:51: Und was passiert wenn viele ältere... ...die vielleicht nicht so ganz unim Innovationsoffen... ...jetzt warnen lassen und irgendwann... ...nicht mehr so aktiv im Berufsleben sind?
01:25:02: Wäre für mich nur eine Frage am Burg das wie du siehst bei deinen Nachwuchsingenieurinnen oder Ingenieuren.
01:25:08: Das ist ja das Tolle eigentlich.
01:25:09: also wir als Start-up mit vielleicht schon einen gewissen Standigermarkt.
01:25:16: Ich habe nicht einmal nach irgendwem Menschen gesucht, also mit Anzeigen oder dergleichen.
01:25:21: Sondern die Menschen haben sich bei mir gemeldet oder es hat sich was rumgesprochen.
01:25:24: Also einer hat dem anderen erzählt und ich spüre da ein extrem hohes intrinsisches Interesse der Menschen, sich mit dem Klimawandel und der Art und Weise wie wir in Zukunft bauen wollen zu beschäftigen.
01:25:38: Und dann sind manche Fragen, die vielleicht so... auch aus der Corona-Zeit kam, dass man so plötzlich diskutiert hat.
01:25:45: Wie viel Zeit darf es jetzt im Homeoffice sein?
01:25:49: Wie ist das mit den Stunden tatsächlich und das spielt bei uns ganz klar wirklich keine Rolle!
01:25:56: Wir haben... Es gibt nicht zählen wie viele Tage jemandem homeoffice war.
01:26:00: wir reden über Projekte, wir regen über Inhalte und die Menschen in prinsisches Impresse wirklich die Themen anzugehen und zu lösen und jeden Tag ... in der klassischen Trakwerksplanung zur Hinterfragen, was tun wir da eigentlich?
01:26:13: Und warum tun wir das so?
01:26:15: und... Das ist ja das Schöne wenn du noch nicht so viel Erfahrung hast.
01:26:18: Ja jungen Menschen, dass sie auch Fragen stellen die wir uns nicht mehr gestellt haben oder schon lange nicht mehr gestellt haben.
01:26:25: Und das empfinde ich als extrem positiv.
01:26:29: Ich habe da auch jetzt bin natürlich ein kleines Büro aber der Nachwuchsproblem sehe ich wenig in dem Segment Holzbau, Nachhaltigkeit.
01:26:39: Das ist sehr interessant für viele junge Menschen und ich glaube auch sicher die alten weißen Männer sind es ja meistens, die müssen mehr und mehr verschwinden.
01:26:49: also ich gebe das dann auch weiter an den Jungen und versuche aber trotz allem und das ist wiederum man darf es auch nicht auf die Schultern der jungen Generation so sehr legen.
01:27:01: Friday for Future hat uns vielleicht ein bisschen gegen Schienbein gekickt ... bewusster wurde, was wir da tun.
01:27:08: Auf der anderen Seite ist es ja genau die, die jetzt den Einfluss haben... ...die jetzt vielleicht auch die finanziellen Mittel haben,... ...die müssen sie ja jetzt tun und die müssen auch den Boden schaffen,... ...den Rahmen schaffen das Menschen sich da entfalten können.
01:27:24: Deswegen zum Beispiel suche ich ja mit meiner neuen Firma... Die Genossenschaft war mal eine Idee.
01:27:31: Ist ein bisschen schwierig für einen Engineer Büro.
01:27:34: Zumindest wenn da sehr... unterschiedlichste Generationen, unterschiedliche Herkunft drin ist.
01:27:40: Aber jetzt versuchen wir gerade oder versuchen mit durchzubringen dass es diese Purpose Economy also werteorientierte Gesellschaftsformen gibt.
01:27:52: das versuche man ja schon im Eigenstrick zu machen.
01:27:55: aber ich denke das sind da mache ich mir eigentlich keine Sorgen.
01:28:00: Also wenn wir diese Transformation selbst leben, dann werden die jungen Menschen auch da gerne arbeiten.
01:28:07: und wir hatten jetzt einen Workshop nur als kleiner Satz oder kleines Fatzstück das entstanden ist.
01:28:16: Jetzt kriege ich es nicht mehr zusammen.
01:28:24: Das sage ich gleich noch.
01:28:26: Ich habe mich schon
01:28:29: darauf gefreut, dass jetzt ein passendes Schlusswort sein
01:28:30: muss.
01:28:31: Ach so, Schlusswort?
01:28:32: Wenn du das durchsprechen musst, kommst du nicht darum rum!
01:28:35: Ja,
01:28:36: ich freue mich, dass sie da warnt.
01:28:40: Ich nehme vor allem viel Gedankenanschluss
01:28:42: aus dem Gespräch und
01:28:45: ja...
01:28:46: Ich fand es schön, dass wir viele über Strukturen gesprochen haben und über so überliegende Layers, sag' ich mal.
01:28:53: Mir hat's auch großen Spaß gemacht.
01:28:55: Sehr schön, wenn Sie da waren.
01:28:57: Gute Zeit, gutes
01:28:57: Klima.
01:28:59: Punkt,
01:29:25: Punkt Landung.
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