Museum Oberamteistraße - Parametrischer Holzbau im historischen Kontext
Shownotes
„Die innere Struktur besteht aus einem hölzernen Fachwerk, das die angrenzende Häuserzeile abstützt und das verlorene Volumen des historischen Hauses nachbildet. Der Neubau ermöglicht die barriere freie Erschließung der Altbauten und bietet Raum für kleinere Veranstaltungen. Er ist vom Dach und über die Fassaden mit einer homoge nen Schicht aus gussgläsernen Biberschwanz ziegeln bekleidet.“ wulf architekten, 2026 Schöner und präziser als das Architekturbüro selbst, kann man das Museum historische Oberamteistraße in Reutlingen nicht beschreiben. Das Gebäude ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. In diesem Podcast wird vor allem das parametrisch geplante, begehbare Holztragwerk vom Tragwerksbüro str.ucture aus Stuttgart beleuchtet. Gemeinsam mit Timo Claus und Kaspar Ehrhardt spreche ich über die Planungstiefe, die so ein Projekt fordert und die Herangehensweise, die vom Leichtbau gedacht, in den Holzbau führt. Architekturtipps: Am Ende gibt es wieder die Rubrik Architekturtipps, die führt uns heute nach Hessen, wo die beiden wohnen. Kaspar Ehrhardt gibt uns einen Einblick in seine Lieblingsarchitektur in Frankfurt von 1900 bis heute, während Timo Claus noch tiefer in den historischen Holzbau greift:
Kaspar Ehrhardts Architektur Tipps: Richard Neutra Siedlung, Frankfurt Goethe Turm (Holzbau Amann), Sachsenhausen Süd Frankfurt Villenkolonie Buchschlag in Dreieich
Timo Claus Architektur Tipp: historische Gebäudesubstanz der Fachwerkstädte in Nordhessen
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00:00:07: Herzlich willkommen bei Auf Holzbauen, dem Interview-Podcast der gleichnamigen Bildungsoffensive in Kooperation mit der Ingenieurkammer Baden-Württemberg.
00:00:16: Ich bin Lorena und spreche hier einmal im Monat mit Akteuren rund um den Holzbau und nachhaltiges Bauen.
00:00:22: Für diese Folge war ich mit Timo Klaus und Kasper Erhard vom Traklexporus Structure im Museum Historisch Oberamtheisstraße in Reutlingen.
00:00:31: Die beiden führen uns gedanktlich durch den Workflow einer parametrischen Planung und die heißen Phasen im Projekt, bis hin zur Übergabe an die ausführende Holzbaufirma.
00:00:40: Timo Klaus ist neben seiner beratenden Tätigkeit bei Structure seit zwanzig vierundzwanzig Juniorprofessor für Holzbau- und Baukonstruktion in der Hafencity Universität Hamburg.
00:00:51: Zuvor hat er in Rosenheim und Kassel studiert wo er später als Dozent für Tragwachslehre und Verbindungen sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Bauwerkserhaltung und Holzbau beschäftigt war.
00:01:02: Ach ja, und er war natürlich von zwanzig-einundzwanzig bis zwanzich-vierundzwundzig Projektleiter im Holzbau by Structure.
00:01:09: Dort hatte dann das Projekt Museum über Amtestrasse in Reutlingen gemeinsam mit Kasper Erhardt betreut.
00:01:15: Er ist Architekt und Fachingenieur für Fassadenplanung.
00:01:18: Und man kann wohl sagen, Spezialist für parametrische Modellierungen und komplexe Konstruktionen im Spannungsfeld von Architektaur, Tragwerk und Fassade.
00:01:27: Nach seinem Studium in Kassel, Hamburg und Wien hat Casper R. Hardt dann in unterschiedlichen Brots gearbeitet bis er zum Strukturkampf kam.
00:01:36: Nach einem zweijährigen Lehrauftrag am KIT für Parametrik- und Fassenplanung ist er hierfür seit twenty-zwanzig auch an der HTWG in Konstanz.
00:01:45: Im Gespräch mit den beiden merkt man sofort, wie viel Freude sie an der gemeinsamen Arbeit und an dem Projekt in Reutlingen hatten.
00:01:52: Das Museum historisch über Amtestrasse ist gemeinsam mit Wulfarchitekten entstanden und bereits seit zwanzig fünfundzwanziger fertiggestellt.
00:01:59: Bisher ist es allerdings nur mit geführten Touren zugänglich die über die Webseite der Stadt Reutling zu buchen sind.
00:02:06: Nebenan werden nämlich gerade die historischen Museumsgebäude noch restauriert, die sich später dann selbst ausstellen sollen.
00:02:13: Man hört also im Hintergrund ab und zu die Baustelle rumpeln – wundert euch also nicht!
00:02:18: Das fertig gestellte Gebäude wurde inzwischen mit einigen Preisen ausgezeichnet und sind vielen Fachzeitschriften veröffentlicht.
00:02:25: Der eine oder andere hat es bestimmt schon irgendwo gesehen.
00:02:28: Eine der viel gewürdigten Besonderheiten ist das begehbare Holztragwerk, das Structure geplant hat….
00:02:35: Vor dem Projekt mit Wolfarchitekten war das Stuttgarter Büro vermehrt im Leichtbau unterwegs und arbeitete hier vor allem mit leichten Flächentragwerken.
00:02:43: Diese Denkweise konnten sie dann im Projekt Oberamtheistraße in den Holzbau übertragen.
00:02:49: Inzwischen gehen die Kompetenzen des Büros weit über den Leichtbauch hinaus, umfassen sowohl den Holzbau als auch das Bauendenbestand, zirkuläres Bauen sowie digitale und parametrische Planungsmethoden.
00:03:01: Die Planungstiefe reicht dabei häufig bis in die Fertigungsplanung, sodass Tragwerkskonzepte vom Entwurf über die staatische Detailentwicklung bis zur baubaren Umsetzung konsequent weitergeführt wurden.
00:03:12: Genau das ist in diesem Projekt hier passiert und weil wir an so einen besonderen Ort aufnehmen haben mir direkt ein Videopodcast aus dieser zweiten Folge gemacht.
00:03:21: wer gerade nur den Ton auf den Ohren hat schaut euch gerne das Video zum Podcast an.
00:03:27: Unser Videografin Big Pollock hat die wichtigsten Holzbordetails aus dem Gespräch abgefilmt und eingeschnitten.
00:03:33: Viel Spaß mit dieser Folge!
00:03:49: Mit euch hier mit Timo Klaus und Kasper Erhardt von Structure, um über die Trackworksplanung und die Ingenieurplanung zu reden von diesem außergewöhnlichen Gebäude.
00:04:06: Wir haben die große Freude heute mit einem Interview-Podcast zu starten der aber auch ein Videopodcast ist.
00:04:13: das heißt wir können noch durch das Gebäude gehen und wir sehen jetzt hier auch die ganze Zeit im Hintergrund schon dieses außergewöhnliche Haus.
00:04:20: Da stellt sich natürlich die Frage bei so einem Tragwerk, bei so einen einzigartigen Haus wie es glaube ich noch gar nicht irgendwo in so einer Art gebaut worden ist wo lagen denn die größten Herausforderungen?
00:04:33: Wie geht man ran an so ein Projekt?
00:04:35: Seit wann seid ihr dabei?
00:04:36: vielleicht starten wir mal mit dem Punkt wenn ihr ein Projekt eingestiegen seid
00:04:41: Also gestartet sind wir im Jahr zwei tausend achtzehn, ummittelbar nach dem Wettbewerb den Wolf Architekten gewonnen hat wo wir noch nicht mit involviert waren jetzt im Büro.
00:04:50: Es hatte sich dann aber recht schnell nachdem der Entwurf dann eben in die Realisierung gehen sollte bzw.
00:04:55: die weitere Planung rauskristallisiert dass dieses Tragwerk schon sehr spezielle Anforderungen hat sowohl an die Statik jetzt im Holzbau als auch an die Geometrie.
00:05:04: Und Wolf Architekten hatte dann dementsprechend eben den richtigen Planer, richtigen Krakwächsplaner gesucht der ihn dort oder sie unterstützen kann.
00:05:12: Ja und so kam er dann ins Projekt rein, im Jahr zwei tausend achtzehn und sind ja wie es halt so ist mit klassischen Hawaii Leistungsphasen damit der Entwurfplanung bzw.
00:05:22: Vor- und Wurstplanung gestartet.
00:05:26: Jetzt so rückblickend zur Frage, was die größten Herausforderungen waren würde ich sogar sagen.
00:05:30: Die größte Herausforderung war eigentlich erst mal eine Strategie zu entwickeln wie man eigentlich sowas in die Umsetzung kriegt.
00:05:38: das hat nicht unbedingt etwas damit zu tun dass man überhaupt ins Projekt kommt von der Strategie sondern wirklich auch Wie bekommt man am Ende?
00:05:45: So ein Tragwerk dann so geplant auf der Modellebene in den Toleranz Bereichen Dass man am ende eben dann den Holzbauer Bestmöglich mit... Ich
00:05:54: würde einhaken.
00:05:55: Ja, ich würde sagen das Wichtigste ist vielleicht am Anfang schon mein Team aufzubauen was das Ganze bearbeiten kann.
00:06:02: also bei mir ist es so.
00:06:03: ich bin tatsächlich ein bisschen später ins Projekt gekommen das war im Jahr zwanzig.
00:06:08: mich habe Julian Linert eine der Gründer von Structure ungefähr Ein, zwei Jahre vorher kennengelernt bei der Disputation an der Universität Kassel.
00:06:17: Und er hat mir dann die ersten Bilder von diesem Projekt gezeigt und wollte natürlich...
00:06:23: Was dazu bist
00:06:24: du?
00:06:26: Dass ich bearbeitet habe, hat es sehr gut gepasst und er...
00:06:28: Ja, sag ruhig was dazu!
00:06:29: Hat
00:06:30: ja natürlich auch versucht mich da nach Stuttgart zu holen für dieses Projekt und damit hat er mich tatsächlich auch gewonnen.
00:06:37: Meine Promotion ging damals über Holz-Holzverbindung das heißt Idee, die ja hier auch in dem Tragwerk zur Geltung kommen sollte eben dass die Knoten irgendwo ja auch ein historisches Vorbild haben.
00:06:52: Dass der Lastabtrag mit Zimmermannsmäßigen Verbindungen funktioniert das war am Anfang auf jeden Fall auch ein großes Ziel des Projekts.
00:07:01: genau.
00:07:01: Das für uns selber gesteckt haben muss man der Stelle auch sagen es wurde jetzt nicht von uns verlangt sondern wir hatten irgendwie In dem Tragwerk direkt, also man muss auch dazu sagen der Tragwerksentwurf war ja auch mit dem Wettbewerb schon gesetzt.
00:07:11: Das heißt wir sind jetzt nicht in die Tragwärtsoptimierung gegangen vom System.
00:07:14: Also
00:07:14: es gab einen Trag-Werksplaner im Wett bewerbt, der da mitgearbeitet hat?
00:07:18: Genau unterstützend und dann war eben diese Geometrie weitestgehend so in diesem raumlichen Fachwerk auch schon dargestellt Und für uns war dann eben klar die Aufgabe, daraus einen Gebäude zu entwerfen.
00:07:30: Dass man das baubar ist und hatten da sehr schnell auch für uns selber festgestellt wir würden eigentlich immer gerne die Anschlüsse überprüfen ob man jetzt tatsächlich mit diesen klassischen Schlitz-Flechverbindungen und Stabdübeln herstellen muss oder ob es eben auch Alternativen gibt wie Holz-Holz-Verbindung und hatten in dieser Untersuchung am Anfang schon festgestellt dass dort Grenzen einfach vorhanden sind in den klassischen Verbindungsmethoden Und dann eben genau durch Timo, der dann ins Projekt später dazu kam.
00:07:57: Eben auch ein geringfügig anderes Konzept gefahren.
00:08:00: an der Stelle kann man vielleicht nur erläutern also gestartet sind wir mit den klassischen Verbindungen was weitestgehend subtraktive Verbindung sind.
00:08:06: das heißt ich nehme aus einem Werkstoff Material raus und füge es bei dem Konzept.
00:08:11: was wir am Ende in der Holz-Holzverbindung umgesetzt haben ist es eher ein additives Konzept weil wir ein neues Bauteil hinzufügen was uns am ende aber auch sehr viel Positives gebracht hat, weil man einfach im Zuge der Randabstände von Verbindungsmitteln einfach noch mal mehr Material übrig hat und eben den Querschnitt nicht aushöhlt.
00:08:30: Und dann mit einer Querschnitzschwächung hervorruft sondern eben Material zu dem Querschlägen hinzufügt um die Anschlüsse zu erzeugen.
00:08:36: Ich glaube in deinem Lebenslauf habe ich gelesen dass du auch ein Denkmalschutz Thema irgendwann mal gerissen hast Hat es hier auch reingespielt.
00:08:45: also war das dann auch so was du gesagt hast.
00:08:47: okay jetzt ist es so ein Projekt dafür.
00:08:50: Genau vor meiner Promotion in der Uni Kassel war ich tatsächlich v.a.
00:08:54: im Bau einem Bestand aktiv, also über ein Büro mehrere Weltkulturerbestätten und vor allem Dachstühle von größeren Kirchen oder Schlössern dann betreut.
00:09:05: Und das war damals die Überlegung, eben in den historischen Holzverbindungen zu geben.
00:09:13: Der Weg hat dann auch gezeigt, dass die historischen Holzverbindungen vielleicht nicht die Lösung für die heutigen Probleme sind oder für die heute anforderung sind.
00:09:22: Sondern maximalen Vorbild sein können.
00:09:25: wir müssen ganz andere Lasten übertragen.
00:09:27: Wir müssen neben Druckkräften ja auch Zugkräfte übertragen Scherkräfte üvertragen und diese das funktioniert eben oft nur mit einer neuen Interpretation dieser Verbindung.
00:09:37: Und das war auch Teil meiner Arbeit in der Universität dann.
00:09:42: Und das Thema da ist eben, dass es jetzt schon auch eine Vielzahl an Verbindungen gibt die irgendwie formschlüssig funktionieren.
00:09:50: Es gibt hier gerade Sperrholz zum Beispiel.
00:09:52: X-Fix-Verbinder ist ein Beispiel, es gibt einen Treppenversatz, der vorher am KIT entwickelt wurde.
00:09:58: aber es ist eben so, dass das alles so einzelne Nachweiskonzepte sind und meine Idee war damals ja also ein globale immer so ein Dreizeiler zu haben, mit dem man jede Verbindung nachrechnen kann.
00:10:10: Das ist mir auch nicht gelungen leider.
00:10:12: Aber genau die Anforderungen sind dann doch eben im Holzbau vielfältiger.
00:10:16: Was ich einmal kurz abschießen wollte in Thema Strategie weil wir es vorhin irgendwie mit der Strategie gestartet sind und das nochmal aufgreifen was Timo gesagt hat also dass team das schlägt eben genau diese Kerbe.
00:10:25: also dass wir uns am Anfang eben überlegt haben was wollen wir machen sprich Holz-Holzverbindung dann die richtigen Leute dafür ausgesucht haben, das richtige Team zusammengestellt haben und dann eben aber eine Strategie entwickelt haben.
00:10:35: Wie bekommen wir es denn eigentlich jetzt im Planungsprozess auch hin auf einer wirtschaftlichen Ebene?
00:10:41: Das auch so umzusetzen, dass wie eben nicht nur ideologisiert etwas umsetzen und am Ende aber das Projekt finanziell nicht sonderlich lukrativ ist bzw.
00:10:51: logativ wäre der falsche Ausdruck, aber ist zumindest einfach gut vergütet bekommen.
00:10:55: Und deswegen sind wir mit der Bauherrschaft dann eben in das Konzept eine erweiterte Leistungsphase, erweiterten Ausführungsplanungen eingestiegen.
00:11:02: Was eben bedeutet?
00:11:03: Dass wir uns Themenbereiche die eigentlich klassisch beim Holzbauunternehmer dann später in der Werkplanung oder Werkstattplanung anstehen, dass wir die Themen schon mit uns in die Tragwerksplanung übernehmen in die Leistungsfase fünf.
00:11:14: Okay aber in der Fünf nicht vorgezogen.
00:11:16: Genau weil es ist ja irgendwie oft zum Holzbau jetzt gerade des Thema muss man Holzbau eigentlich Themen von der fünf schon in der drei denken, weil wir einfach im Holzbau anders arbeiten als im Massivbau und da einfach viele Themen schon vorher irgendwie Frage sind.
00:11:31: Aber ihr habt quasi das alles.
00:11:33: in der Fünf kamen die Themen auf ganz klassisch.
00:11:36: Genau beziehungsweise das Denken haben ja auch schon in den drei betrieben, weil bei diesen klassischen Zimmermannsverbindungen Treppenversatz Und die Konzepte, die wir dort entwickelt haben auch schon mit Hundeckerkontakt aufgenommen.
00:11:46: Zwecks Fertigung also diese Geometrie, die wird dort definieren ist sie überhaupt fertigbar und welche Holzbauer können die fertigen?
00:11:53: Weil eben für uns auch der Ansatz war dass wir gerne am Ende in der Ausschreibung versuchen würden kleinere Holzbauunternehmen zu aktivieren.
00:12:00: Das heißt diese ganzen Gedanken haben wir uns schon im Voraus gemacht in der Leistungsphase drei aber so richtig vergütet haben wir Sie eigentlich erst in der fünft bekommen indem wir dann auch gesagt haben dieser Mehrwert ist am ende dieses Modell dass am Ende in den Toleranzen so vorhanden ist, dass der Holzbauunternehmer direkt daraus eine Werkstattplanung machen kann bzw.
00:12:17: seine Fertigungsdaten.
00:12:19: Und ihr beide bildet ja eigentlich zwei unterschiedliche Kompetenzen ab.
00:12:22: oder dein Thema ist Fassade gewesen?
00:12:24: Bist du es richtig so?
00:12:25: Oder du bist eigentlich Fassadenplaner...
00:12:28: Ja, mein Bereich ist eher so das Thema dieser parametrischen Modellierung jetzt hier in dem Projekt gewesen.
00:12:32: Also vielleicht könnt ihr einmal kurz beschreiben wer quasi hatte oder hatte da jeder seinen eigenen Hut bei für ein eigenes Thema auf?
00:12:38: Oder greift es komplett ineinander?
00:12:41: wie viele Leute sitzen da insgesamt dann dran?
00:12:44: also Ich glaube, nachdem die Finanzierung dann abgedeckt war und das Projekt in so eine heißere Phase kam, würde ich sagen.
00:12:55: Nach Abschluss der Entwurfsplanung, also nach der Leistungsphase III, kam mir die Leistungs-Phase IV und V. würde ich mal von der heißen Phase sprechen, wo man da wirklich auch richtig Arbeitsstunden reinbringen muss in so ein Projekt.
00:13:10: Und ich glaube, ich bin da so ein bisschen vorgegangen mit Entwicklung der Konzepte für das Lösen der Knoten-Bereiche und natürlich gibt es einen... eine Person, die irgendwie die ganze Kommunikation übernehmen muss.
00:13:23: Also in Joe Fix Termin sitzt ein Absprache mit Architekten und Fachplanern und eben auch mit den Nutzer- und Bauherr.
00:13:30: das war hier sehr ja sehr enger Abstimmung oftmals.
00:13:36: Und dann kamen die Berechnungen natürlich, die statische Berechnung.
00:13:43: da musste man erst mal schauen dass es von den Schnittgrößen also dass man diese Schnitt grüßen im Kasten hat.
00:13:48: denn Dieses Projekt, bei diesem Projekt konnte man sich natürlich nicht erlauben später nochmal eine Strebe rauszunehmen weil das Auswirkungen auf alle Kräfte in dem ganzen Fachwerk hat.
00:14:04: Die war immer weg schon bei mir.
00:14:07: Ich wusste
00:14:08: dass man sich da den Kopf stoßen wird.
00:14:13: Das musste tatsächlich relativ eng mit dem Prüfstatiker abgestimmt werden.
00:14:18: Es gab irgendwie so eine Leistungsphase vier, die aber eben v.a.
00:14:23: daraus bestand das ganze Rechenmodell abzustimmen und zu prüfen weil wir konnten erst in die Detailbemessung gehen mit einer Aussage von den Prüfstatiker dass diese Schnittgrößen alle in Ordnung sind und nachvollziehbar sind oder vergleichbar sein werden können.
00:14:40: Und das war vielleicht mal die Vorleistungen.
00:14:42: und dann sind wir irgendwann gestartet mit der Entwicklung des informierten Gebäudemotels, oder?
00:14:49: Genau das war so ... ... zwanzundzwanzig irgendwann.
00:14:52: Ich weiß nicht wann hast du angefangen, zwanzuzehnzwanziger?
00:14:54: Ja, ein zwanziger.
00:14:54: Genau ich glaube so die richtig heiße Phase wo wir beide eigentlich so täglichen Kontakt waren immer im Zug oder in Stufgrad selbst war so dann von irgendwie Herbst ... ... zweitausendzwanzich bis Sommer... ...zweitausendswanzig wo wir wirklich so richtig dieses Gebäude sowie was jetzt vorfinden in allen Details durchdacht haben entwickelt haben und auch geometrisch dargestellt haben beziehungsweise nachgewiesen in den Details.
00:15:17: Und dann gab es eben nachgelagert immer noch so Kleinigkeiten, die man dann noch nachziehen muss.
00:15:23: Wir haben dieses Achtzigzwanzig-Konzept gefahren.
00:15:27: Also wir haben erstmal versucht ein möglichst mit einem einheitlichen Knoten zu beginnen der möglichst viele Details abdeckt.
00:15:35: Das heißt es gibt unterschiedliche Geometrien in diesem Tragwerk.
00:15:40: Es gibt einen Standardknoten das ist ein Durchlaufträger mit vier Streben die man hier so in den Fassaden vor allen Dingen auch sieht.
00:15:47: Die sind erst mal in einer Ebene, das ist relativ einfach und dann musste man natürlich immer gucken kann dieses Detail dann auch angewendet werden auf andere Situationen?
00:15:57: Und da musste man tatsächlich schon den Weg gehen, einmal die Schnittgrößen im Blick zu haben.
00:16:02: was kann meine Verbindung, was können sie auf Druck, was könnten Sie auf Zug?
00:16:06: aber wir mussten natürlich auch immer gucken passt es räumlich, passt es für einen Randabständen?
00:16:12: weil schon jedes Mal der Loop notwendig, das mit der parametrischen Detailentwicklung eben abzustimmen.
00:16:20: Weil wir haben halt überall andere Winkel durch den nicht rechtwinkeligen Grundriss ist es einfach notwendig jeden Knoten dann zu prüfen ob die Randabstände der Verbindungsmittel passen
00:16:35: und das prüft man quasi in einem.
00:16:37: also ihr baut das alles in drei D BIM-Modell auf?
00:16:41: Ist es komplett auch BIM gebaut von allen Planern gewesen, das Haus oder war das...
00:16:45: Nee.
00:16:45: Also ich würde sogar sagen ist es absolut kein BIM Projekt weil erst mal muss man hinterfragen was BIM eigentlich ist.
00:16:50: also BIM ist ja eigentlich Building Information Modeling.
00:16:54: die Art und Weise wie wir das Gebäude geplant haben is so eine BIM Light Version würd' ich sagen weil wir gerade was so des Thema Material und Festigkeiten angeht haben wir schon an den Bauteilen als Informationen dranstehen aber ganz viele Informationen die in so einem typischen BIM Prozess mitgeliefert werden, um von der Projektstellung dann geprüft zu werden.
00:17:12: Die Informationen haben wir gar nicht raus gelassen, sondern wir haben für uns die essenziellen Daten erstellt, die man braucht, um dieses Gebäude planbar zu machen und am Ende in die Ausführung zu bringen.
00:17:20: Aber nicht mit der Perspektive Wir müssen das Gebäudee als Informationsmodell
00:17:24: übergeben.".
00:17:25: Und da ist nochmal das Thema auch wieder Strategie aufgreifen Das war impfen vornherein klar, dass eben dieses Gebüede in der Planung jemanden braucht eine Expertise braucht oder dieses Gebäude einfach geometrisch im Modell aufbaut und darauf aufbauen.
00:17:42: dann auf diesem Tragwerk, auf dieser Fassaden-Unterkonstruktion hat dann Wulf Architekten die weitere Objektplanung in drei D auch erstellt aber auch nicht in BIM.
00:17:51: Aber genau wir hatten im Prinzip dort die schöne Aufgabe, die wir eigentlich als Tragexplanner meistens nicht bekommen dass wir das Kernmodell pflegen und aufbauern durften mit all unseren Parametern, all unsere Ansprüchen, an ein effizientes Verbindung oder effizientes Tragwerk sage ich mal.
00:18:09: und dann musste darauf aufbauen, dass weitere Modelle erstellt werden.
00:18:13: Man muss dazu sagen das natürlich die anderen Fachplaner da sehr untergeordnet waren.
00:18:18: also das Gebäude hat ja nicht viel haustechnik wenig gebäudetechnik es gibt auch eigentlich keine Durchbrüche weil das musste man bei dieser Konstruktion einfach anders lösen.
00:18:30: Und somit ist Elektro und andere Installationen, die sind so ein bisschen nachträglich eingebracht worden in das Modell von der Arche.
00:18:40: Ja, das stimmt!
00:18:41: Das macht es natürlich insofern angenehm für die anderen Disziplinen, dass sie hier sehr zurückgezogen waren dafür ja umso größer eigentlich euer Anteil an dem Beide.
00:18:53: Wie läuft dann die Modellierung, warum funktioniert es nur mit so einer computerbasierten Modellierungen?
00:18:59: Vielleicht könnt ihr da einfach mal noch einmal in dieses System reingehen.
00:19:04: Was hat das für eine Grundlage?
00:19:06: Also das ist ein FAM Modellierungssystem.
00:19:13: Wie viele Personen arbeiten an so einem Modell, ist das dann einer der Head?
00:19:18: Und niemand anders darf es anfassen.
00:19:20: Weil da überall Systeme drin sind wie oft muss sowas nachgezogen werden, steht es dann irgendwann... Also ihr habt jetzt einen quasi Zeitraum von einem dreiviertel Jahr gesagt glaube ich wo ihr so intensiv daran wart und dann abgegeben und gesagt so und das so steht das Haus.
00:19:42: Der Ansatz war nicht genau, ein anderer Mal hatte sich beim Holzbau ist ja das bei einem öffentlichen Bauvorhaben?
00:19:48: mit Holz hat man ja das Problem dass man Dinge denken muss für den Unternehmer um eine effiziente Konstruktion zu erstellen die man eigentlich noch gar nicht richtig weiß weil man nicht weiß wer es dann ausführt.
00:19:59: und aus dieser Ungewissheit heraus haben wir eben dieses Modell bewusst in einer parametrischen Logik erstellt.
00:20:04: Das heißt man kann über gewisse Skripte, über gewisser Automation Dieses Gebäude geringfügig dann eben anpassen nach gewissen Regeln, die man definiert.
00:20:14: Und diese Regeln wie wir da definiert haben oder ich in diesen Skrippen jetzt wenn man es auf die Software eben herunterbricht das ist dann Rhino Grasshoppern, den wir erstellt haben.
00:20:21: Die hatte ich bewusst so erstellt dass jemand anderes auch in dem Projekt arbeiten kann weil ich zwischenzeitlich dann auch irgendwann wusste, dass ich Papa werde und man das auch im Hinterkopf behalten musste.
00:20:31: Aber am Ende von Tag war es bei beiden, also dein Berechnungsmodell in RFAM und meinen parametrischen Modellen eigentlich so dass wir sie tatsächlich als Einzige gepflegt haben bzw.
00:20:42: bearbeitet haben.
00:20:44: aber es hätte an jeder Stelle auch jemand anderes übernehmen können weil man eben sowas schon im Hinterkopf dann auch berücksichtigt hatte.
00:20:51: Es wäre schon so das ja auch einzelne... Kollegen noch zugearbeitet haben.
00:20:58: Also die einzelne Teile modelliert haben, Verbindungen jetzt mal von diesen Standardverbindungen abgesehen.
00:21:05: Die wurden dann danach in das Modell glaube ich dann später dann integriert.
00:21:10: also so ein paar Schnittstellen gab es da schon.
00:21:13: und was man schon auch noch sagen muss der Prozess bei uns war natürlich rein am Modell digitalisiert.
00:21:20: Es gab aber Leider die Notwendigkeit zu der Zeit noch, ich weiß nicht wann.
00:21:24: Die Prüfung jetzt war schon drei Jahre her.
00:21:27: Die statische Prüfungen dass man noch Pläne abgeben musste das heißt wir brauchten natürlich auch irgendwo nochmal ein Zeichenteam die dann die zweidimensionalen Plänen checkt also aus diesem Modell herausnimmt und das Ganze so abwickelt, dass es dann doch nicht ganz automatisiert ist.
00:21:47: Mit denen
00:21:47: ihr aber nicht gearbeitet habt quasi mit diesen Plänen?
00:21:50: Das
00:21:51: war eine Ableitung!
00:21:52: Also die hatten nur der Prüfstatiker bekommen.
00:21:55: Das waren dann PDFs, sie wurden auch nie ausgedruckt.
00:21:58: also mittlerweile... Doch dort wurden sie ausgedruckt, natürlich.
00:22:01: Aber bei uns gibt es keine Pläne im Büro ein.
00:22:03: Ich glaube die
00:22:03: wurden auch noch mal eingescannt und wieder an uns...
00:22:05: Genau, die werden immer eingeskannt und kommen dann wieder zurück
00:22:08: als BDR.
00:22:08: Da
00:22:09: kann
00:22:09: man da
00:22:10: prüfen aber
00:22:11: treffen Welten aufeinander.
00:22:13: Aber ich muss sagen, das hat sich jetzt geändert.
00:22:16: also da gab's in den letzten zwei drei Jahren eben schon einen Wandel in der Planung zum Prüfkultur hier im Raum Und es würde nicht sagen, dass das Flächendeckend von Deutschland funktioniert jetzt.
00:22:27: Aber ich weiß, dass es hier mittlerweile auch funktioniert, das Modell dann prüfen zu lassen.
00:22:34: Genau
00:22:35: und ist es typisch für Projekte?
00:22:37: Jetzt einmal rausgesprungen aus diesem Projekt für die Projekten, die ihr bearbeitet, dass ihr eigentlich nur noch an so einem Modell arbeitet und gar nicht mehr in Kleine geht.
00:22:46: oder ist das jetzt schon auch diese Besonderheit von diesen Gebäude gewesen?
00:22:51: Ist schon ein besonderes Projekt eine besondere Herangehensweise, obwohl man dazu aussagen muss.
00:22:56: Wir haben in der Vergangenheit vor diesem Projekt im Bereich der Leichtbau-Konstruktionen das ist ja eigentlich so dass wo unser Büro herkommt aus dem Leichtbau also Membran bauten Stahl baut und in dieser Welt gab es solche Modellierungslogiken.
00:23:08: schon mehr würde ich sagen.
00:23:10: Der Holzbauch hatte auch immer ganz oft schon das Thema drin, dass er natürlich seine Abunddaten drei D moduliert um sie ableiten zu können Aber dass man das so mit einem Tragwerksplanungsansatz verbindet in einer Disziplin, ich glaube da haben sie diese zwei Welten kamen.
00:23:26: Da bei uns im Büro eben auch sehr gut und sehr fruchtbar aufeinander würde ich sagen.
00:23:29: So als dieser Leichtbau-Historie kommt von dem Planungsansat sich dann den Holzbau vorzunehmen und versuchen dort diesen durchgehenden Planungsprozess diesen integralen Prozess zu beschreiten.
00:23:42: oder ist vielleicht auch nochmal ein wichtiger Punkt die integrale Planung war hier jetzt wirklich auch Architekturtragwerkplanungen und Holzbau indem wir kleine Teile aus der Objektplanung mit übernommen haben, sprich das Modell gebaut haben.
00:23:55: Dann die Tragrechtsplanung voll abgedeckt haben und dann aber für den Unternehmer schon ganz viel an Vorleistungen, sprig auch wieder Modellierung und Detaildarstellung der Anschlüsse bei uns im Modell übernammen hatten.
00:24:08: Das ist aber ein Sonderweg, den haben wir bei anderen Projekten nicht.
00:24:11: Klassische Projekte sind bei uns in Büro auf jeden Fall BIM-Projekte, wo wir BIM Modelle pflegen Dort eben auch die Pläne dann ableiten, aber das Schöne an Plänen ist ja immer dass man würde ich sagen der schöne.
00:24:23: Dass man auch eine gewisse Unschärfe reinbringen darf weil jedes ausführende Unternehmen hat in sich auch noch mal Toleranzen und wenn man die im Hinterkopf hat, kann man das dementsprechend berücksichtigen.
00:24:33: bei diesem Modell gab es diese Null-Toleranz.
00:24:35: also man musste wirklich das Modell aufgebaut haben drei Nachkommostellen im Millimeter Bereich in der Genauigkeit und so hat man das dann auch geplant.
00:24:44: Aber das war nochmal ein guter Punkt, den du angesprochen hattest gerade mit der Ableitung der Details.
00:24:47: Das war mir auch gar nicht mehr so bewusst, dass wir jeden Plan tatsächlich noch mal für jedes Detail vorliegen
00:24:52: haben.
00:24:52: Das hast du gar nicht gesehen!
00:24:53: Das war's, das ging an
00:24:54: dir vorbei.
00:24:55: Wir haben ja in der Bibliothek zusammengearbeitet und es war eigentlich auch ein schöner Prozess bei euch in der Planungsphase.
00:25:00: Dass es irgendwann dieses Zentralmodell gab, da hatte ich so meine Modellierung drin.
00:25:05: Timo hat seine Nachweisprozedere und sein RFL-Modell und wir haben uns dann irgendwann in diesem Bibliotheksbereich getroffen wo wir jeden Detail dann einmal abgelegt haben dort noch mal konstruktiv besprochen haben auch Thema Randabstände überprüft haben.
00:25:18: die Information ist dann auch wieder ins parametrische Modell gegangen Und aus dieser zentralen Bibliothek haben wir dann die Geometrie übernommen und daraus dann die Pläne erstellt.
00:25:28: Und das war aber eigentlich auch ein guter Prozess.
00:25:30: Man kann es auf der einen Seite als Mehrwert, unnötiger Mehrwert betrachten, dass man Pläne abwickeln muss.
00:25:36: Aber wenn man sich dann nochmal ganz nüchtern so'n Plan anschaut und dieses Thema der Randabstände ist das teilweise auch gut weil man doch noch mal in der einen oder anderen Stelle Überprüfung hat.
00:25:44: Genau!
00:25:45: Die kann dann eben wieder dazu führen, dass wir Dinge dann doch noch einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.
00:25:51: Jetzt kam er schon auf wie freudig war der Holzbauer, als er dann gesehen hat was da schon alles gearbeitet worden ist?
00:25:58: Man muss sagen, der hat es vielleicht am Anfang noch gar nicht so gesehen.
00:26:03: Das gab mich den Moment, dass er gesehen hat, jetzt habe ich hier alle Daten vorliegen.
00:26:09: Also das Modell wurde bereits zur Ausschreibung mitgeliefert also auch die Pläne glaube ich weil auch Teil der Ausschreiber man muss ja dann eben die bestimmten Positionen beschreiben und die wurden natürlich auch mithilfe dieser Plänen nochmal gezeigt.
00:26:23: Es wurde aber auch eben dieses Modell mitgeliefert.
00:26:26: Daraufhin wurde angeboten und der Holzbauer ist tatsächlich davon ausgegangen, dass er das ganze Gebäudemodell nochmal neu aufziehen muss irgendwie weil ihm nicht klar war, dass wir diese Vorleistung eben schon erbracht hatten.
00:26:40: Er musste sich länger mit dem Modell beschäftigen damit er gemerkt hat es ist alles
00:26:46: fertig.
00:26:47: Genau und es gab anfänglich auch, muss man aussagen den Moment wo's mal kurz so hieß okay.
00:26:51: Es funktioniert doch alles nicht was wir uns da überlegt haben rein von der Genauigkeit thematik weil ein falsches modell für die Ausschreibung mitgegeben wurde.
00:26:58: sprich das war ungenau von den toleranzen Das hatten wir dann sehr schnell Beheben können des problemen Und dann hatte man sich wie Timo sagt eben so langsam draufhin gearbeitet dass ja eigentlich alle schon vorhanden ist und ich glaube am Ende vom tag waren sie doch in das rollnige tragwerk betrachtet.
00:27:14: Ich glaube, drei Details, die dann doch anders ausgeführt wurden.
00:27:16: Einfach aus so einem wirtschaftlichen Aspekt.
00:27:18: Wir hätten hier oben mal irgendwie eine recht große Baubucheknage drin.
00:27:21: Die wurde dann zu einem Stahlschwertanschluss und das ist an zwei oder drei Stellen passiert.
00:27:26: Und der Rest wurde tatsächlich übernommen und eben in der weiteren Werkstattplanung in die Abwundanlagen übergeben.
00:27:36: Jetzt weiß ich wieder was da war.
00:27:40: Genau, da gab es dann schon auch manchmal, sagen wir mal hier so ein paar Experimente.
00:27:44: Wir haben natürlich versucht dieses vormschlüssige Konzept bis zum Ultimum zu bringen und in manchen Details ist das eben nicht aufgegangen weil sie dann z.B.
00:27:55: nicht gefertigt werden konnten, weil sie von den Abmessungen diese Baubuchenknacke dann zu groß wurde, nicht ge fertigt werden konnte Und das kommt oder der Montageprozess zum Beispiel dadurch nicht ganz so flexibel war.
00:28:07: Man hat ja auch das Problem, dass man nicht alle Freiheitsgrade hat beim Zusammenbauen dieses Puzzles und dann wurde eben doch in der Werkplanung noch mal zurückgerudert und dann gesagt, ja lass uns das doch lieber mit einem zweiteiligen Stahlschwert machen.
00:28:23: was wir zusammenschrauben können ist es einfacher und wir haben die Sicherheit, dass es dann auch wirklich montierbar bleibt.
00:28:29: an einem Punkt
00:28:30: An einem Punkt.
00:28:30: Genau, an einem Punkt ist
00:28:32: der Ring.
00:28:33: Aber dazu muss man auch sagen... Also ich habe die Zusammenarbeit mit Holzbearmahn hat ja die Ausführung gemacht.
00:28:38: Auch einfach immer noch sehr schöne Zeit in Erinnerungen weil man war ein Plan auf Augenhöhe war.
00:28:48: oder wir haben jetzt einen sehr guten Austausch mit Holz Bearmahn entwickelt durch dieses Projekt.
00:28:53: Ich glaube Holz bearmahn hatte das Projekt auch gerne ausgeführt.
00:28:55: es gab am Anfang als es gestartet ist genau von den von den Leuten vor Ort dann auch mal so die Aussage, ja mit der Baubucheknacke ist es nicht so einfach und mit dem Bohren.
00:29:04: Es gibt sicherlich auch Themen, um die man diskutieren kann, die nicht gut sind oder nicht gut funktionieren.
00:29:09: Und an den Nachgang als wir hier die Einweihung hatten Anfang diesen Jahres war das noch endes Resomäßel.
00:29:14: Er hat irgendwie mal Spaß gemacht und auch die Leute vor Ort hat's abgeholt diese Holz-Holzverbindung.
00:29:20: Genau!
00:29:20: Das war eigentlich ein ganz schöner Moment.
00:29:22: am Ende
00:29:24: Danach vergisst man ja auch immer alles, was vielleicht mal gestresst hat.
00:29:27: Das ist das Positiv, dass wir das verdrängen
00:29:29: werden,
00:29:31: dass man bei jedem Projekt irgendwie mal durchstreiten muss oder?
00:29:34: Es ist schwierig hier von einer Besonderheit zu sprechen finde ich weil das Paus ist.
00:29:39: eigentlich alles daran ist irgendwie besonders.
00:29:42: aber es gibt ja irgendwie so dieses Element Fassade, sich so aufdrängt darüber zu sprechen wie funktioniert es mit diesen Glasbiberschwanz-Elementen und irgendwie dieses Abstützen des Nachbarhauses.
00:29:59: Das sind so zwei Themen, die direkt ins Auge stechen.
00:30:03: Vielleicht fangen wir mit diesem Fassadenthema an?
00:30:07: Wie weit hängt diese Fassade?
00:30:10: Was haben wir da für Kräfte?
00:30:12: Ich habe vorher schon mal im Vorgespräch gesagt wie viele Elemente von diesem Glas ... Schuppen sind hier verplant.
00:30:21: Und was war die Besonderheit eigentlich an dem Thema?
00:30:24: Ich meine, das ist ja wahrscheinlich für euch auch das erste Mal gewesen oder dass man mit so einem Glaselement arbeitet.
00:30:31: Was gab es da ... kam das Projekt und ihr habt gedacht mein Gott!
00:30:36: Was haben die sich vorgenommen?
00:30:37: Oder gab's direkt so okay, da gibt´s ein Lösungsansatz.
00:30:43: Ich glaube, der Lösungsansatz war von vornherein auch schon da.
00:30:45: Oder man wusste irgendwie dieses Glas oder das Lösungs- ansatz ist zuviel gesagt.
00:30:48: aber man wusse, dieses Glas ist ein Sonderthema.
00:30:51: Da wird es einen Zustimmung im Einzelfall geben.
00:30:54: Aber jetzt aus unserer Perspektive im Büro würde ich sagen wir haben tatsächlich erstmal den Holzbau gesehen weil der Holzbau ist das was die essenziellen Kräfte hier abbekommt und das Glas war eher ein sekunderes Thema.
00:31:06: Man musste ja tatsächlich sagen dass Wolf Architekten dieses Projekt schon sehr detailliert betrachtet hatten vorbetrachtet haben.
00:31:14: Sie haben eigentlich für viele Sachen schon immer eine Lösung im Kopf und bei dieser Fassade gilt das auch, genau warum braucht man eine Zustimmung um Einzelfall?
00:31:24: Weil wir eine Überkopfverglasung haben.
00:31:27: Für die Fassaden glaube ich gings würde es einigermaßen ohne gehen aber dadurch dass sie eine überkopf Verglasungen haben brauchen wir Sicherheitsglas, also ein Glas was nicht zerbricht wenn es eine mechanische Beanspruchung erfährt.
00:31:43: Also ich muss in sich zusammenhalten und diese handgefertigten Glastziegeln da war schon klar das können die nicht.
00:31:51: dass ist ja ein eigentlich normiertes Produkt.
00:31:54: erst mal einen handwerklich gefertigtes Produkt ist die Lösung eben jetzt hier gewesen, dass es einen Splitterschutzlack gibt.
00:32:03: Der wurde schon bei anderen Projekten genutzt – bei Glasbausteinprojekten zum Beispiel.
00:32:08: Ich habe das der Euro-Tunnel in Leipzig oder so wo das flächendeckend eingesetzt wurde auch als Überkopfverglasung und man hat einfach versucht diese beiden Dinge zu kombinieren was eben bekannt ist und hat damit eben dann auch diese Bauartgenehmigung erreicht.
00:32:25: Und das war auch relativ einfach.
00:32:26: dieser Prozess Das wurde alles so gut von Architektur vorbereitet und mit uns dann ergänzt, sage ich mal was die Sicherheitsaspekte angeht.
00:32:37: Dass wir da immer eine gute Zusammenarbeit und sehr schnell zum Ziel gekommen sind bei diesen Fragestellen.
00:32:42: Es gab bestimmt auch Personen, die mal gesagt haben ja das geht doch so nicht aber man konnte dass oft diese Unsicherheiten, die Bedenken konnte man oft schnell ausräumen konnte viel so umgesetzt werden, wie es am Anfang gedacht wurde tatsächlich.
00:32:57: Und das war oft der Fall.
00:33:01: Das geht auch für die Holz-Holzverbindung.
00:33:03: Ich hätte mir wahrscheinlich als Tragwerksplaner nicht getraut eine Baubrufeknacke in einen Bauwerk zu setzen vor allem wo es dann auch Zeit und Kosten kritisch ist wenn ich nicht irgendwo hier unter einer Referenz gehabt hätte.
00:33:19: In dem Fall... Wenn ich halt viel auf LinkedIn unterwegs und schaue, was hier und da in den Fertigungshallen passiert.
00:33:26: Und dann kommt man, stößt man halt bei manchen Projekten relativ früh darauf.
00:33:30: Also The Cradle zum Beispiel im Düsseldorf hat auch eine Baubufeknacke die genutzt wurde um formschlüssig die Streben anzuschließen.
00:33:37: Die sieht ganz anders aus.
00:33:39: Die hat auch noch ganz andere Dimensionen.
00:33:42: Da sind doch keine Schrauben drin oder keine Zugkräfte, die dort verankert werden müssen.
00:33:46: aber... Man kommt halt eben so über Referenzen, die vielleicht auch gerade sehr aktuell sind.
00:33:53: Und dann jetzt der Teil hier links.
00:33:56: also wir hören das die ganze Zeit hier im Hintergrund.
00:33:59: Hier ist noch Baustelle.
00:34:01: Deswegen Ist ja auch die ganze zeit an Summen und Sägen Im Hintergrund zu hören Nebendran steht.
00:34:10: Ich hoffe ich sage es richtig dass eigentliche Museum oder?
00:34:14: Das denkmalgeschützte Museum und das hier, wo wir jetzt drinsitzen ist eigentlich so ein Eingangsgebäude gewesen.
00:34:22: Nee?
00:34:23: Okay, korrigiere!
00:34:24: Der Eingang ist auch hier durch.
00:34:25: Also es ist
00:34:26: eine der ältesten historischen Häuserzeilen in Süddeutschland kann man mal so sagen.
00:34:31: oder es ist auch eine bestimmte Regierung zu spezifizieren Und wir sind eben im Erdbebenzone drei als wir gestartet sind heute.
00:34:40: also Das sind die alten Erdbebenzonen und haben mit der höchsten Beanspruchung in Deutschland hier in Reutling.
00:34:48: Und es war schon vorher klar, dass diese Gebäude abgestützt werden müssen für den Fall der horizontalen Erdbäben-Beanspruchungen.
00:34:56: aber auch dieser Gebäud hat natürlich eine gewisse Schiefstellung.
00:34:59: was jetzt erst gelernt hatten Giebel wurden irgendwie mal nachträglich gedreht.
00:35:04: Hast du das in einer neuen Präsentation glaube ich mal geschrieben?
00:35:06: Ich habe es irgendwo anders gelesen.
00:35:08: Die Giebil wurde gedreet Also diese angrenzenden Bebauung eben geändert und es ist nicht mehr insgesamt nicht so das Gelbe vom Ei gewesen.
00:35:20: Und deswegen hat man diese Stützkonstruktion, die man lange Zeit also nach den Siebzehjahren als das Gebäude hier abgerissen wurde in einer Nacht- und Nebelaktion hat man dieser Stützkonstruktions wieder als Element aufgegriffen wie eben jetzt reinenden Gebäude dann stützt.
00:35:42: Und genau, es war tatsächlich ein Wettbewerb auch schon klar das sind sehr hohe Lasten die da ankommen können im Erdbebenfall und dadurch haben wir eben einen Tragwerk gegliedert was den Horizontalschub erst mal in allen Ebenen aufnimmt und dann in diese Stützkonstruktion wenn er in die Bock überträgt.
00:36:02: Das heißt aber für unser räumliches Fachweg dass wir nicht nur Druckkräfte haben wie dass bei den historischen Verbindungen der Fall ist.
00:36:09: Sondern wir haben auch einfach Zugkräfte und diese hohen Zugkräften müssen dann entsprechend auch abgetragen werden, genau.
00:36:17: Und das ist schon auf jeden Fall ein entwurfsentscheidender Gedanke hier drin aber dann auch in den Details gelöst worden.
00:36:29: Es gab jetzt so eine ganz kleine Anekdote.
00:36:32: Das Gebäude ist ja relativ groß, glaube ich sogar ein bisschen höher als die Nebengebäude Und wir haben natürlich eine Verbindung zwischen diesen beiden Gebäuden teilen.
00:36:43: Das heißt, wir nehmen die Horizontalkräfte auf aber unser Gebäude darf keine Horizontalkräfte übertragen.
00:36:49: Sprechen davon dass wir eigentlich ein Low-File-Gebäude haben Aber diese Verbindung ist tatsächlich dies relativ ausgeknobelt.
00:36:55: Also da sind Verbindungen mit Elastomerlagern drin die eben dazu führen, dass kleine Bewegungen zum Beispiel aus Windeinwirkung auf dieses große Glashaus keine Kräfte auf den Bestandsgebäude ausübt und nur große Kräften eben aus dem Bestandgebäuden auf den Neubau dann übertragen werden.
00:37:16: Genau also das ist so eine knifflige ingenieurmäßige Verbindung.
00:37:19: da hat mich auch tatsächlich von Anfang an der Prüfstattiker doch aufmerksam gemacht, da will er ganz schnell eine Lösung für haben.
00:37:26: Sonst kann er das nicht prüfen.
00:37:28: Genau, aber es war auch möglich und eine der ersten Ideen konnte dann auch so umgesetzt werden mit diesen Elastomeren genommen die extra hierfür entwickelt wurden.
00:37:39: Ich glaube aus diesem Bock tatsächlich beziehungsweise aus dieser temporären Stützstruktur, die es hier ganz lange gab hat sich bei Wolf Architekten auch maßgeblich diese Idee entwickelt dieses räumlichen Tragwerks also dieser Bock muss ja in irgendeiner Art und Weise in den neuen Gebäude vorhanden sein.
00:37:53: zum vornherein ja irgendwo klar oder nicht dieser Bock, aber eine stützende Funktion.
00:37:57: Und aus dieser stützenen Funktion eben dann sehr ehrlich in so ein räumliches Tragwerk zu überzugehen ist kann man glaube ich vorwegnehmen ist der Ansatz maßgeblich auch bei Wulf Architekten gewesen dieses Gebäude zu definieren.
00:38:10: Was hier bei dem Bock nochmal ganz interessant auch ist jetzt unter dem Thema der Fertigung der Geometrie es wie geht man eigentlich mit diesen planbaren Ungenauigkeiten sozusagen um?
00:38:21: weil wir nur an ganz speziellen Stellen eben in diesen Bestand anschließen können.
00:38:26: Das sind verschiedene Höhenlagen und das war eigentlich auch ganz interessant zu sehen, es sieht man oben in den oberen Geschossen auch noch mal sichtbar ja teilweise diese Anschlüsse von denen du gesprochen hast mit dem Elastromährlager die auch sehr ehrlich dort gezeigt werden.
00:38:37: also man wollte es nicht kaschieren sondern ist immer noch ablesbar.
00:38:41: aber ja man befindet sich so im restlichen Gebäudeteil in so einer sehr hohen Präzession und hatte da weitestgehend freie Fahrt was die Detailentwicklung angeht.
00:38:50: Und an diesen Anschlusspunkten musste man sich eben den Bestand unterordnen und irgendwie schauen, wie bekommt man diese beiden Welten aufeinander.
00:38:58: Das am Ende dann mit dem, wenn man es jetzt aus der Fertigung nochmal raus betrachtet bei Holzboarmann, dann auch nur möglich gewesen wird wirklich eine tachimetrischen Vermessung also dass man wirklich diese Punkte exakt in ein Modell überführen kann um dann am Ende diese Zwangspunkte besteht aus Fußpunkten, Anschluspunkten zum Bestand so auszudefinieren, dass eben das restliche Gebäude dann in diese Wangspunkte reinpasst.
00:39:20: Und das wird dann in Leistungsphase Acht quasi austariert?
00:39:24: Wo kann ich am Ende wirklich verbinden?
00:39:26: oder gibt es da vorher schon eine Untersuchung?
00:39:29: wo kann ich an das Haus anschließen?
00:39:33: Das hatten wir schon in der ...
00:39:35: Es
00:39:35: gab eine grobe Vorplanung.
00:39:37: Genau, aber diese Anschlüsse waren tatsächlich dann erst gelegt ein paar Wochen bevor Holzbau Ammann hier den Holzbau gerichtet hat.
00:39:44: Also es war erst die Bodenplatte, die fertig war.
00:39:46: Dann kamen die Anschlüße an dem Bestand also das sind Gewindestangen aus dem Gebelg des Bestandsgebäudes rausgeführt wurden meistens auf der Ebene der Deckenscheiben und der Wandscheiben.
00:40:03: Und genau, die hundertprozentige Lage kannte man tatsächlich erst zwei Wochen vor Aufrichtung des Holztragwerks.
00:40:10: Das heißt unsere Details mussten so flexibel sein dass sie eben auf diese Umgenauigkeiten dann auch eingehen.
00:40:16: also da geht es um ein paar Zentimeter aber das sieht man auch in diversen Förfnlichungen bis dass wir da entsprechend die Details so entwickelt haben dass das passt
00:40:25: und ist sowas ohne... Also wie geht man damit um wenn man jetzt nicht so einen Modell hat indem man das dann nachher parametrisch anpassen kann.
00:40:35: Was hilft da, dass wir inzwischen soweit sind mit so parametrischen Systemen zu arbeiten?
00:40:40: Oder wie würde denn die hätte sowas dann vor dreißig Jahren ausgesehen eigentlich?
00:40:45: Ja
00:40:45: das ist ein ganz spannender Punkt.
00:40:48: Da haben jetzt auch schon mal Gedanken darüber gemacht weil wir immer in diesem Gebäude so offensichtlich einen Fachwerk sehen.
00:40:53: es ist ja eine Weiterentwicklung oder ne Neuinterpretation des Fachwerks kann man ja aussagen.
00:40:57: Was da ganz interessant ist, ich hatte einen Vortrag bei der beim Zimmermannsverband in Hessen gehalten und hat dann am Ende auch diese Frage so mitgenommen was Sie so in diesem Fachwerk sehen.
00:41:06: Und wie hätten sie die Ausführung zum Beispiel gemacht?
00:41:09: Hätten sich drauf geboten?
00:41:10: und dann am ende in der Diskussionsrunde kam eben sehr schnell raus dass der Zimmermann oder die Zimmerleute in einem Fachwerk ein Konstrukt sehen aus ebenden Groß-Elemente also sprich eine großen Außenwand, einen großen Giebelwand einer großen Bachfläche Und diese Flächen werden eigentlich zweidimensional geplant.
00:41:29: Also die legt man sich dann wieder in die Ebene und konstruiert dort sein Fachwerk raus, und am Ende des Tages ist das Gebäude ein räumlich arrangiertes Element aus Großbaufall.
00:41:39: Aus mehreren Einzelteilen?
00:41:40: Genau!
00:41:40: Das was wir hier haben ist eher so der Mikado-Ansatz,
00:41:43: d.h.,
00:41:43: wir haben von vornherein einen System definiert.
00:41:45: Wir haben die Ebenen definiert wie die Querschnitte rotiert sein müssen... ...und dann kann sich jede Strebe dann in diesem Knotensystem formieren.
00:41:52: Da entsteht aber grundsätzlich ein anderer Ansatz.
00:41:54: Vor dreißig Jahren würde ich denken hätte man dieses Gebäude vermutlich vereinfacht in der Geometrie, weil die Komplexität – das ist auch vielleicht nur mal das Thema Bestand und Fassade.
00:42:03: Die große geometrische Komplexkeit rührt ja daher, dass diese Außenwand im Bestand oder diese Grundstücksgrenze nicht parallel sind sondern so auseinander divergieren Und daraus in der Winkelhalbierenden dann im Fürst eine Dachfläche konstruiert, führt dann eben zu so einer Hyperbohlvertretendachflächen wie ein Papier das man an der oberen Unterkante so leicht vertritt.
00:42:22: Das resultiert aber in jeden einzelnen Knoten dass die Geometrie einfach immer ganz minimal anders ist als im benachbarten Knotens.
00:42:31: Was eben auch einen Grund dafür war warum wir es parametrisch geplant haben weil diese Knotten nicht typenorientiert sind also dass ich sagen kann dieser Knotes eigentlich identisch wieder nebenan sondern diesen ganz leicht.
00:42:42: und in der Fertigung muss diese leichte Vertrehung, diese leichten Winkeländerungen in jeder Strebe berücksichtigt sein.
00:42:48: Und ich glaube das hätte man vor dreißig Jahren definitiv vereinfacht.
00:42:50: Man hätte das Gebäude ja versucht simpler darzustellen.
00:42:54: aus der heutigen Perspektive würde ich aber nicht sagen dass es jetzt ineffizient war was wir so gemacht haben weil eben durch solche parametrischen Modellierungslogiken kann man eben so eine Komplexität sehr einfach planen weil man die Regel definiert und was dann die Geometrie im Einzelnen nochmal einen kleinen Veränderungen drin hat Die kann über diese Regel dann gelöst werden.
00:43:14: Deswegen würde ich sagen, das wäre überhaupt Unterschied.
00:43:18: Wenn ich an die Verbindung denke, ist es natürlich so, dass wir hier ein Material gewählt haben mit der Baubuche, die es vielleicht vor dreißig Jahren noch nicht gab.
00:43:26: Vielleicht gab's ja vor zwanzig Jahren und nicht also ganz gut.
00:43:28: Also das Material hätte es nicht gegeben.
00:43:30: Wir saßen auch bei Holzbohrmann am Tisch später, also als die Ausführungsplanung schon war.
00:43:38: Wir sollten ein bisschen über unser Modell erzählen, aber es ist alles kann!
00:43:42: Aber da ging's natürlich auch um die Materialien und da war dann schon die Frage Können wir nicht eine Eiche als Knarge nehmen, die da versteckt wird?
00:43:51: Das ist doch viel besser weil wenn sie feucht wird, quillt sie nicht so stark wie die Baubuche.
00:43:58: Und dann gibt es auch im Eiche-Brett Schichtholz, das man daneben kann.
00:44:03: Die Rodigte ist ja eigentlich ähnlich.
00:44:05: aber tatsächlich ist es diese Einschraubparameter dieser Schrauben, die das Ganze dann unmöglich gemacht haben.
00:44:10: denn dort haben wir ein sehr homogenisiertes Produkt da drin und wir können die die Schraubeinschraublängen eben reduzieren.
00:44:20: Und das funktioniert einfach nur mit der Materialität von Baubuchern?
00:44:23: Das geht nur mit Funierschichtholz.
00:44:25: Man hat dann keine Äste mehr, man hat keine Holzmerkmale die die Parameter so stark streuen lassen und das funktioniert eben dann entsprechend nur mit einem homogenisierten Bauprodukt.
00:44:39: Die Dichte ist ja wahrscheinlich ähnlich für den Markt von Baobuche und Eichhabers.
00:44:42: Genau es geht um Daumen kann es da vielleicht ein Ast geben in der Eiche dort eben nicht und ich hätte die gerne übernommen.
00:44:53: Also
00:44:54: wenn wir jetzt gerade auch mal kurz die Idee, ob man sich sogar Aluminiumknacken fräst, sieht die Form in Aluminum überführt?
00:45:00: Aber das kann ich ja auch aus der Forschung.
00:45:01: Das ist nicht so
00:45:02: gut.
00:45:03: Ja und es ist auf dem Materialaufwand auch für Aluminiums.
00:45:07: Jetzt
00:45:07: müsste glaube ich dieses Verbindungsstück noch zeigen wie genau das aufgebaut.
00:45:19: Wir haben hier einen Durchlaufträger.
00:45:21: Das ist ein Bauteil, das eigentlich möglichst nicht geschädigt werden kann.
00:45:24: Man kann es sich so denken wie Ringbalken.
00:45:26: also diese Konstruktion ist eben so aufgebaut dass sie Druck streben hat aber umlaufend sind des Zugringer weil das heißt dieser durchlauftriger darf möglichst nicht perforiert werden.
00:45:37: und was wir uns dann überlegt haben wenn bei diesem Knoten kommt insgesamt Zwölfstäbe zusammen.
00:45:45: Und wenn eben zwölf Stäbe nach dieser Logik des Holzbaus zusammenkommen, man denkt das immer vom Stab aus, dann müsste man von jedem Stab Verbindungsmittel in diesen Durchlaufträger bringen.
00:45:57: und es funktioniert geometrisch nicht weil dann hat man ja mindestens zehn Stäbel die dann irgendwie versuchen diesen winteren Balken zu durchbohren.
00:46:05: Das ist was Casper ganz am Anfang schon gesagt hätte.
00:46:07: wir hatten haben daraus diese Knoten basierte Logik entwickelt, eben das vom Knot aus zu sehen und erstmal die Geometrie aus dem Knot rauszunehmen.
00:46:17: Dass wir nur ein Hartholz eben aufbringen also additiv so wie du es gesagt hattest um damit eben diesen Durchlaufträger weniger zu schwächen.
00:46:27: Also wir bekommen dann am Ende im Prinzip sowohl in den Durchlaufträger ein subtraktives Element und in der Strebe auch.
00:46:34: aber zwischendrin liegt dieses dieses gesamte Bauteil dann als Positivkörper, wo ich die Verbindungsmittel genau aufgesetzt, wo die Verbindungsmittel aus der Strebe untergebracht werden können und die Verbundungsmittel von der Knagge in den Durchlaufträger auch wieder voneinander getrennt werden.
00:46:49: Und vorher bei dem anderen Ansatz, den Timokrad eben gesprochen hatte, müsste sich ja im Prinzip bei diesem Ausnehmen erstmal so viel Material wegnehmen, dass von diesem Restquerschnitt fast nichts mehr übrig bleibt.
00:46:58: Ich müsste alle Verbindungsmittel in einem Knotenpunkt irgendwie aneinander vorbei bekommen was einfach nicht möglich gewesen wäre.
00:47:04: Das kann ich hier entzerren indem ich dieses additive Bauteil draufsetze?
00:47:08: Die knackert noch den Vorteil, sie hat eine größere Aufstandsfläche.
00:47:11: Das heißt, wir haben weniger Querdruckproblematik was im Holzbau immer ein Problem ist auch bei den historischen Verbindungen und was man hier sieht... Man hat dann eben nur noch sechs Schrauben die durchgehen um die Kräfte durchzuleiten und die Zugkräftung mit Druckkräften können gleichzeitig damit verstärkt werden.
00:47:25: also das ist dann eben ja das was dann noch den Durchlaufträger perforiert aber an sich ist es eben Substanzschwundelösung gewesen.
00:47:37: Wenn das Schöne bei der Entwicklung fand ich auch dann nochmal diese Perspektive, auch wieder die wir ja durch unsere Beauftragungen hatten also dann auch soweit zu denken wie fertigt man das?
00:47:44: Weil wenn man sich jetzt nur diese Geometrie anschaut dann würde die vermutlich jetzt rein aus dem statischen Bedürfnissen irgendwie noch mal geringfügig anders aussehen.
00:47:51: Man hätte wahrscheinlich auf der Unterseite so leichte Anschnitte weil man irgendwie den Querschnitt hier nochmal weitestgehend einen größeren Querschritt beihalten möchte.
00:47:58: und dann aber zu denken okay Wie kann ich das jetzt effizient Fertigen?
00:48:03: mit einer Dreiecksfräse bedingt dann eben auch, dass man diese Bauteile noch mal nachträglich überprüft.
00:48:08: Kann ich sie aus welche Richtung muss ich die eigentlich ansteuern um sie zu fertigen?
00:48:12: Und diese Gedanken haben wir uns bei allen Baubucheknacken immer gemacht.
00:48:14: das fand ich auch in einem sehr schönen Prozess weil da einfach nochmal so eine neue Ebene der Überprüfung eingebracht hat.
00:48:23: So
00:48:23: tief steigt man normalerweise ja nicht ein weil man einfach abgibt und sagt so das ist das Tragwerk jetzt Bitte ausführen irgendwie und ihr seid ja wirklich eigentlich mit in diese Ausführung eingestiegen.
00:48:37: Genau,
00:48:38: wir haben sogar...
00:48:40: Ich wollte jetzt noch mal kurz den nächsten Bogen spannen.
00:48:43: Dafür gab es eben auch eine Beauftragungen dafür dieses Modell zu entwickeln und auch diese Detailtiefe so entsprechend auszuarbeiten.
00:48:51: was ist aber auch?
00:48:53: Es gab zwei Punkte.
00:48:54: also erstmal sollte baubar sein oder das sollte funktionsfähig Baubar sein, natürlich so.
00:49:00: ein Risiko ist hier immer dass es vielleicht nachher irgendwie nicht funktioniert.
00:49:04: Also dieses Risiko mussten wir dem Bau hernehmen oder wollten mit den Bauern nehmen und auf der anderen Seite muss das ja auch montierbar sein.
00:49:10: Das heißt da kommt diese Logik dann eben auch wieder zur Geltung.
00:49:14: Wir haben das Tragwerk schlussendlich so aufgebaut dass wir alle Bauteile vertikal oder fast alle oben wird es ein bisschen knifftiger auch mal seitlich, aber dass wir sie alle in einer Richtung fügen können.
00:49:27: Das heißt
00:49:27: mindestens eine.
00:49:28: Also eine plus, eine weiter.
00:49:29: Das
00:49:30: sieht man hier auch ganz schön.
00:49:31: Man kann sich so fügen und ich kann Sie aber auch horizontal einschieben...
00:49:35: Genau!
00:49:35: Und aufhörtig?
00:49:37: Genau!
00:49:38: Wir mussten halt diese Freiheitsgrade in der Fügellogik lassen.
00:49:44: Somit muss man natürlich einen Detail nicht nur Fertigung, sondern eben auch als nächstes auf das Fügen dann immer betrachten und natürlich die Kräfte müssen übertragen werden.
00:49:56: Und hier in dem Fall muss es natürlich auch noch richtig gut aussehen.
00:49:59: Also da hat dann die Architektur schon ab und zu noch drüber geguckt was man keine Verbindungsmittel sieht dass man also Brandschutz, naja da hat Brandschuss reingespielt alle Verbinderungen sind mit ca.
00:50:12: Holz dann eben noch überdeckt sein, einfach um die Erbranntrate zu gewährleisten.
00:50:17: Und beim Thema Fügen kann man auch nochmal an der Stelle sagen dieses Thema der Fügung fängt bei den Fußpunkten an und aus der Art und Weise wie ich diese untere Strebe füge resultiert ist aber letztlich in den kompletten Knoten einmal komplett nach oben.
00:50:28: also wir haben Montagekonzept auch entwickelt das wirklich geschoss weil sie jede Strebe einmal überprüft ob ich sie fügen kann.
00:50:34: Das ist ja bei Stahlschwert an.
00:50:35: zum Beispiel wenn ich jetzt einen unteren Anschluss habe, einen oberen Anschluß Das Unterbestahlschwert in diese Richtung und das Oberen in dieser Richtung habe ich mir den Einkipp-Vorgang letztlich genommen, weil die Schwerte teilweise schon an den Durchlaufträger montiert gewesen.
00:50:48: In der Vormontage unten im Formbaufeld.
00:50:51: Und das sieht man hier auch immer sehr schön wenn man so ins Tragwerk reinguckt.
00:50:54: also dieser untere Schwertrichtung ist auch die gleiche Richtung wie oben und es resultiert dann eben bis oben ins Dach rein dass diese Gedanken fortgeführt wurden um am Ende wirklich dann alles zu montieren.
00:51:05: Und ich weiß auch noch, das war der Moment wo Holz bei Amman dann auch, glaube ich, uns anerkannt hat, okay wir haben uns so richtig Gedanken gemacht weil dieses Thema der Montage, nee auch das Thema dermontage überlegt man in vielen Bereichen wenn es große Bauteile sind.
00:51:18: aber hier an diesen kleinen Streben die ja alle offensichtlich ans Baufeld gelangen sich dann einfach trotz allen zu überlegen wie krieg ich's auf der Baustelle ineinander gefügt hat sie dann glaube ich wirklich überzeugt, dass wir diese Knoten nicht einfach nur so entwickelt haben sondern auch wirklich auf Herz und Nieren überprüft haben.
00:51:34: Was nehmt ihr mit aus dem Projekt für die nächsten oder das nächste Projekt?
00:51:40: Was war so?
00:51:40: das größte Learning wo ihr jetzt sagt gut, dass wird es hier mal hatten.
00:51:45: und jetzt im nächsten Projekt habe ich da vielleicht was wo ich sage oder gibt's nichts weil das so ein Ausnahmeprojekt ist, dass man es gar nicht so gut transportieren kann.
00:51:56: Wir haben seventy-fünfundsetzig statische Leitdetails, die wir in manigfaltiger Form anwenden.
00:52:02: Die gibt's
00:52:02: jetzt und die werden
00:52:03: nicht... Die gibt
00:52:05: es in der Bibliothek!
00:52:06: Ja genau, ob man die irgendwo nochmal anwende kann aus der Bibiliothek ist echt die Frage.
00:52:11: Ich glaube das sind eher die Prozesse, die man natürlich damit einmal beim Holzbau komplett durchgespielt hat also dieses einmal zu beweisen dass man es wirklich schafft eine Werkplanung eigentlich abzubilden in den parametrischen Modellen, die wir als Tragwerksplaner benutzen.
00:52:31: Ich glaube das ist das ist die große Challenge gewesen, die wird uns von Anfang an gesetzt haben und die wir es dann auch wirklich geschafft haben umzusetzen.
00:52:39: Und es ist vielleicht nicht das nächste Projekt was davon profitiert aber vielleicht irgendein nächstes Projekt was Davon wieder profitieren wird dass wir einfach sagen, wir können das jetzt als Büro.
00:52:49: Wir konnten vorher andere Sachen
00:52:52: beweisen.
00:52:52: Wir
00:52:53: könnten die im Stahlbau, wir konnten es im Leichtbau und bestimmte Prozesse, die vielleicht anderen nicht konnten.
00:52:59: Und jetzt glaube ich auch, dass wir als Bürow da sehr gut aufgestellt sind für alle Holzbauprojekte, die jetzt kommen.
00:53:06: Und wir freuen uns natürlich, dass das ein kleiner Türöffner ist so ein Projekt, dass man dann wieder ähnliche Projekte umsetzen darf
00:53:16: Genau, also ich würde aus einfach das Thema der Prozesse auf jeden Fall das was man gelernt hat und ich glaube jeder Prozess in sich ist jetzt auch nichts Neues.
00:53:25: Also den gibt es in unterschiedlichsten Formen in verschiedensten Büros sicherlich.
00:53:29: da haben wir uns ja auch daran orientiert dass was Freue Thimo ja auch meinte also wir sind nicht komplett im Riesenbarknis reingegangen Wir bauen etwas was so noch nie gab einen Plan auf eine Art und Weise die es noch nie gabs.
00:53:38: Es gibt in unterschiedlichen Formen In verschiedenen Gewerken hier auch schon.
00:53:42: Aber das zusammenzubringen und auf den Holzbau zu transportieren, ist glaube ich das was eben jetzt auch uns als Büro dann nochmal an der Stelle auszeichnet oder vielleicht noch mal von anderen abhebt in der Richtung.
00:53:54: Und ja genau bin selber auch gespannt wo man das da nochmal ansetzen kann.
00:53:59: weil wenn wird es auch immer noch weiterentwickeln?
00:54:02: Das ist auch das spannende Wesen waren mittlerweile auch schon mit zahlreichen Universitäten hier in irgendwelchen Exkursionen.
00:54:07: verschiedenste Studierende sind durchgegangen.
00:54:09: Die Hochschule Vibarach war vor zwei Wochen hier und hat gerade auch in der Hochschulle in Vibarak auf den Schwerpunkt der digitalen Planung und dieser ganzen Abbund thematiken.
00:54:18: Und ich bin total gespannt, was letztlich dann daraus noch mal weiterentwickelt wird an anderen Prozessen und an vielleicht Denkanstößen wo dieses Gebäude geholfen hat.
00:54:27: Ja also es inspiriert auf jeden Fall.
00:54:29: wenn man hier drin ist darf man so sagen...
00:54:31: Ich muss immer sagen, ich mache noch ein bisschen Lärwung gerne für dieses Traumwerk.
00:54:36: Das mal zu besichtigen ohne jetzt den Schlusswort zu sagen.
00:54:40: Aber ich denke es ist das einzige Tragwerk was man so durchschreiten und wahrnehmen kann Was ich kenne.
00:54:47: also gerade wenn man hier sich in den Treppen bewegt Dann ist das schon etwas Besonderes, dass man sich auch manchmal vielleicht den Kopf schließen könnte wenn man sich ein bisschen zu weit übers Geländer lehnt.
00:54:59: Eine andere Sache ist zum Beispiel dieser Aufzug.
00:55:01: da hat der Bauherr sich dann gewünscht die Dachschindeln vom Aufzug aus sehen zu können und es ist der einzige Aufzug den ich kenne.
00:55:12: Erst später klar, als ich dann das erste Mal im Gebäude war.
00:55:14: Dass man nicht nur die Schindeln sieht sondern man sieht auch den höchsten Aufzug von innen und das wird einem normalerweise verwehrt wenn man in einem mehr geschossigen Holzbau mit aussteigenden Holzkern unterwegs ist.
00:55:26: aber hier kann man tatsächlich die Schnittstelle zwischen Aufzugsplanung und Holzbau zum Beispiel auch sehen.
00:55:32: Es sind so kleine Details, die überall irgendwo hier reinspielen.
00:55:36: Die man erleben muss.
00:55:37: also das hier mit der Werbeblock das Gebäude zu besuchen ist lohnt sich auf jeden Fall hier mal nach Reutlingen zu kommen.
00:55:45: Ich habe so eine kleine Mini-Ruppe, die ich dann also jetzt neu einführen würde in den Podcast, die euch jetzt auch ein bisschen verrascht und zwar haben wir den Werbeblock für dieses Gebäude.
00:55:56: aber ich finde es immer ganz toll wenn man so ein bisschen Übersicht über viele Projekte kriegt.
00:56:02: Jetzt kommt ihr beide nicht aus Reutlingen, auch nicht aus Stuttgart bei euch zu Hause, das Kassel und Frankfurt.
00:56:09: Irgend ein Projekt wo ihr sagt, das würde ich empfehlen mal anzuschauen also einfachen oder es muss auch nicht unbedingt Frankfurter der Kassels sein aber vielleicht irgendeins wo ihr sagt schaut euch Reutlingen an und da gibt's noch eins wenn ihr nächstes Mal in Frankfurt-Zeit, das finde ich total spannend.
00:56:29: Ihr lächelt... Das
00:56:30: ist jetzt ein kurzes Fass, weil
00:56:32: ich
00:56:32: bin Architekt vom Hintergrund und habe natürlich zahlreiche Lieblingsgebäude in Frankfurt.
00:56:35: Im Museumsufer mit Bauden von Richard Meyer gibt es zahlreichen.
00:56:41: Was ich jetzt so als ein klein Juwel kennengelernt habe, da gibt es Gott sei Dank auch schon eine Stiftung die sich dem Thema angenommen hat.
00:56:48: In Waldorf-Mörfeld direkt benachbart an Frankfurt gibt es die Richard Neutra Siedlung von den bekannten amerikanischen österreichisch-amerikanischen Architekten der dieses Mid-Century Modern mitgeprägt hat.
00:57:00: Die ist absolut sehenswert weil sie so einen wirklich Zeitgeist komplett abbildet.
00:57:06: Total spannend das Gebäudearrangement ist.
00:57:11: Das würde ich auf jeden Fall empfehlen.
00:57:15: Vielleicht noch mal für eine kleine Werbung für Holzbau Ammern, der Göteturm oben in Sachsenhausen Süd ist natürlich auch sehenswert weil man eine tolle Aussicht über die Skyline hat und dann in den Taunus im Hintergrund auch sehr zu empfehle.
00:57:28: Ja das
00:57:29: ist Südhälsen.
00:57:29: genau Nordhälsens sind mit dem modernen Holzbauen ein bisschen dünn.
00:57:35: wir haben auch Mittlerweile viele mehr geschossige Holzbauten auch in Nordhessen, besonders ich dabei gerade in den Urbahnenregionen.
00:57:44: Nimmt das ja tatsächlich zu und da bin ich auch ein Stück weit stolz denn irgendwo als ich angefangen habe als wissenschaftlicher Mitarbeiter war es noch überhaupt undenkbar.
00:57:54: Ich würde aber tatsächlich den Fokus eher auf die Historie um den Bogen auch nochmal zum Anfang zu schlagen Auf die historische Gebäudesubstanz lenken.
00:58:04: Das ist so ein bisschen auch der Grund, warum ich in der Region vielleicht auch hängen geblieben bin.
00:58:09: Ich bin gebürtig da aus der Nähe und habe mich als Jugendlicher niemals mit dem baulichen Erbe dieser Fachwerkstätte befasst.
00:58:21: Bin dann eben ja zum Studium nach Rosenheim gegangen.
00:58:24: Hab dann ganz viel mit Holzbau zu tun gehabt.
00:58:26: Und genau mein Büro, indem Am Anfang Fuß gefasst habe, das hat sich eben vor allem mit den Bauwerken dann auf weiter Flur beschäftigt.
00:58:36: Das wären Kirchtürme, genau irgendwelche Kirchenschiffe können auch mal ein großes Fachwerk ja Rathaus gewesen sein zum Beispiel in Melsung und da gibt es so einige Gebäude die ich dann kennenlernen durfte.
00:58:51: innerhalb eines Jahres einen halben Jahr hab ich das Praktikum gemacht, genau darüber hin noch hinaus im flachen Land unterwegs und habe einfach diese Region neu entdecken können dadurch, indem man sich eben mit den alten Holzgebäuden dann beschäftigt hat.
00:59:10: Eine Sache muss ich noch empfehlen unbedingt.
00:59:12: Ich musste gerade mehr verteilen.
00:59:12: Ich hab so viele Gebäude.
00:59:14: Aber er ist eine sehr gute Frage absolut weil es ist ja total genial.
00:59:20: Es gibt noch in Dreieich die Willenkolonie Buchschlag das ist um Jahrhundertwende entstanden ein Komplex aus Ich glaube, über zweihundert Willen alle irgendwie mit Grundstücken um die tausend Quadratmeter.
00:59:31: Also absolut aus der Zeit gefallen auch aus heutiger Denke heraus aber absolut sehenswert weil es ist eine Riesenparklandschaft dadurch dass sie so viel Platz zu den Nachbarbauten haben Alle eben in dieser historischen Bauweise aus meistens Sandstein Erdgeschoss und dann eben Fachwerk auf Bauten in den Dach geschossen Und einfach rein aus der Ästhetik und aus den Oberflächen heraus ein bunter Strauß an unterschiedlichsten Landhaus Architekturen die man sich so vorstellen kann.
00:59:56: Man verliert teilweise den Blick, dass man eigentlich in Deutschland ist bzw.
01:00:00: im urbaner Nähe weil es irgendwann englisch schon wirkt mit diesem Landhaustil.
01:00:06: aber das auch unbedingt sehenswert und wie gesagt nur fünf Minuten entfernt von Richard Neutra.
01:00:10: also man kann innerhalb von fünf Minuten Jahrhundertwende und damit Century Modern in direkter Nachbarschaft erleben.
01:00:17: Das ist total spannend!
01:00:19: Cool vielen Dank für die Tipps und vielen Dank, dass wir uns hier heute treffen durften Und über dieses außergewöhnliche Gebäude und das außergewönliche Treibwerk sprechen.
01:00:28: Noch mal kleiner Werbelblock, ihr kommt auch im Oktober zu einem Seminar bei uns in die Ingenieurkammer wo jeder der jetzt hier schon Interesse hatte nochmal Fragen stellen darf und ja einfach einen Einblick bis hin gibt in dieses Haus und die Arbeit.
01:00:45: alles quasi noch einmal über das hier hinaus Ja vielen Dank ich freue mich drauf.
01:00:50: Ja.
01:00:51: Vielen Dank, dass das möglich gemacht wurde und ich glaube es ist ein besonderer Ort und cool, dass wir dabei sein durften.
01:01:00: Absolut!
01:01:00: Und jeder der mal an Reutling vorbeikommt unbedingt für sich.
01:01:03: Das lohnt sich.
01:01:10: Der Podcast auf Holz bauen ist eine Produktion der Ingenieurkammer Baden-Württemberg in Kooperation mit der Holzbauoffensive Baden Württmberg.
01:01:18: Bei Fragen, Hinweisen oder Anregungen können Sie liebe Hörerinnen und Hörern uns unter der Adresse podcastadaufholzbauen.de ganz einfach erreichen!
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